Auf einem Elektroauto, das geladen wird, liegt Schnee (Quelle: IMAGO / Karina Hessland)
Bild: IMAGO / Karina Hessland

Mobilität | Beitrag | Lesedauer etwa 2 Minuten - E-Autos: im Winter besser immer vollgeladen

Müssen E-Auto-Besitzer im Winter im Stau frieren, weil die Batterie schlappmacht? Der ADAC gibt Entwarnung - und Tipps zum Energie sparen.

Man kennt's vom Smartphone: Wird es frostig, hält der Akku nicht mehr lange durch. Auch die Akkus von E-Autos reagieren besonders bei sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturen empfindlich. Im Winter kommt man mit einer Stromladung nicht so weit wie im milden Frühjahr. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Verkehr bei Schnee und vor allem Glätte auf den Straßen schnell staut. Welchen Einfluss hat das im schlimmsten Fall stundenlange Stehen bei kalten Temperaturen auf die E-Autobatterie? Und wie kann man Energie sparen?

E-Auto-Akkus halten bei Kälte durch

Laut dem ADAC verbrauchen E-Autos im Winter durchschnittlich rund 20 bis 30 Prozent mehr Energie. Bei Kurzstrecken kann sich die Reichweite sogar um die Hälfte reduzieren. Das Problem: Für das Heizen des Innenraums kann nicht wie beim Verbrenner die Motorabwärme genutzt werden. Doch der Automobilclub gibt Entwarnung: Auch im Stau müsse niemand frieren.
 
In eigenen Tests konnte der ADAC nachweisen, dass ein stehendes E-Auto im Schnitt rund 1,5 bis 2 Kilowattstunden (kWh) verbraucht, um den Innenraum bei minus 10 Grad Außentemperatur eine Stunde lang konstant auf 20 Grad zu erwärmen. Selbst längere Standzeiten seien ohne Probleme möglich, da die meisten Akkus heute ausreichend Kapazitäten dafür hätten. Vorausgesetzt die Batterie wurde rechtzeitig voll aufgeladen. Bei Langstrecken planen die meisten das vermutlich ohnehin ein, doch auch in der Stadt auf der Kurzstrecke kann es passieren, dass man mal länger im Stau steht. Hier also lieber einmal mehr laden.

Standheizung schon an der Ladesäule anschalten

Wer trotzdem sicherheitshalber Energie sparen möchte, heizt im Zweifel lieber über die körpernahen Heizungen im Auto: Sitz- und Lenkradheizung verbrauchen nämlich deutlich weniger Energie als die Luftheizung zur Erwärmung des gesamten Innenraumes. Wer Zeit hat, kann die Standheizung schon vor Beginn der Fahrt, wenn das E-Auto noch an der Ladesäule lädt, anschalten. So ist das Auto schön vorgewärmt und der Akku bei Fahrtbeginn noch voll aufgeladen.

Ein Beitrag von SUPER.MARKT mit Material von Dpa, 27.11.2023.