Die Sendung im Detail

Klartext im Rückblick

Klartextlogo mit Schriftzug "Archiv" (Quelle: rbb)

Über den Tag hinaus

Unter der Rubrik 'Über den Tag hinaus' haben wir diejenigen KLARTEXT-Beiträge eingestellt, die zeitgeschichtliche Bedeutung erlangt haben. Sie berichten über Ereignisse oder Probleme, die auch noch Jahre oder Jahrzehnte nach der Erstausstrahlung von hohem öffentlichen Interesse sind.

KLARTEXT Archiv

  • Eng und düster - Schattenseiten des Wohnungsbaus in der Berliner Innenstadt

    Berlin braucht bekanntlich viele neue Wohnungen und hat gleichzeitig noch einiges an freien Flächen. Eine sogenannte "Nachverdichtung"  - also das Bauen von neuen Häusern überall dort, wo noch Platz ist, erscheint da als richtig gute Idee. Doch all die Menschen, die statt einer Aussicht dann die Fenster der Nachbarn vor der Nase haben, sind wenig begeistert. André Kartschall und Philipp Büchner über den Preis, den Berliner für mehr Wohnraum zahlen müssen.

    Sparen bis es quietscht? - Warum die Straßenbahn nicht leiser fährt

    Die Berliner feiern den 150. Geburtstag ihrer Straßenbahn. Eine echte Erfolgsgeschichte. Doch bei aller Euphorie: Viele sind heftig genervt - denn die Tram verursacht, wie die BVG selbst feststellt, 'markerschütternden' Lärm. Dabei könnte sie viel leiser sein. Helge Oelert.

    Gebraucht, erwünscht und doch eine Ausnahme - Ein arabischer Feuerwehrmann aus Kreuzberg

    Für Ali Khattab sind die Jungs auf der Feuerwache in Berlin-Kreuzberg wie seine zweite Familie. Doch der Weg des Palästinensers mit deutschem Pass in die Berliner Berufsfeuerwehr war mit vielen Hindernissen verbunden: Seine Bewerbung hatte zuerst keine Chance. Doch Ali gab nicht auf, kämpfte für seinen Traumjob und ist nun selbst für viele ein Vorbild. Ute Barthel über den holprigen Weg von Migranten in den öffentlichen Dienst.

  • Bürgerticket für Berlin? Ist das möglich? (Quelle: rbb)

    Klingt verlockend, doch ist das realistisch? - S- und U-Bahn für lau?

    Eine einfache Idee erobert die Herzen Berliner Oppositionspolitiker: Ein verpflichtendes "Bürgerticket" für alle: Alle werden zur Kasse gebeten, aber zu einem geringeren Tarif als bisher.  Dadurch können alle mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren. Die Folgen: Die Berliner fahren weniger Auto, die Umwelt wird sauberer, der Weltfrieden ist gesichert. Klingt alles gut, das einzige Problem daran: es wird nicht klappen! sagt - Helge Oelert.

    Eltern gehandicapter Kinder am Rande der Verzweiflung (Quelle: rbb)

    Behindert vom Amt - Eltern gehandicapter Kinder am Rande der Verzweiflung

    Die bürokratischen Hürden, die Eltern behinderter Kinder in vielen Belangen nehmen müssen, sind oft absurd und bringen die Eltern an den Rand der Verzweiflung. Das wollen nun einige von ihnen nicht mehr hinnehmen und fordern in Berlin einen "Lotsendienst". Eine gute Idee, die in anderen Städten bereits getestet wurde und mit der man auch viel Geld sparen könnte – findet Andrea Everwien.

    Wirtschaftswunderhafen Königs Wusterhausen (Quelle: rbb)

    Warten auf das Wunder - 20 Jahre Wirtschaftsförderung im Hafen KW

    High-Tech-Park, Drehscheibe für Rohstoffe, Zentrum für Erneuerbare Energien - was sollte nicht alles werden aus dem Hafen Königs Wusterhausen Immer wieder wurde das Areal dafür ausgebaut. Doch nach 20 Jahren und einigen Millionen Euro Fördermitteln ist noch immer nichts zu sehen vom Wirtschaftswunder. Die Lösung: weiter ausbauen - ohne Rücksicht auf Verluste. André Kartschall.

    Feinstaubbelastung in Berlin (Quelle: rbb)

    Dicke Luft an der Spree - Feinstaubbelastung in Berlin

    Die Berliner Luft ist voller Schadstoffe. Jedes Jahr werden hier die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffoxide überschritten. Trotz der seit 2008 geltenden Umweltzone. Doch es sind nicht nur die vielen Autos, die daran schuld sind. Denn - wer an der Spree seinen Kaffee trinkt, schluckt nebenbei auch ordentlich Dreck. Und der Senat schaut dabei zu. Ute Barthel und Annalisa Oehler.

  • Gefährlicher Siegeszug - Die Droge Crystal Meth auf dem Vormarsch

    Eigentlich sollten die verheerenden Folgen des Konsums von Crystal Meth gut bekannt sein. Dennoch "überrollt" die Droge von Süden nach Norden das Land Brandenburg. Eine ganze Generation gehe hier verloren – warnen Experten. Was macht Crystal so viel gefährlicher als andere Drogen?

    Geheuchelte Nächstenliebe - Diakonissen auf der Abschussliste

    Gegenseitige Fürsorge bis zum Tode - versprechen sich Diakonissen, geistliche Schwestern der evangelischen Kirchen, bei ihrem Eintritt in die Gemeinschaft. Sie arbeiten für ein Taschengeld, leben in Armut und Keuschheit. Nun wurden einige von ihnen aus der Diakoniegemeinschaft Bethel ausgeschlossen. Ein Rauswurf, der zum Eklat wird.

    Gespaltene Stadt - Zossen nach dem Brandanschlag

    Nach dem fremdenfeindlichen Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in Zossen Wünsdorf bricht in der Kleinstadt ein alter Konflikt auf: Statt diejenigen zu unterstützen, die sich seit Jahren erfolgreich den Neonazis entgegenstellen, fährt die Stadtverwaltung den altbekannten Kurs: Verharmlosen, Wegschauen, engagierte Bürger diffamieren.

  • DRK-Schwesternschaft Berlin - Fürstliches Gehalt für Mutter Oberin

    Barmherzigkeit und Solidarität - das sind Prinzipien der DRK Schwesternschaft Berlin. Was von den einfachen Krankenschwestern erwartet wird, gilt offenbar nicht für ihre Chefin: Die Oberin ließ sich Bezüge von einer halben Million Euro jährlich genehmigen - und verordnete ihren Mitarbeiterinnen gleichzeitig einen strengen Sparkurs.

    Der Nachbar als Feind - "Fremdenhass" von Links

    Die Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain gilt als Hochburg der linken Szene. Ein Problem für Menschen, die dort hinziehen. Besonders, wenn sie Häuser auf ehemalige Brachflächen bauen. Denn die Brachflächen sind linker "Freiraum" – und die Zugezogenen offenbar der Feind. Und den gilt es wohl zu bekämpfen – mittels Steinen, Stahlkugeln und Brandsätzen.

  • Dämmen und kassieren - Öffentliche Wohnungsbaugesellschaft treibt Mieten in die Höhe

    Mit der Forderung nach "gerechten Mieten" ist die SPD in den Wahlkampf gezogen. Doch bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU spielt das wohl keine Rolle. In Pankow lässt das Unternehmen Fassaden sanieren, um angeblich Energie zu sparen. Doch die Mieter kommt das teuer zu stehen. Unsinnig, meinen nicht nur Experten, auch am Amtsgericht Pankow wurde nachgerechnet: Die Richterin hält die Dämmmaßnahmen für unwirtschaftlich und unrentabel. Die städtische GESOBAU will trotzdem weitermachen und die Politik schaut untätig zu.

    Geschlampt oder geschönt? Neue Unstimmigkeiten bei der Brandenburger Kriminalitätsstatistik (Quelle: rbb)

    Geschlampt oder geschönt? - Neue Unstimmigkeiten bei Brandenburger Kriminalstatistik

    Jetzt wird alles gut – versprach vor ein paar Wochen noch der neue brandenburgische Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Und meinte damit die statistische Erfassung von Straftaten in Brandenburg. Als vor einem Jahr KLARTEXT Manipulationen der offiziellen Kriminalstatistik aufdeckte – war die Empörung groß. Nun aber verliefe alles nach bundeseinheitlichen Richtlinien – heißt es aus dem Innenministerium. KLARTEXT aber hat andere Erkenntnisse.

    Scheitern mit Ansage - Der Asylkompromiss setzt Brandenburgs Behörden unter Druck

    "Mit dem neuen Asylrecht wird alles besser!", hieß es vor kurzem noch seitens der Politik. Asylbewerber aus so genannten „sicheren Herkunftsstaaten" sollten schneller abgelehnt und zurückgeschickt werden. Damit entlaste man die Behörden und schaffe mehr freie Plätze für Kriegsflüchtlinge aus anderen Ländern. Doch in Brandenburg haben sich die Hoffnungen nicht erfüllt, wie auch in anderen Bundesländern.

     

  • Täglich Stau: Wann wird der Verkehr im Berliner Osten endlich entlastet?

    Berlin möchte gern Weltstadt sein, siehe Olympiabewerbung. Nur wenn die Realität dazwischen kommt, blitzt hinter Größenphantasien sofort die nackte Provinz. So scheitern die Stadtväter seit Jahrzehnten daran eine Straße zu bauen. Dabei soll die "Tangentiale Verbindung Ost" eine dringend benötigte Verbindung zwischen Marzahn und Köpenick schaffen.

    Braune Bäche: Streit um Messwerte in Brandenburger Tagebaugebiet

    In Südbrandenburg schwappt eine unansehnliche Eisenbrühe durch die Gewässer. Offiziell werden die Grenzwerte aber eingehalten. Kein Wunder, sagen Umweltschützer, wenn man erst in sicherer Entfernung vom Tagebau kontrolliere, nachdem sich das Eisenocker schon am Grund abgesetzt habe.

  • Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn ist am 30.06.2014 hinter dem Schriftzug BER (Berlin Brandenburg Airport) auf einer Pressekonferenz am BER in Schönefeld (Brandenburg) zu sehen (Quelle: dpa)

    KLARTEXT spezial: - BER - Abrechnung und Neubeginn

    Der umstrittene BER-Chef Hartmut Mehdorn gibt sein Amt ab. Der 72-Jährige lässt das Skandalprojekt hinter sich und geht. Welche Bilanz zieht Mehdorn nach zwei Jahren auf dem Manager-Posten? Wie sieht es auf der Baustelle derzeit aus? Welche Herausforderungen erwarten den neuen Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld? Wie steht es um die Aufklärung der Korruptionsskandale? Hartmut Mehdorn im Gespräch mit Dirk Platt.