Carsten Beyer (Bild: Dieter Freiberg, rbb)
Bild: Dieter Freiberg, Inforadio, rbb

Kritiker - Carsten Beyer

Geboren am 26. September 1969 in Augsburg

Erik Satie und Jagger/Richards; Johann Sebastian Bach und Leonard Cohen – ich kann mich in dieser Hinsicht nur sehr schwer festlegen

Welches Orchester würden Sie gern dirigieren?

Ich würde gerne mal die Mitglieder des West Eastern Divan Orchesters zu einer Grillparty einladen. Dirigieren soll sie aber ruhig weiter Daniel Barenboim. Der kann das besser als ich.

Welches Buch könnten Sie immer wieder lesen?

Das letzte Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat, war die Autobiografie von Barack Obama, Dreams from my Father. Aber eigentlich lese ich Bücher immer nur einmal.

Welches Kunstwerk würden Sie am liebsten besitzen?

Ich besitze einige Gemälde des Hamburger Malers Nils Koppruch alias SAM, die ich sehr mag. Aber für einen kleinen Picasso hätte ich durchaus noch Platz.

In welchem Film hätten Sie gern eine Rolle?

Ich glaube nicht, dass ich als Schauspieler besonders geeignet wäre. Aber ich würde Woody Allen schon gerne mal bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie sich gerne unterhalten?

Immer mit meinem nächsten Interview-Partner.

Was ist Ihr Hauptcharakterzug?

Das können nur andere beantworten.

Wann und wo arbeiten Sie am liebsten?

Da, wo ich gefordert bin.

Eine bedeutende Erfindung der Menschheit:

An dieser Stelle kann man es ja ruhig mal sagen: das Radio!

Welcher Architekt sollte Ihr Haus bauen?

Alvar Aalto – und eine kleine finnische Insel könnte er noch dazu entwerfen.

Wo möchten Sie leben?

Eigentlich nur in Berlin. Und irgendwann im Ruhestand dann mal an der Oder, am liebsten auf der polnischen Seite.

Wenn Sie nicht beim Radio wären ...

... würde ich vielleicht irgendwo in einem Berliner oder Brandenburger Klassenzimmer sitzen und meine Schüler anmoderieren.


Rezensionen

Supernova: Colin Firth u. Stanley Tucci © Weltkino Filmverleih
Weltkino Filmverleih

Drama - "Supernova"

Zwei großartige Hauptdarsteller, ein altes Wohnmobil und die herbstliche Landschaft im nordenglischen Lake District. Viel mehr braucht Regisseur Harry Macqueen nicht für seinen Film "Supernova" – eine gelungene Mischung aus Roadmovie und bittersüßem Liebesdrama.

Bewertung:
Nö: Film von Dietrich Brüggemann mit Anne Brüggemann u. Alexander Khuon © Flare Film
Flare Film

Tragikomödie - "Nö"

Zwischen Dina und Michael läuft es eigentlich ganz gut, doch Michael hat Zweifel, ob es wirklich die große Liebe ist. "Ich denke manchmal, wir sollten uns trennen", sagt er eines nachts zu seiner Freundin. Die aber antwortet schlicht und einfach: "Nö!". In 15 Momentaufnahmen entwirft der Berliner Regisseur Dietrich Brüggemann das Bild einer Beziehung, die langsam zu bröckeln beginnt.

Bewertung:
Maxi (l.) und Karl (r.); Quelle: rbb/Sammy Hart
rbb/Sammy Hart

Drama von Christian Schwochow - "Je suis Karl"

Ein Bombenanschlag mitten in Berlin, eine zerstörte Familie und eine ominöse Gruppierung, die sich das Leid der Menschen zunutze macht. In Christian Schwochows Film "Je suis Karl" ist eine Menge los. Doch leider trägt der Regisseur im zweiten Teil seines Films zu dick auf und so rutscht seine Story über rechte Verführer und linke Verführbarkeit ins Kolportagehafte.

Bewertung: