Kunst im Bau: Julia Ziegler – "Die Laternen der Marlene"; © Thomas Ernst
Thomas Ernst

Bis 11. Dezember 2021 - Einladung zur Finissage von "Kunst im Bau"

Das Haus des Rundfunks öffnet zum Ende der Ausstellung "Kunst im Bau" noch einmal seine Türen - rbbKultur lädt am Sonnabend, den 11. Dezember, von 10.00 bis 20.00 Uhr zur öffentlichen Finissage. In je zweistündigen Führungen können Besucherinnen und Besucher das architektonisch einzigartige Haus des Rundfunks entdecken. Kostenfreie Tickets können Sie hier buchen.

Thema

"Schlüterhof"; © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: David von Becker
Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: David von Becker

Verschiedene Ausstellungen - Das Humboldt Forum lädt ein

Seit das Humboldt Forum Ende Juli seine Türen für das Publikum geöffnet hat, sind immer mehr Ausstellungen zu sehen. In unserer Reihe "Ein kritischer Rundgang durch das Humboldt Forum" nehmen wir Sie mit in verschiedene Bereiche des Gebäudes – etwa zur indischen Kunst, in den Bootssaal und zur Höhle der 16 Schwertträger. Unsere Foto-Galerie gibt Einblicke in die Ausstellungen, dazu Videos und Audios zur Geschichte des Stadtschlosses und zur Diskussion über Raubkunst.

Kunst Aktuell

Emeka Ogboh; © Jean Picon
Jean Picon

Ausstellung im Gropius Bau - Der Künstler Emeka Ogboh und seine "Ámà"-Installation

Er war mit seinen Arbeiten auf der Documenta vertreten, auf der Biennale von Venedig, in zahlreichen Museen weltweit. Jetzt hat Emeka Ogboh im Lichthof des Berliner Gropius Baus einen Dorfplatz inszeniert: "Ámà – The Gathering Place". Der Künstler tritt dort auch als DJ auf und hat zu "Ámà" ein Bier gebraut, mit afrikanischen Gewürzen. Andrea Handels hat den in Berliner lebenden nigerianischen Künstler getroffen.

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Carl Blechen: "Das Einfachste und daher Schwerste"; Quelle: Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland
Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland

Carl-Blechen-Ausstellung in der Liebermann-Villa in Wannsee - "Bildaufbau und Farbauswahl sind bei Max Liebermann und Carl Blechen ähnlich"

Carl Blechen (1798-1840) gehört zu den wichtigsten deutschen Landschaftsmalern. Er wurde von Max Liebermann sehr geschätzt, aber auch von Adolf Hitler. Eine Ausstellung in der Liebermann-Villa am Wannsee präsentiert Werke aus der umfassenden Blechen-Sammlung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum - Park und Schloss Branitz. Was an diesen Gemälden und Skizzen so besonders ist, erfahren wir von der Direktorin der Liebermann-Villa Dr. Lucy Wasensteiner, die die Ausstellung kuratiert hat.

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Rezensionen

Zanele Muholi, Bona, Charlottesville, 2015 © Zanele Muholi, Mit Genehmigung der Künstler*in und von Stevenson, Kapstadt/Johannesburg und Yancey Richardson, New York
Zanele Muholi, Mit Genehmigung der Künstler*in und von Stevenson, Kapstadt/Johannesburg und Yancey Richardson, New York

Gropius Bau - Zanele Muholi

Das Leben, Lieben und Leiden von schwarzen Menschen in Südafrika, die nicht binär, sondern lesbisch, schwul, queer, bi-, trans- oder intersexuell sind, steht im Zentrum der Arbeit von Zanele Muholi. Vielfach ausgezeichnet, waren Muholis Fotografien bereits auf der documenta in Kassel und der Venedig-Biennale zu sehen. Jetzt bietet der Gropius Bau in Berlin erstmals in Deutschland einen umfangreichen Überblick über das Werk in einer Ausstellung, die einfach "Zanele Muholi" heißt.

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Bewertung:
Anselm Kiefer: VORMEIN manchmal, freilich, stirbt der Himmel unseren Scherben voraus, 2021; Emulsion, Öl, Acryl, Schellack, Keramik, Draht, Kreide auf Leinwand, 280 x 570 cm; © Anselm Kiefer | Foto: Georges Poncet
Anselm Kiefer | Foto: Georges Poncet

Galerie Bastian - Anselm Kiefer - "Le Dormeur du Val"

2019 erst schenkte die Galeristen-Familie Bastian ihr von David Chipperfield errichtetes Galeriegebäude gegenüber der Berliner Museumsinsel der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die dort ein Zentrum für kulturelle Bildung einrichtete. Im gleichen Jahr eröffnete Sohn Aeneas Bastian eine Galerie in London und jetzt, mit einer Ausstellung von Anselm Kiefer, einen nagelneuen Standort in Berlin-Dahlem, erbaut vom britischen Star-Architekten John Pawson. Es ist in den Augen des Galeristen ein "klares Bekenntnis zu Berlin als wichtigem Kunststandort".

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Johann Erdmann Hummel: Das Schleifen der Granitschale, 1831, Öl auf Pappe (Ausschnitt); © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders
Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders

Alte Nationalgalerie - "Magische Spiegelungen – Johann Erdmann Hummel"

Der Maler, Zeichner und Illustrator Johann Erdmann Hummel wurde 1809 als Professor für Perspektive, Architektur und Optik an die Berliner Kunstakademie berufen. Von Kassel hatte ihn sein Weg über Rom nach Preußen geführt, wo er wegen seiner auffälligen Vorliebe für überaus präzise räumliche Darstellungen den Beinamen "Perspektiv-Hummel" bekam. Mit dieser groß angelegten Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, die mit der Publikation seines Werkverzeichnisses einhergeht, wird Johann Erdmann Hummel jetzt "wiederentdeckt". Nicht zum ersten Mal.

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Blick nach oben im stillgelegten ICC vor dem Start der Ausstellung "The Sun Machine Is Coming Down"; © dpa/Paul Zinken
dpa/Paul Zinken

ICC Berlin - "The Sun Machine Is Coming Down"

Zu ihrem 70. Geburtstag beschenken sich die Berliner Festspiele mit einer zehntägigen "Party" – und ihre Gäste mit einer ganz besonderen "Location": Das Internationale Congress Centrum (ICC) steht seit Jahren verschlossen, war schon dem Abriss geweiht und wurde schließlich unter Denkmalschutz gestellt. Wie ein Raumschiff thront der Koloss an der Stadtautobahn, und als "Raumschiff im Notstrombetrieb" ist das ICC jetzt dank der Berliner Festspiele (wieder) zu entdecken.

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Die Liste der "Gottbegnadeten; hier: Richard Scheibe – Ehrenmal für die Opfer des 20. Juli 1944, Berlin, 1953; © DHM/Foto: Thomas Bruns, 2020
DHM/Foto: Thomas Bruns, 2020

Deutsches Historisches Museum - Die Liste der "Gottbegnadeten"

Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt bereits seit einigen Monaten die Ausstellung "documenta. Politik und Kunst", in der u.a. auch den personellen Kontinuitäten zwischen Nationalsozialismus und bundesrepublikanischer Nachkriegszeit nachgegangen wird. Vertieft wird das durch diese zweite Ausstellung, die den Spuren derjenigen Künstler folgt, die von Hitler und Goebbels 1944 auf die sogenannte "Gottbegnadeten-Liste! gesetzt und damit unter besonderen Schutz gestellt wurden.

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Neue Nationalgalerie: Alexander CalderFive Swords, 1976 © 2021 Calder Foundation, New York / Artists Rights Society (ARS), New York. VG-Bildkunst Bonn, 2021 / Foto: David von Becker
2021 Calder Foundation, New York / Artists Rights Society (ARS), New York. VG-Bildkunst Bonn, 2021 / Foto: David von Becker

Neue Nationalgalerie - "Alexander Calder. Minimal / Maximal"

Von Anfang an, seit ihrer Eröffnung 1968, wird die Neue Nationalgalerie auf ihrer Terrasse flankiert durch eine raumgreifende Plastik des amerikanischen Bildhauers Alexander Calder. Während 'Tête et Queue' jetzt, nach der Sanierung des Gebäudes, wieder draußen steht, feiern sich drin, in Mies van der Rohes gläserner, durchlässiger Halle, Calders und Mies‘ Werk gegenseitig.

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The Lighthouse of Digital Art © Anke Sterneborg
Anke Sterneborg

RAW-Gelände - "The Lighthouse of Digital Art"

Kunst als physisch-sinnliches Gesamterlebnis: Van Gogh als digitale Raum-Erfahrung auf dem Gelände der Station in Kreuzberg, die gespiegelten Infinity-Räume von Yayoi Kusama im Martin Gropius Bau, die kinetischen Licht-Raum-Installationen von "Dark Matter" in Lichtenberg: Die Möglichkeiten moderner Computertechnik lassen digitale Kunstinstallationen boomen. Heute wird auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain eine neue Attraktion eröffnet: "The Lighthouse of Digital Art".

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Nimm Platz! – Ausstellungsansicht; © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/Alexander Schippel
Alexander Schippel

Humboldt Forum | für Kinder von 3 bis 10 Jahren - "Nimm Platz!" - Ausstellung über das Sitzen, Platznehmen und Platz haben

Wie sitzt du eigentlich? Auf einem Stuhl, einem Hocker oder auf dem Boden? Sitzen ist eine alte Kulturtechnik. Menschen haben immer schon viel Zeit damit verbracht, aber nicht immer haben sie auf Stühlen gesessen. In einer der Ausstellungen, mit denen das Humboldt Forum jetzt eröffnet, können Kinder Sitzmöglichkeiten ausprobieren und viel über die Geschichte des Sitzens erfahren. Deine Sitzposition sagt etwas über deinen gesellschaftlichen Status aus und über die Kultur, in der du lebst.

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Joseph Beuys in seiner Wohnung in Düsseldorf, 1981 © Joseph Beuys in seiner Wohnung in Düsseldorf, 1981
Joseph Beuys in seiner Wohnung in Düsseldorf, 1981

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin - "Von der Sprache aus. Joseph Beuys zum 100. Geburtstag"

1985, wenig Monate vor seinem Tod, erklärte Joseph Beuys in einer Rede in den Münchner Kammerspielen, dass sein "Begriff des Plastischen" im Sprechen und Denken beginne. Dieser grundlegenden Bedeutung von Sprache für sein künstlerisches Schaffen geht diese Ausstellung im Hamburger Bahnhof im Jahr seines 100. Geburtstags nach.

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Jüdisches Museum Berlin: Yael Bartana © Auftragsarbeit für das Jüdische Museum Berlin
Auftragsarbeit für das Jüdische Museum Berlin

Jüdisches Museum Berlin - "Yael Bartana – Redemption Now"

"Erlösung Jetzt" - wer hätte sich das nicht zwischendurch gewünscht in diesem Pandemie-Jahr! Gerade in Krisenzeiten haben Heilsversprechen Konjunktur, sind einzelne Gruppen bis hin zu ganzen Nationen empfänglich dafür, was religiöse oder politische Anführer als "Erlösung" anbieten. Mit "Redemption Now" gibt das Jüdische Museum Berlin Einblick in das Werk der israelischen Künstlerin Yael Bartana.

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Pablo Picasso, Les Femmes d’Alger (Version A) © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Allen Phillips / Wadsworth Atheneum
Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Allen Phillips / Wadsworth Atheneum

Museum Berggruen - "Picasso & Les Femmes d’Alger"

Im Winter 1954/55 schuf Pablo Picasso 15 Ölbilder und zahlreiche Grafiken, die heute als Beginn seines Spätwerks und eine seiner wichtigsten Serien gelten: "Les Femmes d'Alger". Als einziges öffentliches Museum in Europa besitzt die Nationalgalerie im Museum Berggruen mit der zwölften Version ("Version L") eines der Bilder aus Picassos Serie. Das war der Anlass für dieses Ausstellungsvorhaben, das nun rund 200 Jahre Kunstgeschichte umspannt.

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Gemäldegalerie: Spätgotik. Aufbruch in die Neuzeit – Ausstellungsansicht, 2021; © Staatliche Museen zu Berlin/David von Becker
Staatliche Museen zu Berlin/David von Becker

Gemäldegalerie - "Spätgotik. Aufbruch in die Neuzeit"

"Fremdartig, barbarisch" - so könnte man das italienische Wort gotico übersetzen. Pate dafür stand der germanische Stamm der Goten und "Gotik" wurde zum Begriff für eine kunsthistorische Epoche, die dem Mittelalter zugerechnet und – wie der Name nahelegt – lange nicht sehr wertgeschätzt wurde. Ihren Ausklang bildet das 15. Jahrhundert, das Gegenstand dieser umfassenden Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie ist.

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Transit Kunstraum © Mike Gessner
Mike Gessner

fabrik Potsdam - "Made in Potsdam 2021: Ein Kunstspaziergang"

Zu einem "Kunstspaziergang" lädt die fabrik Potsdam ein, zu einer Aktion im Rahmen von "Made in Potsdam", dem kleinen Schwester-Festival der Potsdamer Tanztage, eigentlich immer im Januar zu sehen. Mit Filmen und Installationen will die fabrik Potsdam zeitgenössischen Tanz präsentieren und das Corona-konform. Dennoch musste der "Kunstspaziergang" bereits zweimal abgesagt und verschoben werden.

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Thema

Kunst und Politik © rbb
rbb

Podcast - Kunst und Politik – von documenta bis Restitution

Der Staat hat die Kunst immer wieder benutzt, um Politik oder Geld zu machen. Künstler, die das Image der jungen Bundesrepublik gefährdeten, wurden nicht gezeigt. In der DDR werden Sammler enteignet und Kunst in den Westen verkauft. Heute muss sich der Staat positionieren und, von der NS-Raubkunst bis zum kolonialen Humboldt Forum, Lösungen für das Unrecht der Vergangenheit finden.

Vier Folgen Kunst und Politik von Ralf Homann und Mareike Maage

Büste Theodor Heuss und "Große Knieende" in der documenta-Ausstellung des Deutschen Historischen Museums © Gregor Baron
Gregor Baron

DHM-Ausstellung | Podcast | Webdoku - "documenta - Politik und Kunst"

Die documenta als weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst spiegelt seit ihrem Beginn 1955 im Nachkriegs-Deutschland die Verflechtungen von Politik und Kunst. Alle vier bis fünf Jahre geht es nicht nur um Kunstwerke, sondern auch um politische Themen und gesellschaftlichen Wandel. Eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum beleuchtet die Geschichte der documenta. In unserem Podcast sprechen wir darüber, wie der Staat die Kunst immer wieder benutzt hat. Und unsere Webdoku beleuchtet Politik und Skandale der documenta.

Webdoku

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