Demonstration für Solidarität und gegen Rassismus in Berlin 2018 © imago stock&people
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Vielfalt in Arbeit und Gesellschaft - Diversity Tag 2021

Mit dem Diversity Tag - der in diesem Jahr am 18. Mai stattfindet - soll bundesweit für Vielfalt und Toleranz sensibilisiert und ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung gesetzt werden. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 800 Unternehmen mit Aktionen am Diversity Tag. Wir haben für Sie Gespräche mit engagierten Menschen, Literatur-Tipps, Videos sowie Podcast-Empfehlungen zusammengestellt - eine große Vielfalt rund ums Thema.

Aktuell

"Unberührbare" in Indien © Aijaz Rahi
AP

Leben als "Unberührbare" in Indien - Verstoßen, vergewaltigt, verdammt

Zerschnittene Zunge, gebrochene Wirbel, Lähmungen: Verletzungen, die im Oktober 2020 zum Tod einer jungen Inderin geführt haben. Männer aus einer höheren Kaste sollen die Frau aus der untersten Kaste vergewaltigt und gefoltert haben. Die Polizei, auf Seiten der mutmaßlichen Täter, versucht den Fall klein zu reden, ein Landrat schüchtert die Familie des Opfers ein. Gerade in ländlichen Gebieten kann niemand der Hierarchie des Kastenwesens entkommen.

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Hörtipp

Nenn mich nicht: Sophia Wetzke und Hadnet Tesfai © rbb/Gundula Krause
rbb/Gundula Krause

Mit Sophia Wetzke (radioeins) und Hadnet Tesfai (rbbKultur) - Diversity Talk

Wie schaffen wir es, mehr Vielfalt zu leben? Gemeinsam gegen Rassismus zu kämpfen? Darum geht es heute beim Diversity Talk von radioeins und rbbKultur am heutigen Deutschen Diversity-Tag. Unter anderen werden dabeisein die Autor*innen wie Natasha A. Kelly, Olga Grjasnowa und Mohamed Amjahid und über alltäglichen und strukturellen Rassismus, über Sprache und Identität reden.

Nenn mich nicht

Engagierte Menschen

Nur Ben Shalom (Bild: Andrej Grilc)
Andrej Grilc

Konzert-Reihe "Lebensmelodien" - "Mit den Melodien geben wir den Leuten hinter diesen Geschichten eine Stimme"

Der jüdische Musiker Nur Ben Shalom hat ein besonderes Projekt musikalischen Erinnerns. Er sucht gezielt nach der Musik jüdischer Komponisten aus der Zeit vor 1945. Musik, die einmal Teil europäischer Kultur war und jetzt droht, vergessen zu werden. "Wenn wir diese Melodien spielen, geben wir den Leuten hinter diesen Geschichten eine Stimme", sagt er.

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Mohamed Amjahid © M. Heinke / Piper Verlag
M. Heinke / Piper Verlag

Buch - Mohamed Amjahid: "Der weiße Fleck"

Der in Deutschland geborene und in Marokko aufgewachsene Journalist bezeichnet sich selbst als "Autor of Color" und beschreibt in diesem zweiten Buch zum Thema Rassismus, wie ein Wandel im Bewusstsein der weißen Mehrheitsgesellschaft möglich werden könnte.

Katharina Oguntoye; © Carolyn Gammon
Carolyn Gammon

Gespräch - Katharina Oguntoye: Farbe bekennen

Feministisch, schwarz, lesbisch – und sehr allein auf der Suche nach ihrer Identität. So erlebte sich Katharina Oguntoye als junge Frau. Schwarze Deutsche kamen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung nicht vor. Katharina Oguntoye sorgte mit Weggefährtinnen dafür, dass sich das änderte.

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Christina von Braun © Milena Schloesser
Milena Schloesser

Gerade ist ihr Buch "Geschlecht" erschienen - Christina von Braun: "Durch den Feminismus fühle ich mich weniger eingeengt"

Christina von Braun hat viel gemacht und viel erreicht: Nach Jahren als Filmemacherin und freischaffende Autorin hat sie 1994 die Professur für "Geschlecht und Geschichte" an der HU Berlin übernommen und damit Geschlechterforschung und Gender Studies in der universitären Welt mit etabliert. In ihrem neuen Buch erzählt sie von ihrem Aufwachsen als Diplomatentochter und von den weiblichen Vorbildern, die sie in ihrer Familie hatte.

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Jana Hensel (© Kirsten Nijhof/dpa) und Naika Foroutan (© Elmar Kremser/SVEN SIMON/dpa)
Kirsten Nijhof/dpa | Elmar Kremser/SVEN SIMON/dpa

Buch "Die Gesellschaft der Anderen" - Jana Hensel, Autorin und Naika Foroutan, Migrationsforscherin

Jana Hensel kommt aus Ostdeutschland und schreibt über die Erfahrungen Ostdeutscher nach der Wende. Naika Foroutan hat einen iranischen Vater und forscht als Sozialwissenschaftlerin über Migration. Zusammen haben sie ein Buch geschrieben. Darin erzählen sie über Deutschland und die deutsche Gesellschaft - aus ostdeutscher und migrantischer Perspektive. Wie ähnlich sind die Erfahrungen von Migranten und Ostdeutschen?

Literatur-Tipps

Eva Lezzi; © Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk

Roman "Kalter Hund" - Eva Lezzi, Schriftstellerin

Eva Lezzi schreibt in ihrem neuesten Buch "Kalter Hund" aus der Perspektive einer deutsch-türkischen Jugendlichen auf der Suche nach dem Leben und der Liebe. Die 15-jährige Gülay verliebt sich in einen Mann, der sie erst rettet, sich dann aber als Freund von Rechtsextremen entpuppt.

Podcasts

Weltbewegend – ein Podcast über Frauen & Macht © rbbKultur
rbbKultur

rbbKultur Weltbewegend – Frauen und Macht

Jede Folge eine feministische Herausforderung und eine Frau, die die Welt bewegt. Gemeinsam mit Korrespondent:innen und anderen Gesprächspartner:innen nimmt Franziska Walser ausgewählte Staatschefinnen und Führungsfrauen aus der ganzen Welt unter die Lupe. Der Podcast verbindet große Konzepte wie "Feministische Außenpolitik" mit politischen Alltagsfragen wie z.B. Warum dürfen Mütter erst seit Kurzem im Parlament stillen? Und warum wird jede Politikerin irgendwann mit der "Iron Lady" Margaret Thatcher verglichen?

Der feine Unterschied | Heide Oestreich © rbb/Gundula Krause
rbb/Gundula Krause

rbbKultur Der feine Unterschied - Die feministische Kolumne von Heide Oestreich

Wir werden immer gleicher – in unserem Anspruch, gesehen und gehört zu werden. Zugleich streiten wir hochdramatisch über unsere Unterschiede. Zum Beispiel über diese winzig kleine Differenz zwischen "Frauen" und "Männern". Über Herkünfte und Hautfarben, die Art, wie wir lieben oder unser Geschlecht definieren. Immer geht es ums Ganze: um unsere mühsam gebastelten Selbstbilder. Wehe, jemand kratzt daran! Heide Oestreich beguckt sich in unserer feministischen Kolumne den feinen Unterschied, den wir alle machen – jeden Freitag auf rbbKultur und überall, wo es Podcasts gibt.

Saal 101 © dpa | Montage: BR Nadja Dall' Armi
dpa | Montage: BR Nadja Dall' Armi

rbbKultur Saal 101 – Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess in 24 Teilen

6. Mai 2013, Oberlandesgericht München: Im Saal A 101 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte. Es ist das größte Rechtsterrorismusverfahren der deutschen Geschichte. Zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle wurden vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) um Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos verübt. Das Dokumentarhörspiel verdichtet 6000 Seiten Protokolle und Notizen der ARD-Gerichtsreporter zu einem einzigartigen Stück Zeitgeschichte und liefert tiefe Einblicke in deutsche Abgründe.

Videos

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  • Musikerin Achan Malonda. (Quelle: rbb/RBB Kultur - Das Magazin)
    rbb/RBB Kultur - Das Magazin
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    Musikerin Achan Malonda

  • Mnyaka Sururu Mboro vom Verein "Berlin Postkolonial". (Quelle: rbb/RBB Kultur - Das Magazin)
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    Die Umbenennung der M-Straße

  • Alain Missala Gründer von <<Black Dads Germany>> mit seiner Tochter. (Quelle: rbb/RBB Kultur - Das Magazin)
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    4 min

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    Diverses Spielzeug

  • Nenn mich nicht "Geh nach Hause" - Jaafar Abdul Karim
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    Nenn mich nicht...

  • Autorin Sharon Dodua Otoo. (Quelle: rbb/RBB Kultur - Das Magazin)
    rbb/RBB Kultur - Das Magazin
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    Autorin Sharon Dodua Otoo

  • Das Ende der Unterdrückung
    rbb
    4 min

    Das Ende der Unterdrückung

  • Die Künstlerin Katerina Voronina vor ihrem Wandbild "Brave Wall" in Berlin-Kreuzberg.
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    3 min

    ''Brave Wall'' für die Frauenrechte

  • Ben Nur Schalom (Bild: Andrej Grilc)
    Andrej Grilc
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    Nur Ben Shalom trägt Lebensmelodien weiter

  • Backkünstler Idan Chabasov. (Quelle: rbb/RBB Kultur - Das Magazin)
    rbb/RBB Kultur - Das Magazin
    3 min

    Backkünstler Chabasov

  • Das Werk „Soldiers - The Nineties“ (1999/2020) von Wolfgang Tillmans hängt in der Ausstellung «Masculinities: Liberation through Photography» im Gropius Bau. Die Ausstellung ist vom 16.10.2020 bis 10.01.2021 zu sehen. (Quelle: dpa/C. Gateau)
    dpa/C. Gateau
    3 min

    Fotoausstellung ''Masculinities''

Claim: Gemeinsam sind wir Vielfalt (Quelle ARD)
ARD

Diversity-Tag 2021 im rbb

Am 18. Mai ist Diversity-Tag in Deutschland. Unter dem Motto "Gemeinsam sind wir Vielfalt" beteiligt sich der Rundfunk Berlin-Brandenburg mit einem umfangreichen Programmangebot im Radio, Fernsehen und online am Themenschwerpunkt der ARD.