Academy Kreuzberg: #13 rückwärts – mit Lana Gansemer, Tatjana Mahlke u.a.; Montage: rbbKultur
Academy Kreuzberg
6 min

27. Januar 2022 - Holocaust-Gedenktag: Erinnerung wach halten

Mit vielen Veranstaltungen wird heute bundesweit an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 77 Jahren und die von den Nationalsozialisten ermordeten Opfer erinnert. In der Gedenkstunde des Bundestages wird diesmal die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher zu den Abgeordneten sprechen. In Berlin führen Jugendliche der Academy Kreuzberg ein Tanzstück auf, das im Video-Livestream zu sehen ist. Es geht um Wut, Scham und Entsetzen - aber auch um die Möglichkeit, etwas zu tun.

Aktuell

Gedenkblätter von Holocaust-Opfern und ihre Lebensgeschichte sowie Fotografien in der Halle der Namen im Holocaust-Denkmal Yad Vashem © Ian Vogler
PA Wire

Interview - Therapie für die Nachkommen von Holocaust-Überlebenden

Für viele Familien, die direkt vom Holocaust betroffen waren, ist das Verdrängen entscheidend gewesen. Die Überlebenden des Holocaust konnten oft nicht über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen. Und so haben diese traumatischen Erlebnisse sich indirekt auf ihre Familien ausgewirkt. Die Ärztin und Psychoanalytikerin Agnieszka Rubinroth hilft Menschen der zweiten oder dritten Generation von Holocaust-Überlebenden therapeutisch.

Hilde Simcha © rbb/Maria Ossowski
rbb/Maria Ossowski

Holocaust-Gedenktag - Berlin-Auschwitz-Israel: Das Schicksal von Hilde Simcha

Sie spielte Geige und überlebte Auschwitz im Mädchenorchester. Hilde Simcha, geboren als Hilde Grünbaum, stammt aus Berlin und erinnert eine glückliche, kultivierte Kindheit - bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten. 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und überlebte nur durch Glück. Maria Ossowski hat sie im Kibbuz in Israel anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz besucht. Ein Porträt.

Ronen Steinke © Amin Akhtar
Amin Akhtar

Jahrestag der Befreiung von Auschwitz - 80 Jahre Wannsee-Konferenz: Die letzten NS-Prozesse

Auschwitz war das größte Lager der Nationalsozialisten, es wurde zum Symbol der Hölle auf Erden. Über eine Million Menschen wurden dort ermordet. Über den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers und seine Bedeutung sprechen wir mit Ronen Steinke. Er ist Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, aber auch Autor mehrerer Bücher zum Thema, unter anderem über den Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess initiierte.

Fridolin Schley: Die Verteidigung; Montage: rbbKultur
Hanser Berlin

Roman über Nürnberger Kriegsverbrecherprozess - Fridolin Schley: "Die Verteidigung"

In seinem Roman "Die Verteidigung" rückt Fridolin Schley den vorletzten Nürnberger Kriegsverbrecherprozess ins Zentrum. Angeklagt waren Diplomaten und und hochrangige NS-Bürokraten, darunter - der heute prominenteste Angeklagte - Ernst von Weizsäcker. Dessen Sohn Richard, der spätere Bundespräsident, gehörte als junger Mann dem Verteidigerteam seines Vaters an. Ernst von Weizsäcker wurde in diesem Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Bild zum Film: Verleugnung, Quelle: rbb/Degeto/© 2016 Bleecker Street
rbb/Degeto/© 2016 Bleecker Street

Film im rbb - Verleugnung

Die Historikerin Deborah Lipstadt zieht gegen den Holocaustleugner David Irving vor Gericht. Ein packendes Drama mit Starbesetzung. Die Hauptdarsteller Rachel Weisz (Oscar-Preisträgerin für ihre Rolle in "Der ewige Gärtner"), Timothy Spall (Hauptrolle in "Mr. Turner – Meister des Lichts") und Tom Wilkinson (Oscar-nominiert für seine Rolle in "Michael Clayton") glänzen mit herausragenden Leistungen.

Autor Achim Doerfer. (Quelle: RBB Kultur - Das Magazin)
RBB Kultur - Das Magazin
6 min

Buch "Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen" - Erinnerungskultur

Quentin Tarrantinos Film "Inglorious Basterds" hat 2012 Deutschland-Premiere in Berlin. Es ist ein umjubelter Film, denn erstmals wird davon erzählt, wie eine jüdische Brigade sich an Nazis rächt. Was im Film überspitzt wird, ist ein Thema, das zu oft unerwähnt bleibt, findet der Autor Achim Doerfer: jüdische Rache und Widerstand.

Mehr zum Thema

Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz in Berlin – Speisezimmer © dpa/Thilo Rückeis/TSP
dpa/Thilo Rückeis/TSP
6 min

Haus der Wannsee-Konferenz - 80 Jahre Wannsee-Konferenz

Was geschah vor 80 Jahren und was wurde aus den Teilnehmern der Wannsee-Konferenz? Wir begleiten den Historiker Jakob Müller, der im Haus der Wannsee-Konferenz arbeitet und blicken auf einen neuen Fernsehfilm des ZDF, der die Konferenz beschreibt.

Arte

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland; © rbbKultur
rbbKultur

rbbKultur - Das Magazin - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 321 wurde in einem Edikt des römischen Kaisers Konstantin zum ersten mal die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland erwähnt. Das war der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Das alles spielte zwar in Köln, war aber für ganz Deutschland der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Bei rbbKultur führen wir die Erinnerung fort – hören Sie Gespräche, Musik und finden Sie traditionelle Rezepte.

Auschwitz und ich © rbb
rbb

Eine Geschichte des Überlebens - Auschwitz und Ich

Am 27. Januar 2020 ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Weil immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus erster Hand berichten können, ändert sich die Gedenkkultur. Eine wichtige Stellung hat dabei neben der historischen Forschung die Kunst. Die Webseite "Auschwitz und Ich" nimmt die Bilder des Auschwitz-Überlebenden David Olère zum Ausgangspunkt, um zu fragen "Was kann jede*r Einzelne tun?" - damit die Opfer in Erinnerung bleiben und sich die Geschichte nicht wiederholt.

Sendung + Podcast

Podcast | Der zweite Gedanke © rbbKultur
rbbKultur

Do 19:00 - 19:30 Uhr - Der Zweite Gedanke

Debatte mit Natascha Freundel & Gästen

Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. rbbKultur-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.