Ein Mikrofon auf einer Bühne (Quelle: Colourbox)

Konzertkritiken

Konzert- und Opernkritiken hören Sie in rbbKultur von Montag bis Samstag um 7:45 Uhr.

Weitere Rezensionen

Screenshot: #konzertZUhaus; © Konzerthaus Berlin/Marco Borggreve
Konzerthaus Berlin/Marco Borggreve

Konzerthaus Berlin - #konzertZUhaus

Das Konzerthaus ist schon zu normalen Zeiten ein Labor für interessante Formate. Nun läuft es in Zeiten von Corona zu großer Form auf: in seinem Online-Auftritt. Da gibt es für jeden etwas.

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Igor Levit; © SONY/Felix Broede
SONY/Felix Broede

Hauskonzert via Twitter - Igor Levit, Klavier

In Zeiten von coronabedingter Absage aller Konzerte mit Publikum gibt der Pianist Igor Levit jeden Abend um 19 Uhr ein kleines Hauskonzert. Diesmal Busoni. Ernsthaft und mit Haltung. Und wichtiger denn je.

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Konzerthaus Berlin Lang Lang
Markus Werner

Konzerthaus Berlin - Wir spielen für Sie. Live aus dem Konzerthaus Berlin

Der rbb und das Konzerthaus Berlin haben Welstars live von der Bühne des Konzerthauses zu den Menschen in Berlin und Brandenburg gebracht: "Wir spielen für Sie. Live aus dem Konzerthaus" - so das Motto des Abends. rbbKultur hat das Konzert live im Radio und online im Livestream übertragen und senden es am Sonntag im rbb Fernsehen.

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Berliner Philharmonie
rbb/Schirmer/Berliner Philharmoniker

Digital Concert Hall - Philharmoniker und Simon Rattle ohne Publikum

Die Philharmonie Berlin wird bis zum 19. April geschlossen – als Maßnahme, um der Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle haben sich allerdings entschlossen, ihr geplantes Konzert mit Berios Sinfonia und Bartóks Konzert für Orchester trotzdem zu geben. Ohne Publikum hat es stattgefunden, exklusiv in der Digital Concert Hall.

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Simon Rattle (Quelle: Berliner Philharmoniker/Stefan Rabold)
Berliner Philharmoniker/Stefan Rabold

Philharmonie Berlin - Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker

Beethovens einziges Oratorium "Christus am Ölberge" findet man eher selten auf den Programmzetteln. Doch jetzt ist es in drei Konzerten mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern zu hören. Außerdem dirigiert Rattle Richard Strauss' Konzert für Oboe und kleines Orchester - mit Jonathan Kelly, seit 2003 Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker.

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Enrique Mazzola musikaische Leitung "Les Contes d'Hoffmann" © Deutsche Oper Berlin
Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin - "Dinorah"

Als Jakob Meyer Beer in der Mark Brandenburg geboren, ging er nach Italien, lernte den Belcanto und wurde berühmt als Giacomo Meyerbeer. In Paris gelang Meyerbeer der große Durchbruch, denn er schrieb die besten Grand Opéras seiner Zeit. Davon kann man sich nun in der Deutschen Oper überzeugen.

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Yusif Eyvazov and Anna Netrebko © Vyacheslav Prokofyev/TASS/dpa
Vyacheslav Prokofyev/TASS/dpa

Philharmonie Berlin - Anna Netrebko & Yusif Eyvazov

Sie werden PR-wirksam als das "Traumpaar der Klassik" vermarktet. Und doch ist die Philharmonie nicht ausverkauft. Yusif Eyvazov kann Anna Netrebko nicht das Wasser reichen. Aber man huldigt einem Superstar, das muss an diesem Abend genügen.

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Kent Nagano; © Felix Broede
Felix Broede

Philharmonie Berlin - Kent Nagano dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin

Ein alter Bekannter war am Sonntag Abend zu Gast beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin, beim DSO, der Amerikaner Kent Nagano. Von 2000 bis 2006 hat er dieses Orchester geleitet, inzwischen ist er dessen Ehrendirigent. Nagano leitet heute das Philharmonische Staatsorchester Hamburg und das Orchestre symphonique de Montréal in Kanada.

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Christoph Eschenbach; Foto: Gregor Baron
Gregor Baron

Konzerthaus Berlin - Christoph Eschenbach dirigiert das Konzerthausorchester Berlin

Am 20. Februar wurde er 80 Jahre alt: der Pianist und Dirigent Christoph Eschenbach. Beim "Geburtstagfest für Christoph Eschenbach" stand der Chefdirigent selbst am Pult seines Konzerthausorchesters und dirigierte Brahms' dritte Sinfonie und die "Sinfonie für Klavier und Orchester" - mit Tzimon Barto. Eine Konzertkritik von Clemens Goldberg.

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Guy Braunstein © Gregor Baron
Gregor Baron

Pierre Boulez Saal Berlin - Martha Argerich und Guy Braunstein

Der erste Duoabend von Martha Argerich und Guy Braunstein. Tigertatze trifft auf Ausdrucksspieler. Was sie spielen, ist eigentlich schon egal. Beide ergänzen einander auf traumhafteste Weise. Musik in Vollendung. Glücklich, wer das erlebt hat.

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Aufnahme aus eine Szene des Theaterstücks <<Betterplazes>> and der Oper Neukölln. (Quelle: neukoellneroper.de/M. Heyde)
neukoellneroper.de/M. Heyde

Neuköllner Oper - "Betterplazes"

"Betterplazes", benannt nach einer in Kreuzberg anstatt Google eingezogenen Spendenplattform, meint einerseits die bessere Welt, die wir erträumen. Andererseits ist "Better" der Firmenname einer googleähnlichen, amazonmächtigen Internetplatform, gegen die in Kreuzberg die beiden Jugendlichen Timo und Sven zu Felde ziehen.

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Ainārs Rubiķis ist der Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin © Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Komische Oper Berlin - Orchester der Komischen Oper Berlin spielt Sinfoniekonzert 4

Das vierte Sinfoniekonzert des Orchesters der Komischen Oper Berlin fand unter seinem Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis am Valentinstag statt. Auf dem Programm standen u.a. Werke von Schostakowitsch, Debuss und Ravel. Als Solistin war Arabella Steinbacher in Korngolds Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 zu hören.

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Staatsoper Berlin: Der Rosenkavalier, hier: Camilla Nylund in der Rolle der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg; © imago-images/Stefan Zeitz
imago-images/Stefan Zeitz

Staatsoper Berlin - "Der Rosenkavalier"

Richard Strauss suchte für seine Oper "Der Rosenkavalier" nach einem leichteren, heiteren Stoff im Stil von Mozarts Opernkomödien. Dafür wurde er von Hugo von Hofmannsthal unterstützt. Gestern fand  Premiere des "Rosenkavaliers" unter musikalischer Leitung von Zubin Mehta statt.

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Lucile Richardot; © Igor Studio
Igor Studio

Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin - "Perpetual Night"

Das Ensemble "Correspondances" und die Mezzosopranistin Lucile Richardot lud uns ein auf eine Reise: zu den Geheimnissen der Nacht, dem Gang Orpheus' in die Unterwelt, den Bangigkeiten der Liebe, dem Betrauern des Verlusts.

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Kirill Petrenko dirigiert Mahlers Sechste Symphonie © Stephan Rabold
Stephan Rabold

Philharmonie Berlin - Kirill Petrenko dirigiert Mahlers Sechste

Mahlers 6. Sinfonie ist hoch aktuell. Man kann bei all den Märschen, der Gefahr, der Beklemmung, der Gewalt an unsere sich zuspitzende Bedrohung denken. Bei den Kuhglocken der Sinfonie, die immer gefährdet und isoliert erscheinen, auch an den Klimawandel. Schon damals war die Natur gefährdet, ein idealisiertes Idyll.

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Der Rundfunkchor Berlin.
Rundfunkchor/Jonas Holthaus

RundfunkchorLounge im silent green Kulturquartier - "Spice Girls"

Die zweite RundfunkchorLounge der Saison war gestern im "silent green Kulturquartier" im Berliner Wedding zu erleben. Im Mittelpunkt standen Werke von Komponistinnen und Künstlerinnen. Gayle Tufts hat den Abend moderiert und DJ Malfatti für die Lounge-Klänge gesorgt ...

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YOUNG SINGERS I: Yajie Zhang (links) und Kieran Carrel (rechts)
© Swinkels van Hees | © Jessica Meier

Pierre Boulez Saal - Young Singers I: Yajie Zhang & Kieran Carrel

Junge Sänger in einem Liederabend mit Schubert zu erleben ist ein Geschenk für alle Beteiligten. Für den deutsch-britischen Sänger Kieran Carrel und die Sängerin Yajie Zhang aus China bot die intime Situation im Boulez Saal eine Möglichkeit, sich zu profilieren.

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Maxim Vengerov © dpa / Franz Neumayr
dpa / Franz Neumayr

Philharmonie Berlin - Armenian State Symphony Orchestra und Maxim Vengerov, Violine

Armenische Musik – da fällt einem in der Regel nur Aram Chatschaturjan und dessen unverwüstlicher Säbeltanz ein. Das kleine Land im Kaukasus hat jedoch weit mehr spannendes Repertoire hervorgebracht. In deutschen Konzertsälen ist es allerdings schwierig, davon etwas kennenzulernen. Nun bestand die Möglichkeit, ein größeres Werk kennenzulernen – in der Philharmonie in Berlin. Das Armenian State Symphony Orchestra aus der Hauptstadt Jerewan mit seinem Chefdirigenten Sergey Smbatyan war zu Gast – mit einem Weltstar als Solisten, nämlich dem russischen Geiger Maxim Vengerov.

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"Pierre-Boulez-Saal"; © rbb/Carsten Kampf
rbb/Carsten Kampf

Pierre Boulez Saal - Quartetto Teatrale

Das noch junge Streichquartett der Staatskapelle Berlin spielt Streichquartette großer Opernkomponisten und zeigt dabei seine Qualitäten im Zusammenspiel, aber auch manches, was der Formation noch an Gestaltungskraft fehlt.

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Spectrum Concerts
© Spectrum Concerts

Philharmonie Berlin | Kammermusiksaal - Spectrum Concerts: 32. Saison 2020

Die Spectrum Concerts Berlin verstehen sich auch in ihrer 32. Ausgabe als Brücke zwischen europäischer und amerikanischer Musik. Beim Eröffnungskonzert standen Werke von Edward Elgar, Karl Amadeus Hartmann, Andrzej Panufnik und Béla Bartók auf dem Programm. Clemens Goldberg berichtet vom Abend.

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Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn - Vol. 9; © Thomas Nitz
Thomas Nitz

Bar jeder Vernunft - Pigor & Eichhorn: Das Neujahrskonzert

Das Neujahrskonzert der beliebten Musikkabarettisten Pigor & Eichhorn hat Tradition. Zusammen mit ihrer gut gelaunten Band läuten sie das noch jungfräuliche Jahr ein. Wieviel Spaß das macht, verrät Kritiker Kai Luehrs-Kaiser.

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Musikfest Berlin 2019/ Jonas Holthaus: Rundfunkchor Berlin
Musikfest Berlin 2019/ Jonas Holthaus

Berliner Dom - Weihnachtskonzert

Das Berliner Weihnachtskonzert des Rundfunkchors im Berliner Dom ist längst eine schöne Tradition geworden – in diesem Jahr mit einem rein britischen Programm mit Werken von Judith Weir, Matthew Martin, Judith Bingham und Owain Park. Clemens Goldberg hat das Konzert in der riesigen Kuppelhalle gehört.

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Die Goldenen 20er Jahre im Admiralspalast © Christian Kleiner
Christian Kleiner

Admiralspalast - Berlin Berlin. Die große Show der Goldenen 20er Jahre

Allerspätestens seit der Serie "Babylon Berlin" wird das Berliner Nachtleben vom Ende der 1920er Jahre so richtig gefeiert. Die neue Show "Berlin Berlin", die am 19.12. im Admiralspalast Weltpremiere hatte, sattelt da drauf und präsentiert Größen wie Josephine Baker, Anita Berber, Marlene Dietrich und die Comedian Harmonists mehr oder weniger überzeugend.

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Ensemble der Karajan-Akademie der Stiftung Berliner Philharmoniker; © Peter Adamik
Peter Adamik

Kammermusiksaal der Philharmonie - Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und Reinhard Goebel

"Die Vier Jahreszeiten" - ungezählt sind die Einspielungen der berühmten vier Violinkonzerte. 1725, zum Zeitpunkt der Entstehung, hatte Antonio Vivaldi den Höhepunkt seiner Kompositionskunst erreicht und mit "Le Quattro Stagioni" demonstriert er das ganze Spektrum seiner Kunst. Reinhard Goebel und die Karajan-Akademie präsentieren den Konzertzyklus neben weiteren Konzerten des venezianischen Komponisten im Kammermusiksaal der Philharmmonie.

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©Vision String Quartet
Vision String Quartet

Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin - vision string quartet

Der Primarius ist krank, aber kein Problem für das vision string quartet: Vineta Sareika vom Artemis Quartett springt ein. Und so gibt es zwar keinen Jazz und keinen Pop, dafür aber ein traumhaft gespieltes d-Moll-Quartett von Schubert.

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RIAS Kammerchor © Matthias Heyde
Matthias Heyde

Konzerthaus Berlin - Akademie für Alte Musik Berlin und der RIAS Kammerchor

Wie mitreißend Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts sein kann, zeigt die Akademie für Alte Musik Berlin zusammen mit Solisten und dem RIAS Kammerchor in dieser Saison gleich in fünf Konzerten. Im Mittelpunkt steht Johann Sebastian Bach. Gestern erklangen im Konzerthaus Berlin Bachs Adventskantaten sowie seine älteste erhaltene Weihnachtskantate.

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Komische Oper Berlin: "La Traviata" © Iko Freese / drama-berlin.de
Iko Freese / drama-berlin.de

Komische Oper Berlin - "La Traviata"

In Verdis "La Traviata" nach dem Bestseller "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas jr. geht es um Liebe, Leiden und Tod. Die Regisseurin Nicola Raab hat das berühmte Seelendrama an der Komischen Oper neu interpretiert.

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Camille Saint-Saens: Samson et Dalila | Staatsoper Berlin | © Matthias Baus
© Matthias Baus

Berliner Staatsoper - Camille Saint-Saens: Samson et Dalila

Die biblische Geschichte von Samson und Dalila in der musikalischen Version von Saint-Saens ist bis heute ein Hit – das Werk gehört zu den berühmtesten französischen Opern überhaupt. Gesten Abend war Premiere an der Berliner Staatsoper mit Elina Garanca als Dalila und Daniel Barenboim am Pult. 

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Lazarus - Lonely Child © Stefan Gloede
Stefan Gloede

Potsdamer Winteroper - "Lazarus - Lonely Child"

Seit vielen Jahren produzieren die Kammerakademie Potsdam und das Hans Otto Theater die "Potsdamer Winteroper". In diesem Jahr mit geistlichem Musiktheater von Franz Schubert und Claude Vivier ...

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Cuarteto Quiroga und Javier Perianes (2. v.r.); © Promo
Cuarteto Quiroga

Konzerthaus Berlin - Cuarteto Quiroga & Javier Perianes

Der spanische Geiger Manuel Quiroga erlitt 1937, im Alter von 46 Jahren, einen so schweren Unfall, dass er danach nicht mehr spielen konnte. Dennoch gilt er heute vielen spanischen Violinisten als Vorbild. So sehr, dass sich ein Streichquartett aus Madrid nach ihm benannt hat: das Cuarteto Quiroga.  

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Konzerthaus Berlin: Iceland Symphony Orchestra und Vikingur Olafsson; © Markus Werner
Markus Werner

Konzerthaus Berlin - Sound of Iceland

Zum Abschluss des Islandfests am Konzerthaus Berlin gastierte das Iceland Symphony Orchestra zusammen mit dem derzeitigen Artist in Residence am Konzerthaus, Víkingur Ólafsson.

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Deutsche Oper Berlin: "Heart Chamber", Regie: Claus Guth, Uraufführung am 15. Novemberi 2019; hier: Patrizia Ciofi (Sie); © Michael Trippel/DOB
Michael Trippel/DOB

Deutsche Oper Berlin - "Heart Chamber"

Eine Oper über die Liebe wollte die israelisch-amerikanische Komponistin Chaya Chernowin komponieren. Herausgekommen sind Fragmente einer Sprache der Liebe. Genauer: einer Fremdsprache.

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Tipi am Kanzleramt: "Ursli & Toni Pfister als Cindy & Bert"
© Fokke Hoekman

Tipi am Kanzleramt - Ursli & Toni Pfister als Cindy & Bert

Mit ihrer neuen Show im Tipi am Kanzleramt laden Ursli & Toni Pfister zur großen "Samstagabendshow" ein. Sie entführen ihr Publikum in die Welt der Schlager der Siebzigerjahre und verwandeln sich in das Schlagerduo "Cindy & Bert": "So, als ob du schwebtest"

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Jan Lisiecki © Peter Rigaud
Peter Rigaud

Philharmonie Berlin - Orpheus Chamber Orchestra mit Jan Lisiecki

Ein poetisches, ausgereiftes Spiel - das wird Jan Lisiecki bescheinigt. Der 24 Jahre alte Pianist ist international bekannt, anerkannt und ausgezeichnet. Jetzt hat er mit dem  Orpheus Chamber Orchestra in der Philharmonie Berlin gespielt.

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Staatsoper: Il primo omicidio; hier: Olivia Vermeulen (Abel), Kristina Hammarström (Cain) und Arttu Kataja (Stimme von Luzifer); © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Staatsoper Unter den Linden Berlin - "Il Primo Omicidio"

Alessandro Scarlatti gilt mit seinem vielfältigen Werk als wegweisender Reformer der Barockmusik. Im Rahmen der Barocktage ist nun sein Oratorium "Il Primo Omicidio" über den ersten, biblisch verbürgten Brudermord von Kain an Abel zu erleben.

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"Love, you son of a bitch", Staatsoper Unter den Linden © Gianmarco Bresadola
© Gianmarco Bresadol

Staatsoper Unter den Linden Berlin - "Love, you son of a bitch"

Ausgehend von Kantaten zum Thema Liebe von Alessandro Scarlatti versucht die Regisseurin Letizia Renzini einen multimedialen Abend mit Musik, Tanz, Elektronik und Video und bleibt mit diesen vielen Elementen doch nur an der Oberfläche.

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Staatstheater Cottbus: "Effi Briest" mit Liudmila Lokaichuk (Effi); (im Hintergrund v.l.n.r.) Gesine Forberger (Luise), Zela Corina Calita (Hulda), Debra Stanley (Bertha) und Rahel Brede (Hertha); © Marlies Kross
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "Effi Briest"

Im Fontane-Jubiläumsjahr soll auch eine Fontane-Oper nicht fehlen: "Effi Briest". Am Samstag wurde sie in Cottbus uraufgeführt, komponiert von keinem Geringeren als Siegfried Matthus. Das Libretto hat sein Sohn Frank nach dem berühmten Roman von Theoder Fontane geschrieben.

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Gidon Kremer © Angie Kremer
Angie Kremer

Konzerthaus Berlin - Das Konzerthausorchester mit Gidon Kremer

Eine zehntägige Hommage widmet das Konzerthaus Berlin dem großen Geiger Gidon Kremer. Den Auftakt gab es gestern Abend: Das Konzerthausorchester spielte unter der Leitung von David Zinman Werke von Sofia Gubaidulina und Franz Schubert.

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Ute Lemper; Foto: Gregor Baron
Gregor Baron

Philharmonie Berlin - Kammerakademie Potsdam und Ute Lemper – "Die sieben Todsünden"

Die 30er Jahre mit ihren Krisen, dem Großstadttreiben, der rauschenden Kultur, der Kriegsdrohung – sie sind heute wieder sehr aktuell. Die KAP mit Antonella Manacorda präsentierten sich in Hochform, vielfältig waren die stilistischen und virtuosen Herausforderungen. Besonders bestachen an diesem Abend die Bläser und der Akkordeonist.

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The Bassarids, hier: Günter Papendell (Pentheus), Chorsolisten der Komischen Oper Berlin; © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin - "The Bassarids"

Schon bei Wiederausgrabungen in München und Salzburg wurden "Die Bassariden", Hans Werner Henzes Version der "Bakchen" des Euripides, als Hauptwerk aufgefasst. Harter Tobak. Dagegen ist "Elektra" ein Ammenmärchen, schließlich geht es darum, dass eine rasende Mutter ihren Sohn in Stücke reißt. Die Rolle der Agaue war in den 70er Jahren an der Schaubühne einer der epochalen Triumphe von Edith Clever. Auch diesmal verfehlt der Stoff seinen Katharsis-Effekt nicht (gemäß jener griechischen Erschütterungstheorie, nach dem wir uns von Mitleidsgefühlen reinigen, die wir verspüren). Das Ende der Aufführung kreiert eine Schrecksekunde des Schweigens, wie ich das an der Komischen Oper, wo man sonst gern drauflos applaudiert, kaum je erlebte. Hut ab.

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Rio Reiser – Mein Name ist Mensch © Franziska Strauss
© Franziska Strauss

Schauspielmusical von Frank Leo Schröder und Gerd C. Möbius - "Rio Reiser – Mein Name ist Mensch"

Nach musikalischen 'Biographicals' über Udo Jürgens, Udo Lindenberg, Doris Day und Hilde Knef ist man mittlerweile bei den Underground-Größen angelangt. Rio Reiser, trotz kommerziellen Groß-Erfolgen wie "König von Deutschland" und "Junimond", war ja doch eine Gegen-Ikone, ein Held des Anti-Establishment. Nächstes Jahr wäre er 70 Jahre alt geworden. Zu erleben, wie der Hymnen-Schreiber der Hausbesetzer-Bewegung, zugleich schwules PDS-Mitglied, ausgerechnet in der Komödie am Kurfürstendamm ankommt, ist leicht skurril. Hier standen zur Premiere Eberhard Diepgen, Dagmar Frederic und Otfried Laur auf der Gästeliste; keine geborenen Freunde. Die Standing ovations müssen also als Zeichen gewertet werden, dass die Komödie eine Off-Kehrtwende siegreich vollzogen hat. Ein guter Abend!

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Staatsoper Berlin - Die lustigen Weiber von Windsor, hier: Mandy Fredrich (Frau Fluth) und Michaela Schuster (Frau Reich); © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Staatsoper Berlin - "Die lustigen Weiber von Windsor"

An der Staatsoper liegt die letzte Neuinszenierung der "Lustigen Weiber von Windsor" 35 Jahre zurück. An der Deutschen Oper (in der Inszenierung von Winfried Bauernfeind) ähnlich lange. Das liegt nicht an Otto Nicolai, dem eine meisterhafte Shakespeare-Vertonung gelang – wie man bei dieser Premiere durchaus feststellen kann.

Bewertung:
Chefdirigent DSO Robin Ticciati © Peter Adamik
Peter Adamik

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin - Robin Ticciati

Es ist schon spannend, vermutliche eine Weltpremiere, wenn ein Orchester zu Anfang ohne Dirigenten improvisiert. Aufeinander hören muss man, oder sollte man ja sowieso. Natürlich ist es auch spannend, wer denn da so die Initiative für einzelne Melodien übernimmt und wie die Anderen das aufgreifen. Das Resultat war zwar erwartbar und man muss das nicht so oft hören, aber das Orchester könnte das ja als Teambuilding bei sich einführen!

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DSO Berlin: Rusalka | Bass Alexander Roslavets als Wassermann und Sopranistin Sally Matthews als Rusalka © DSO/Kai Bienert
DSO/Kai Bienert

Musikfest Berlin - "Rusalka"

Mit Dvořáks Nixenoper "Rusalka" geht das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in die Saison und gleichzeitig das Musikfest Berlin zu Ende. – Das lyrische Märchen als konzertante Aufführung. Dirigiert von Robin Ticciati.

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Deutsche Oper Berlin: Wolfsschlucht © Marcus Lieberenz/bildbuehne.de
Marcus Lieberenz/bildbuehne.de

Deutsche Oper Berlin - "Wolfsschlucht"

Zwei Jahrhunderte ist Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz" bald alt, und wie aktuell nach wie vor und mehr denn je Klassik ist, bewies der junge Komponist Malte Giesen mit seiner Überschreibung an der Deutschen Oper Berlin.

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Musikfest Berlin 2019/ Doug Peters: London Symphony Orchestra; Sir Simon Rattle
Musikfest Berlin 2019/ Doug Peters

Musikfest Berlin | Philharmonie Berlin - London Symphony Orchestra

Er ist wieder da: Sir Simon Rattle. Im Rahmen des Musikfestes Berlin war der Dirigent gestern am Pult des London Symphony Orchestra zu erleben. Clemens Goldberg hat das erste Berliner Gastspiel des Orchesters unter Rattles Leitung miterlebt.

Bewertung:
Deutsche Oper Berlin: "La forza del destino"; © Thomas Aurin
Thomas Aurin

Deutsche Oper Berlin - "La forza del destino"

Verglichen mit dem Vorgänger-Skandal anno 1982, damals in der Regie von Hans Neuenfels mit rollenden Panzern, kann sich der Castorf-Radau der neuen "Forza" sehen lassen.

Bewertung:
Orchestre Révolutionnaire et Romantique © Chris Christodoulou
Chris Christodoulou

Musikfest Berlin | Philharmonie Berlin - Benvenuto Cellini

Das Musikfest Berlin feiert in diesem Jahr - anlässlich des 150. Todestages - den französischen Komponisten Hector Berlioz. Am Samstag wurde das Musikfest von einem ausgewiesenen Berlioz-Kenner eröffnet: Sir John Eliot Gardiner. Eine Sternstunde?

Bewertung:
Katrin Sass; © Edel Records
Edel Records

Bar Jeder Vernunft - Katrin Sass – "So oder so ist das Leben"

Fast wie eine Pantomimin, in weißer Hose und Bluse, mit schwarzer Anzugweste und halblangem Pagenkopf, führt Katrin Sass durch ein Programm voller Ost-West-Erinnerungen – und verliert sich manchmal im Geplänkel mit dem Publikum.

Bewertung:
Young Euro Classic 2019: Bundesjugendorchester; © Mutesouvenir | Kai Bienert
Mutesouvenir | Kai Bienert

Young Euro Classic - Bundesjugendorchester

Noch konservativer können junge MusikerInnen nicht auftreten: alle ganz in Schwarz, sogar mit schwarzer Fliege. Dazu ein Dirigent, dessen rechte Hand kaum einmal ruht. Wenn sie es endlich einmal tut, ist das Resultat sofort zu hören: Freiheit!

Bewertung:
Young Euro Classic 2019: Galilee Chamber Orchestra (Israel-Palä
MUTESOUVENIR | KAI BIENERT

Young Euro Classic - GALILEE CHAMBER ORCHESTRA

Für die jungen Musiker des arabisch-israelischen Galilee Chamber Orchestra ist es erkennbar wichtig, ihr Anliegen einer Kulturbotschaft in verfeindeten Gesellschaften nach Berlin zu tragen. Dabei haben sie sich für ein durchweg elegantes, humorvolles, rhetorisch geschliffenes Programm entschieden.

Bewertung:
Festivalorchester Griechenland-Deutschland
MUTESOUVENIR | KAI BIENERT

Young Euro Classic - Deutsch-Griechisches Jugendorchester Konzert

Die angeblich rationalen Deutschen und emotionsgesteuerten Griechen - diesem Cliché ging ein sehr gut komponiertes Programm auf den Grund. Prometheus schafft zwei Wesen, eines mit Herz und eines mit Verstand. Orpheus sucht bei Gluck gegen alle Vernunft seine Geliebte im Hades. Mythisch Mikis Theodorakis’ Alexis Sorbas, und am Schluss versucht Beethoven in seiner Chorphantasie die Utopie einer allumfassenden Liebe. 

Bewertung:
Young Euro Classic 2019: Jovem Orquestra Portuguesa
MUTESOUVENIR | KAI BIENERT

Young Euro Classic - Das Portugiesische Jugendorchester

Hier stimmte einmal alles, was sonst lästig und nervig sein kann. Der Pate des Abends, der Journalist Rolf-Dieter Krause fasst sich knapp und richtet den Blick auf die tolle Leistung Portugals in der Wirschaftskrise und die dauernde finanzielle Bedrohung des Orchesters. Die jungen Musiker brauchen kein Jackett und keine Fliege und keine Abendkleider, stattdessen bringen sie Tablets mit für die Noten und jede Menge Begeisterung und Leidenschaft.

Bewertung:
Young Euro Classic 2019: Orquesta Sinfonica Nacional Juvenil; © MUTESOUVENIR | KAI BIENERT
MUTESOUVENIR | KAI BIENERT

Young Euro Classic | Konzerthaus Berlin - Orquesta Sinfónica Nacional Juvenil

Man kann sich die Herausforderungen für ein Jugendorchester in der bitter armen Dominikanischen Republik kaum groß genug vorstellen. Schon die Beschaffung der Instrumente ist sicher problematisch. Auf Initiative der Unesco ist aber eine lebhafte Jugendorchester-Kultur in diesem Land entstanden.

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Samuel Marino
Uwe Hauth

Festival "Kammeroper Schloss Rheinsberg 2019" - Domenico Cimarosa: "Gli Orazi e i Curiazi"

Auftakt gestern Abend beim Festival "Kammeroper Schloss Rheinsberg 2019" mit der Oper "Gli Orazi e i Curiazi" von Domenico Cimarosa. Dieser Komponist und Mozartzeitgenosse gilt als prägende Figur des italienischen Musikdramas vor Verdi und Rossini. Am bekanntesten von ihm ist heute noch seine komische Oper "Il matrimonio segreto" - zu Deutsch "Die heimliche Ehe". "Gli Orazi e i Curiazi" dagegen ist, obwohl es um 1800 ein Erfolgsstück am Teatro La Fenice in Venedig war, heute ziemlich vergessen. Eine Ausgrabung also - die mit jungen Sängerinnen und Sängern einstudiert wurde, die noch im Studium sind oder ganz am Anfang ihrer Karriere stehen.

 

Trio Gaspard
©Irène Zandel

Brandenburgischen Sommerkonzerte - Kommunikation auf Augenhöhe: "Trio Gaspard"

Kammermusik stand auf dem Programm - am Samstag Abend bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten. Das Festival war zu Gast im Kloster Stift zum Heiligen Grabe in der Prignitz. Dort war das "Trio Gaspard" zu erleben, eine junge, aber bereits recht erfolgreiche Formation der doch überschaubaren Szene der Kammermusik.

Solistenensemble Kaleidoskop
Helge-Krueckeberg

Radialsystem - Nobodaddy is Perfect

"Nobodaddy is Perfect": ein bildungsgesättigter, schöner Titel. Zum einen variiert er den schlichten Satz „Nobody is perfect“. Verwendet aber ein Wort des britischen Dichters William Blake, das dieser für den abgehalfterten Gott brauchte, in den wir kein Vertrauen mehr haben.

Bewertung:
Diana Damrau © Jürgen Frank
Jürgen Frank

Deutsche Oper - "Hamlet"

Shakespeares Tragödie "Hamlet" ist für ein spektakuläres Finale bekannt, bei dem sämtliche Protagonisten tot auf der Bühne liegen. Doch man kann "Hamlet" auch mit "Happy End" präsentieren ...

Bewertung:
Staatstheater Cottbus: L´elisir D´amore (Der Liebestrank) © Marlies Kross
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "Der Liebestrank"

Zwei Spielzeiten lang war vom Cottbuser Musiktheater meist nur im Zusammenhang von Querelen hinter der Bühne zu hören. Die letzte Premiere in diesem Sommer bringt reinen Wohlklang und ästhetischen Genuss.

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Vladimir Jurowski © Simon Pauly
Simon Pauly

Choriner Musiksommer - Eröffnung

Sommerzeit ist Open-Air-Konzertzeit in Brandenburg. So zum Beispiel beim Choriner Musiksommer. Am Samstag wurde die Saison mit Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten" eröffnet.

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Rudolf Buchbinder bei einem Besuch im kulturradio; Foto: Carsten Kampf

Komische Oper Berlin - Sinfoniekonzert mit Rudolf Buchbinder

Rudolf Buchbinder ist ein Phänomen. Selbst schon zum Klassiker geworden, bringt man ihn automatisch mit den großen Klassikern der klassischen Musik in Verbindung. Alle hat er sie mit Maßstäbe setzenden Interpretationen bedacht: Bach, Haydn, Mozart, Schubert Brahms.

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