Verkehrszeichen mit der Aufschrift: "1,5 °" in runder Form an einem Laternenpfahl; © dpa/Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE
dpa/Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE

Alle(s) fürs Klima!? - Klima: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja: wie?

Die Klimafolgeschäden werden auch in Berlin und Brandenburg immer deutlicher spürbar. Was ist zu tun, um den Klimawandel aufzuhalten? Auf rbbKultur sprechen wir mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen über die Frage: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja: wie? Im November begleiten wir die UN-Klimakonferenz in Glasgow mit einer täglichen "Klima-Minute" im Programm, mit Wissenswertem zum Thema.

Reihe: Die Klima-Minute

Thema

Christan C. Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hält am 12.07.2016 in einem Wald südlich von Berlin eine Fledermaus der Art Großer Abendsegler in den Händen; © dpa/Klaus-Dietmar Gabbert
dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Klimawandel in Berlin - Wie die Tiere in Berlin auf den Klimawandel reagieren

Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow besprechen Vertreter von Nationen aus aller Welt, welche Maßnahmen global für den Klimaschutz ergriffen werden müssen. Dabei sind einige Auswirkungen, wie milde Winter und viele warme Tage, auch regional schon spürbar. Elena Deutscher über die Folgen der Erderwärmung für die Tierwelt in Berlin und Brandenburg.

Aktuell

Benjamin Grant, Timothy Dougherty: Unsere Erde vorher und nachher © DuMont
DuMont

Bildband - "Unsere Erde vorher und nachher"

"Blah, Blah, Blah". Mit diesen vernichtenden Worten kommentierte Umwelt-Aktivistin Greta Tunberg die Verhandlungen auf dem Klima-Gipfel von Glasgow. Wieder gibt es nur Absichtserklärungen, aber keinen verbindlichen Katalog von Maßnahmen. Wie schlecht es um den blauen Planeten steht, wie rasant der von Menschen verursachte Klimawandel fortschreitet, zeigen zwei US-amerikanische Autoren in einem Bild-Band.

Download (mp3, 9 MB)

Ist die Welt noch zu retten?

Erde und Klima – Symbolfoto; © dpa/Zoonar.com/DesignIt
dpa/Zoonar.com/DesignIt

Die Klima-Gespräche auf rbbKultur - Ist die Welt noch zu retten?

Was lange Zeit abstrakt schien, ist plötzlich ganz nah: Der viel beschworene Klima-Wandel wirkt sich auf jeden Menschen weltweit aus, in Berlin und Brandenburg ebenso wie in Griechenland, den USA, Indien oder China.

Wir fragen auf rbbKultur: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja, wie? Dafür sprechen wir mit Akteur*innen aus den verschiedensten Bereichen der Wissenschaft, der Kultur, Gesellschaft, Religion und Politik.

Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer © Ottmar Winter
Ottmar Winter

Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer - Nachhaltiges Bauen: Ein Plädoyer für weniger Neubau und kluges Umbauen vorhandener Gebäude

Wie nachhaltig kann die Architektur der Zukunft sein? Wo ist das nachhaltige Bauen einfacher - auf dem Land oder in der Stadt? Ev Schmidt spricht in unserem Klimagespräch in dieser Woche mit dem Architekten Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer über zukünftige Notwendigkeiten beim Bauen und Wohnen.

Stefan Lange, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung © Karkow/PIK
Karkow/PIK

Stefan Lange, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung - "Es wird mehr Dürren, Waldbrände, Hitzewellen und Überschwemmungen geben. Wir brauchen schnell viel Klimaschutz!"

"Die Kinder von heute werden zwei- bis siebenmal mehr Extreme erleben als ihre Großeltern" – so lautet die Schlagzeile zu einer aktuellen Studie, an der Forscher*innen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung beteiligt waren. Was heißt das konkret? Werden ständige Dürren zum Alltag unserer Kinder gehören, ebenso wie Flutwellen und Waldbrände? Ev Schmidt spricht mit Stefan Lange, der sich an der ersten internationalen Studie beteiligt hat, die "altersabhängige Gefährdung durch Extremereignisse" untersucht.

Nadja Ziebarth, BUND Landesverband Bremen e.V. © Birgit Wingrat
Birgit Wingrat

Nadja Ziebarth, Leiterin des BUND-Meeresschutzbüros - "Wir müssen beim Küstenschutz überlegen, ob das Bauen immer höherer Deiche die einzige Antwort ist"

Der viel beschworene Klima-Wandel wirkt sich auf jeden Menschen weltweit aus, in Berlin und Brandenburg ebenso wie in Griechenland, den USA, Indien oder China. Wir fragen auf rbbKultur: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja, wie? Heute geht es um die Auswirkungen eines steigenden Meeresspiegels auf die deutschen Inseln und Küstenregionen.

Jacob Radloff © Johannes Haslinger
Johannes Haslinger

Oekom-Verlagsleiter Jacob Radloff - "Um Nachhaltigkeit in einem Verlag zu etablieren, muss man eingetretene Pfade verlassen"

Dem Oekom-Verlag war das Thema Nachhaltigkeit von Anfang an inhaltlich wie auch produktionstechnisch wichtig. Das Ziel: den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Und immer mehr Verlage wollen nachziehen. Recyclingpapier, mineralölfreie Druckfarben, keine Plastikfolien-Verpackung mehr, Bio-Essen für die Mitarbeiter:innen - über Nachhaltigkeit in der Buchbranche sprechen wir mit dem Leiter des Oekom-Verlags, Jacob Radloff.

Axel Bronstert; © Universität Potsdam/Karla Fritze
Universität Potsdam/Karla Fritze

Axel Bronstert, Professor für Hydrologie und Klimatologie - "Unsere Region ist beim Wassermangel besonders gefährdet"

In diesem Jahr waren die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland in katastrophaler Weise zu spüren. Hochwasserfluten haben ganze Dörfer zerstört, 180 Menschen starben allein in der Eifel. Gleichzeitig leiden weite Landstriche unter großer Trockenheit. Wasser ist eines der wichtigsten Themen bei der Frage, wie unsere Welt zu retten ist.

Peter Wohlleben © Wohllebens Waldakademie
Wohllebens Waldakademie

Peter Wohlleben, Förster - "Wenn das Klima nicht mehr passt, ändern Bäume es einfach ..."

Peter Wohlleben sagt: Die Welt ist noch zu retten. Sein Credo: Bäume kommen sehr gut ohne Menschen aus, aber Menschen nicht ohne Bäume! Als Förster und Buch-Autor beschäftigte er sich eingehend mit dem Leben der Bäume und wird uns erklären, wie Bäume lernen, mit dem Klimawandel umzugehen – und warum der Wald uns retten wird, wenn wir es zulassen.

Lars Jaeger © Jochen Gsell
Jochen Gsell

Lars Jaeger, Unternehmer und Autor - "Wir waren führend und sind ins Mittelfeld der Klimaschutzländer zurückgefallen"

Der Klima-Wandel wirkt sich auf jeden Menschen weltweit aus, in Berlin und Brandenburg ebenso wie in Griechenland, den USA, Indien oder China. Wir fragen auf rbbKultur: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja, wie? Heute spricht Anja Herzog mit Lars Jaeger, Unternehmer und Autor des Buches "Wege aus der Klimakatastrophe – Wie eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik gelingt".

Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik; © Oliver Betke
Oliver Betke

Claudia Kemfert, Klima- und Energie-Ökonomin - "Fossile Energien sind teuer, erneuerbare werden immer billiger"

Was lange Zeit abstrakt schien, ist plötzlich ganz nah: Der Klima-Wandel wirkt sich auf jeden Menschen aus, in Berlin und Brandenburg ebenso wie in Griechenland, den USA, Indien oder China. Wir fragen: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja, wie? Heute dazu Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Sie gilt als eine der einflussreichsten Klima- und Energie-Ökonominnen Deutschlands.

Thekla Wilkening © Denys Karlinskyy
Denys Karlinskyy

Thekla Wilkening, Autorin und Klimaaktivistin - "Eine Pizza kann natürlich nicht die Welt retten"

Bio, öko, Fairtrade, vegan – wer auf solche Angaben und Siegel auf dem Etikett achtet, tut dies meist mit dem Ziel, möglichst nachhaltig zu leben. Aber sind Produkte mit Bio-Siegel überhaupt nachhaltig? Und retten wir mit "ökologischen" Produkten wirklich die Welt? Ein Buch will hier Klarheit schaffen: "Das Bio-Pizza-Dilemma - Der überraschende Wegweiser für mehr Nachhaltigkeit". Eine der Autor:innen ist die Klimaaktivistin und Nachhaltigkeitsexpertin Thekla Wilkening. Mit ihr sprechen wir auf rbbKultur.

Philipp Öhlmann, Theologe und Ökonom; © Humboldt-Universität zu Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin

Philipp Öhlmann, Theologe - "Religion kann einen Beitrag zum Bewusstseinswandel leisten"

Was lange Zeit abstrakt schien, ist inzwischen ganz nah: Der viel beschworene Klimawandel wirkt sich auf jeden Menschen weltweit aus, in Berlin und Brandenburg ebenso wie in Griechenland, Indien, den USA oder China. Die Angst um unsere Zukunft und die der nächsten Generationen greift um sich. Die Suche nach Lösungen dauert schon Jahrzehnte an, aber nun drängt die Zeit. Wir fragen auf rbbKultur: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja, wie? Heute sprechen wir mit dem Theologen Philipp Öhlmann.

Toralf Staud in der ARD-Talkshow "Maischberger", 2018; © dpa/Jens Krick/Geisler-Fotopress
dpa/Jens Krick/Geisler-Fotopress

Toralf Staud, Journalist und Autor - "40 Grad sind schon Mitte unseres Jahrhunderts nicht mehr ungewöhnlich"

In Berlin wird es im Jahr 2050 so warm sein wie in Toulouse. Egal was wir tun. Denn die CO2-Mengen, die dann das Klima bestimmen werden, sind schon längst in die Atmosphäre emittiert. Dies ist eine erschreckende Erkenntnis von vielen, sehr plastisch beschriebenen in dem Buch "Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird". Ist die Welt noch retten?, fragen wir den Journalisten und Buchautor Toralf Staud.

Mehr zum Thema

Eine Mistel (Viscum album) wächst auf einem Baum © Alexandra Schuler/dpa
Alexandra Schuler/dpa

Klimawandel in Berlin - Schmarotzer auf dem Vormarsch

Meere verändern ihren ph-Wert und versauern, Wüsten wachsen, gleichzeitig nehmen Stürme zu - die Folgen des Klimawandels sind gravierend, wirken auf uns aber oft abstrakt. Schauen wir in die Kronen der Bäume, sehen wir dagegen ganz konkret, wie gestresst die Pflanzen auch in Berlin sind. Denn den schlechten Zustand wissen andere für sich zu nutzen. Lena Petersen über eine Schmarotzerpflanze auf dem Vormarsch.

Fred Vargas: Klimawandel – ein Appell; Montage: rbbKultur
Limes

Essay - Fred Vargas: "Klimawandel - Ein Appell"

Eigentlich heißt sie Frédérique Audoin-Rouzeau, doch bekannt wurde die 1957 in Paris geborene Autorin unter dem Pseudonym Fred Vargas. Die Kriminalromane um den skurrilen Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg sind internationale Besteller. Im ihrem neuen Buch geht es zwar auch um das Sterben und den Ausweg aus einer verfahrenen Situation: Doch diesmal geht es nicht um einem Mörder, den man hinter Schloss und Riegel bringen könnte, sondern um den von Menschen verursachten Klimawandel, den Angriff auf unser Überleben auf dem geschundenen Planeten Erde.

Download (mp3, 5 MB)
Bewertung:

Video

Hände, aus denen trockenenr Sand rieselt. Quelle: imago images/ Andreas Gora
imago images/ Andreas Gora
28 min | UT

Kontraste – Die Reporter - "Trockenland – Wem gehört das Wasser?"

Flüsse verschwinden, Seen trocknen aus und die Grundwasserspiegel sinken. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf. "Kontraste – Die Reporter" berichten über einen Verteilungskampf, der immer erbitterter geführt wird – auf Kosten der Natur.