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  • The Virtues – Filmstill; © arte
    arte

    Britische Serie auf arte.tv - "The Virtues"

    Bekannt geworden ist der britische Autor und Regisseur Shane Meadows vor allem mit seinem Kinofilm "This is England" über einen 12-jährigen Jungen, der sich einer Bande Skinheads anschließt. In der Miniserie "The Virtues" thematisiert Meadows einen besonders wunden, lange verdrängten Teil des eigenen Lebens. Die Serie ist Teil eines großen Online-Angebots britischer Serien auf Arte.

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  • Paul (Winfried Glatzeder) und Paula (Angelica Domröse); Logo "DEFA 75"(Quelle: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Norbert Kuhröber)
    rbb/PROGRESS Film-Verleih/Norbert Kuhröber

    Im rbb Fernsehen und in der Mediathek - DEFA 75 - Werkschau zum Jubiläum

    Die Deutsche Film AG – kurz DEFA – war das kulturelle Aushängeschild der DDR. Von ihrer Gründung im Jahr 1946 bis zur Auflösung 1992 wurden hier über 4.000 Filme gedreht: Komödien und Dramen, Dokumentarfilme und Propagandastreifen, Durchschnittsware und große Meisterwerke, die Filmgeschichte geschrieben haben. Zum 75. Geburtstag der DEFA zeigt das rbb Fernsehen ab heute eine große Werkschau.

  • Coded Bias © pa/Women Make Movies / Courtesy Everett Collection
    pa/Women Make Movies / Courtesy Everett Collection

    Dokumentation - "Coded Bias"

    "Coded Bias" heißt übersetzt "vorprogrammierte Diskriminierung". Wenn Menschen, in der Regel weiße Männer, Algorithmen schreiben, dann übertragen sie unbewusst ihr Weltbild auf den Code. Einem Virus gleich verbreiten sich auf diese Weise schleichend auch rassistische, klassengeprägte oder frauenfeindliche Ansichten. Was das genau für die Gesellschaft bedeutet, untersucht Shalini Kantayya in ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm.

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Weitere Filmkritiken

  • The Virtues – Filmstill; © arte
    arte

    Britische Serie auf arte.tv - "The Virtues"

    Bekannt geworden ist der britische Autor und Regisseur Shane Meadows vor allem mit seinem Kinofilm "This is England" über einen 12-jährigen Jungen, der sich einer Bande Skinheads anschließt. In der Miniserie "The Virtues" thematisiert Meadows einen besonders wunden, lange verdrängten Teil des eigenen Lebens. Die Serie ist Teil eines großen Online-Angebots britischer Serien auf Arte.

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    Home © imago images / Mary Evans
    imago images / Mary Evans

    Drama - "Home"

    Homeoffice, Homeschooling, Homestudio – langsam sind wir der eigenen vier Wände überdrüssig. Was aber, wenn das Zuhause bedroht ist? Wenn der Ort der Privatheit, des Schutzes, der Erholung zu bröckeln beginnt? Die Schweizer Regisseurin Ursula Meier spielt dieses Worst-Case-Szenario einmal durch in ihrem Film "Home" mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Ursula Meier gewann 2008 mit ihrem Erstlingswerk drei Césars.

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    Anne with an E – Amybeth McNulty und Dalila Bela; © Netflix/Courtesy Everett Collection
    Netflix/Courtesy Everett Collection

    Dramaserie - "Anne with an E"

    Kennen Sie Anne of Green Gables? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Erfunden wurde sie vor mehr als 100 Jahren von der Kanadierin Lucy Maud Montgomery, die schon früh über selbstbewusste und eigensinnige Mädchen und Frauen geschrieben hat. Ihre Romanreihe über das Coming of Age des Waisenkindes "Anne of Green Gables" wurde ab 1908 in Kanada veröffentlicht und schon mehrfach für TV und Kino adaptiert. Für Netflix hat Moira Walley-Beckett den Stoff neu aufgelegt.

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    Szene aus dem Film "Futur Drei" von Faraz Shariat
    Salzgeber

    Film und Online-Festival - "Futur Drei"

    Der Film "Futur Drei" ist das Debüt des Regisseurs Faraz Shariat, der darin seine eigenen Erlebnisse als Exil-Iraner in Deutschland verarbeitet: Was bedeutet es, in Deutschland geboren und aufgewachsen zu sein? Seine Premiere feierte der Film im letzten Jahr auf der Berlinale in der Sektion 'Panorama' und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Parallel zum Video on Demand-Start findet ein begleitendes viertägiges Online-Festival statt.

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    A Sun – mit Chen Yi-wen und Liu Kuan-Ting; © dpa/Netflix/Everett Collection
    dpa/Netflix/Everett Collection

    Familiendrama - "A Sun"

    Zwei junge Männer brettern auf einem Moped durch die Stadt, es regnet in Strömen, es ist Nacht. Sie halten an, betreten durch den Hintereingang eine Großküche. Und hier geschieht in Sekundenschnelle ein grausames Attentat. Einer der beiden Motorradfahrer zieht eine Axt hervor und hackt einem jungen Mann aus der Küche die Hand ab – die fliegt durch den Raum und versinkt langsam im Suppentopf ... Wer denkt, es handelt sich hier um ein "Splattermovie", liegt falsch.

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    Pure: Marnie (Charly Clive, M.) kämpft mit ihrer Zwangsstörung, welche ihr Leben mit ihren Freunden Amber (Niamh Algar, l.), Joe (Anthony Welsh, 2.v.l.), Charlie (Joe Cole, 2.v.r.) und Shereen (Kiran Sonia Sawar, r.) äußerst erschwert.; © ZDF/Phil Fisk
    ZDF/Phil Fisk

    Berührend-komische Dramaserie - "Pure"

    Viele Menschen leiden unter Zwangsneurosen, die ihren Alltag in einen Alptraum verwandeln - aber wahrscheinlich können nur die Briten daraus eine Serie machen, die zugleich entwaffnend ehrlich und sehr empathisch und trotzdem auch noch komisch ist. Die sechsteilige Serie "Pure" basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Rose Cartwright und wurde 2019 von HBO produziert.

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    Szene aus dem Film "Corpus Christi"
    Arsenalfilm

    Filmdrama - "Corpus Christi"

    Das polnische Kino hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt: Junge Filmemacher*innen sind in die Fußstapfen von Pawel Pawlikowski getreten, der 2015 den Oscar für seinen Film "Ida" gewann. Jan Komasa beispielsweise, Jahrgang 1981, wird als neuer Shooting Star des polnischen Kinos gefeiert. Sein Film "Corpus Christi" über einen jungen Strafgefangenen, der unbedingt Priester werden will, ist eine spannende Auseinandersetzung über Fragen von Glauben und Identität.

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    We are who we are © dpa/Yannis Drakoulidis/HBO/Everett Collection
    dpa/Yannis Drakoulidis/HBO/Everett Collection

    Coming of Age-Serie - "We Are Who We Are"

    Der Italiener Luca Guadagnino ist ein Regisseur, der in besonderer Weise von Gefühlen erzählt, sei es die Achterbahnfahrt eines Alkoholtrips in "I am Love" mit Tilda Swinton oder das flirrende Sommergefühl einer ersten Liebe in Italien in dem Oscar-Film "Call Me by Your Name". Jetzt hat er zum ersten Mal eine Fernsehserie inszeniert.

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    Berlinale 2021 | Wheel of Fortune and Fantasy © 2021 Neopa/Fictive
    2021 Neopa/Fictive

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Wheel of Fortune and Fantasy"

    Nach vielen Filmen aus Deutschland und Europa zum Schluss noch ein Ausflug auf einen fernen Kontinent, nach Japan: "Genießen Sie es, sich von der Unvorhersehbarkeit der Welt überraschen zu lassen", fordert Regisseur Ryûsuke Hamaguchi die Zuschauer auf und entfaltet drei Episoden zum Thema Glück und Fantasie.

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    Berlinale 2021 | Ballad of a White Cow © Amin Jafari
    Amin Jafari

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Ballad of a White Cow"

    Ein Mann wird fälschlicherweise als Mörder hingerichtet, seine Frau muss mit den Konsequenzen leben. Ist ein solches Unrecht jemals wieder gut zu machen? In Behtash Sanaeehas und Maryam Moghaddams Drama "Ghasideyeh gave sefid" ("Ballad of a White Cow") geht es um grundlegende Fragen von Schuld und Sühne – und um die Defizite eines Rechtssystems, das im 21. Jahrhundert noch immer auf der Scharia beruht.

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    Petite Maman © Lilies Films
    Lilies Films

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Petite Maman"

    Die französische Regisseurin Céline Sciamma ist einer der Shooting Stars des europäischen Kinos. Im Zentrum ihrer Filme stehen meist Frauen und ihre Gefühlswelt, so auch bei "Petite Maman" – ein Coming of Age-Film über ein 8-jähriges Mädchen, das den Tod seiner geliebten Großmutter verarbeiten muss.

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    Berlinale 2021 | Forest – I See You Everywhere © Ákos Nyoszoli, Mátyás Gyuricza 
    Ákos Nyoszoli, Mátyás Gyuricza

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Forest - I See You Everywhere"

    Eine Tochter, die ihren Vater für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht, ein kinderloses Paar mit einem traurigen Geheimnis im Schrank und eine Frau, die ihrem todkranken Mann am Vorabend einer schweren Operation die Hörner aufsetzt – ausgerechnet mit seinem Sohn. Für die Charaktere in Bence Fliegaufs Episoden-Film "Rengeteg – mindenhol látlak" ("Forest – I see you everywhere") ist Empathie ein Fremdwort. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – schaut man ihnen gebannt zu.

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    Filmstill "Albatros" von Xavier Beauvois, Wettbewerb Berlinale 2021 (Quelle: Guy Ferrandis)
    Guy Ferrandis

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Albatros"

    Schauspieler Xavier Beauvois hat sich schon öfter als interessanter Regisseur hervorgetan - unter anderem in "Eine fatale Entscheidung" und "Von Menschen und Göttern". Im Wettbewerb der Berlinale läuft sein neuestes Regiewerk "Albatros".

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    Die Saat © kurhaus production
    kurhaus production

    Berlinale 2021 | Perspektive Deutsches Kino - "Die Saat"

    In der Sektion "Perspektiven Deutsches Kino“" läuft der Film "Die Saat" von Mia Maariel Meyer mit prominenter Besetzung: Hanno Kofler, Robert Stadlober und einer großartigen Entdeckung: Dora Zygouri, die ein junges Mädchen spielt, das von ganz anderen Dingen träumt als denen, die sie in diesem Sommer erleben wird.

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    Természetes fény (Natural Light) © Tamás Dobos
    Tamás Dobos

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Natural Light"

    Gleich mit seinem ersten Spielfilm hat es der ungarische Regisseur Dénes Nagy in den Berlinale-Wettbewerb geschafft. "Natural Light" ("Természetes fény") ist die Geschichte einer ungarischen Infanterie-Einheit, die im Zweiten Weltkrieg gegen russische Partisanen kämpft – und dabei von einem moralischen Dilemma ins nächste stolpert.

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    Berlinale 2021: Inteurodeoksyeon | Introduction © Jeonwonsa Film Co.Production
    Jeonwonsa Film Co.Production

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Inteurodeoksyeon"

    Der südkoreanische Regisseur Hong Sangsoo ist Stammgast auf der Berlinale. Seine Filme sind kleine poetische Rätsel, in denen man sich die Wahrheit oft zwischen den Zeilen suchen muss. In "Inteurodeoksyeon" geht es um zwei junge Menschen, die sich ihren Weg ins Leben bahnen – gegen den Widerstand der Elterngeneration.

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    Berlinale 2021:Fabian oder Der Gang vor die Hunde © © Hanno Lentz / Lupa Film
    Hanno Lentz / Lupa Film

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Fabian oder Der Gang vor die Hunde"

    Im gleichnamigen, 1931 veröffentlichten Roman von Erich Kästner, wird die Geschichte von Jakob Fabian (Tom Schilling) erzählt, der tags als Werbetexter in einer Zigarettenfabrik arbeitet und nachts durchs Berliner Nachtleben taumelt. Vor dem Hintergrund der unruhigen Zeiten vor Hitlers Machtergreifung geht es um seine Freundschaft zum Literaturwissenschaftler Labude (Albrecht Schuch) und seine Liebe zur jungen Schauspielerin Cornelia (Saskia Rosendahl).

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    Berlinale 2021: Memory Box © Haut et Court - Abbout Productions - Micro_Scope
    Haut et Court - Abbout Productions - Micro_Scope

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Memory Box"

    Was macht der Krieg mit den Menschen? Und welche Spuren hinterlässt er selbst bei jenen, die ihn gar nicht mehr miterlebt haben? Dieser Frage sind die beiden libanesischen Filmemacher*innen Joana Hadjithomas und Khalil Joreige nachgegangen: In "Memory Box" erzählen sie von der 17-jährigen Alex und ihrer Mutter Maia, die beide auf ganz unterschiedliche Weise an den Traumata des libanesischen Bürgerkrieges leiden.

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    Berlinale 2021: Ich bin dein Mensch © Christine Fenzl
    Christine Fenzl

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Ich bin dein Mensch"

    "Ich bin dein Mensch" erzählt im Grunde die älteste Geschichte der Welt: Boy meets Girl oder Girl meets Boy – nur, dass es hier nicht um eine "normale" Liebesgeschichte geht, sondern um das Aufeinandertreffen von Mensch und Androiden. Und es zeigt sich: emotionale Verwicklungen sind auch dabei keineswegs ausgeschlossen.

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    Filmstill: Bild aus der Amazon-Serie <<Wir Kinder vom Bahnhof Zoo>>, Staffel 1, Episode 3. (Quelle: amazon/Mike Kraus/Soap Images)
    amazon/Mike Kraus/Soap Images

    Neuverfilmung als Serie - "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"

    In den 1970er und 1980er Jahren war der Bahnhof Zoo ein berüchtigter Treffpunkt der Westberliner Drogenszene. Unter dem Titel "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" erschien 1978 ein von zwei Reportern des Magazins Der Stern verfasstes Buch. Es gewährte intime Einblicke in den Alltag von fünf minderjährigen drogensüchtigen Prostituierten, aus der Perspektive der damals 16-jährigen Christiane Felscherow, genannt Christiane F. 1981 hat Uli Edel das Buch verfilmt, mit weltweitem Erfolg.

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    Love Sarah © Femme Films
    Femme Films

    Tragikomödie - "Love Sarah - Liebe ist die wichtigste Zutat"

    Backen ist in der Corona-Zeit so angesagt wie lange nicht mehr. Egal ob Plätzchen, Kuchen oder das erste eigene Sauerteigbrot – auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung haben viele Menschen die Lust am eigenen Backwerk entdeckt. Da kommt der Debütfilm der deutsch-britischen Regisseurin Eliza Schroeder genau zur richtigen Zeit. In "Love Sarah" geht es um vier sehr ungleiche Menschen, die gemeinsam eine Bäckerei eröffnen.

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    One Night in Miami © Amazon / Courtesy Everett Collection / dpa
    Amazon / Courtesy Everett Collection / dpa

    Drama | Black History Month - "One Night in Miami"

    Am 25. Februar 1964 trat Cassius Clay, der sich später Muhammad Ali nannte, im Convention Center in Miami gegen Sonny Liston an und wurde zum ersten Mal Weltmeister im Schwergewichtsboxen. Was wäre, wenn er sich in dieser Nacht mit drei weiteren schwarzafrikanischen Legenden zum Feiern getroffen hätte, mit dem Bürgerrechts-Aktivisten Malcolm X, dem Soul-Sänger Sam Cooke und dem Football-Star Jim Brown? Regina King hat daraus ihr Regiedebüt gemacht.

     

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    Vanessa Kirby in "Pieces of a Woman"; © dpa/Netflix/Courtesy Everett Collection
    dpa/Netflix/Courtesy Everett Collection

    Drama | Netflix - "Pieces of a Woman"

    Letztes Jahr als beste Schauspielerin beim Filmfest in Venedig ausgezeichnet, darf die britische Schauspielerin Vanessa Kirby sich wohl dieses Jahr Hoffnung auf den Oscar machen. Wer sie nicht kennt: Kirby spielte die junge Prinzessin Margaret in der Netflix-Serie "The Crown". Jetzt ist sie neben Shia LaBeouf in der Hauptrolle von "Pieces of a Woman" zu sehen, der neue aufwühlende Film des ungarischen Regisseurs Kornél Mundruczó.

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    Filmszene "Das letzte Mahl" (Quelle: Apollo-Film)
    Apollo-Film

    Historisches Drama | DVD - "Das letzte Mahl"

    Der 30. Januar 1933 - der Tag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler - wird in der deutschen Geschichtsschreibung als "Machtergreifung" der Nazis bezeichnet. Eine Zäsur, die Unheil und Verwüstung über ganz Europa gebracht und über 70 Millionen Menschen ihr Leben gekostet hat. Wie eine jüdische Familie in Berlin diesen Tag erlebt, zeigt der Film "Das letzte Mahl" von Florian Frerichs.

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    Ein guter Mensch ; Montage: rbbKultur
    Eye See Movies

    Türkische Krimi-Drama-Serie - "Ein guter Mensch"

    Je älter die Menschen werden, desto häufiger sind sie mit Demenz und Alzheimer konfrontiert. Rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz leben derzeit in Deutschland, Tendenz steigend. Längst schlagen diese Zahlen auch in der Literatur und im Kino durch, in einer Fülle von Erfahrungsberichten und Romanen, in Dokumentationen und Spielfilmen. Für den Helden der türkischen Krimiserie "Ein guter Mensch" (Magenta TV) wird die Krankheit auf subversive Weise zur Chance.

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    Midnight Sky © Netflix/Entertainment Pictures/ZUMAPRESS.com
    Netflix/Entertainment Pictures/ZUMAPRESS.com

    Sciene Fiction-Drama | Netflix - "The Midnight Sky"

    Lange haben wir nichts mehr von oder mit George Clooney gesehen - mal abgesehen von Kaffee-Werbespots und einer Tequila-Destillerie, die er für eine Milliarde Dollar verkauft hat. "The Midnight Sky" heißt seine neueste Regiearbeit und ist eine Verfilmung des distopischen Science Fiction-Romans "Good Morning Midnight" von Lily Brooks-Dalton. Der Film ist ein Netflix-Original, dem durchaus Oscar-Chancen eingeräumt werden.

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    Bir Başkadır; © Netflix
    Netflix

    Türkische Drama-Serie | Netflix - "Bir Başkadır – Acht Menschen in Istanbul"

    Seit Corona diskutieren Kritiker*innen mehr über Serien als über Filme. Serien gibt es genug und da lassen sich in steter Regelmäßigkeit Entdeckungen machen. Seit November hat Netflix eine türkische Serie im Angebot, mit deren Erfolg wohl niemand gerechnet hat: "Bir Başkadır – Acht Menschen in Istanbul". Die Folgen laufen im Original mit Untertiteln oder auf englisch. Was dem Reiz der Serie allerdings keinen Abbruch tut.

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    Wir beide – Szenenfoto; © Paprika Films
    Paprika Films

    Drama | DVD und Stream - "Wir beide"

    Die Zeiten, in den Homosexualität im Kino ein Tabuthema war, sind zum Glück vorbei. Ältere schwule oder lesbische Paare schaffen es jedoch noch immer kaum auf die Leinwand. Umso bemerkenswerter ist der Film "Wir beide" von Filippo Meneghetti: Das Porträt zweier Frauen Anfang 70, die ihre Liebe über Jahrzehnte vor ihrer Umwelt geheim gehalten habe – so lange, bis es fast zu spät ist.

     

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    Was wir wollten; © Netflix
    Netflix

    Drama auf Netflix - "Was wir wollten"

    Auch bei Netflix rücken deutschsprachige Produktionen zunehmend in den Fokus. Darunter jetzt auch die hauseigene Produktion, der österreichische Spielfilm "Was wir wollten". In den Hauptrollen des Beziehungsdramas spielen Lavinia Wilson und Komödienstar Elyas M‘Barek.

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    Gary Oldman in "Mank" © Netflix
    Netflix

    Drama | ab 04.12. auf Netflix - "Mank"

    In seinem neuen Film "Mank" rollt Regisseur David Fincher die Entstehungsgeschichte des Drehbuchs zu "Citizen Kane" auf, für das Orson Welles und Herman Mankiewicz 1942 gemeinsam einen Oscar bekamen. Ab dem 4. Dezember ist "Mank" auf Netflix verfügbar.

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    Ida (Agata Trzebuchowska) verlässt das Kloster, um ihre Tante kennenzulernen; © Arsenal Filmverleih
    Arsenal Filmverleih

    Drama - "Ida"

    Anspruchsvolle Filme in Zeiten geschlossener Kinos verspricht ein neuer Streaming-Kanal: "good!movies" bündelt das Angebot von insgesamt 11 deutschen Filmkunst-Verleihern. Nicht nur Hollywood-Blockbuster und Serien stehen dabei im Mittelpunkt, sondern Arthouse-Kino und anspruchsvolle Dokumentationen. Eines der Highlights: der polnische Film "Ida" des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski, der den Europäischen Filmpreis und den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann.

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    FilmskillUnd morgen die ganze Welt (Bild: ALAMODE FILMDISTRIBUTION)
    ALAMODE FILMDISTRIBUTION

    Drama - "Und morgen die ganze Welt"

    Artikel 20 unseres Grundgesetzes: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt (…) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Wie das konkret aussehen könnte, hat Julia von Henze in ihrem neuesten Spielfilm "Und morgen die ganze Welt" durchgespielt.

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    Milla meets Moses, hier: Eliza Scanlen; © Lisa Tomasetti
    X-Verleih

    Coming-of-Age-Film - "Milla meets Moses"

    Ein krebskrankes Mädchen verliebt sich in einen Junkie – das klingt nach einem ziemlich düsteren Sozialdrama. Doch die australische Regisseurin Shannon Murphy schafft es in ihrem Kino-Debut "Milla meets Moses", einer tragischen Story auch ein paar heitere Seiten abzugewinnen.

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    Vergiftete Wahrheit © Mary Cybulski/TOBIS Film GmbH/dpa
    Mary Cybulski/TOBIS Film GmbH/dpa

    Thriller nach wahrer Begebenheit - "Vergiftete Wahrheit"

    Der Film "Vergiftete Wahrheit" erzählt eine wahre Geschichte, den Kampf eines Farmers gegen den Chemiegiganten DuPont. Der Independent Regisseur Todd Haynes hat aus dem Gerichtsfall einen Thriller im Horrorlook gemacht.

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    Die Misswahl: Die Unterstützerin des Women's Liberation Movement Sally (Keira Knightley, links) und Teilnehmerin "Miss Grenada" Jennifer (Gugu Mbatha-Raw) treffen bei der Miss-World-Wahl aufeinander.; © eOne Germany
    eOne Germany

    Britische Drama-Komödie - "Die Misswahl - Der Beginn einer Revolution"

    100 Millionen Zuschauer saßen 1970 weltweit vor den Fernsehern, um die in der Londoner Royal Albert Hall abgehaltene Wahl zur "Miss World" zu verfolgen. Die Drehbuchautorinnen Rebecca Frayn und Gaby Chiappe und die Regisseurin Philippa Lowthorpe haben daraus den Film "Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution" gestrickt - prominent besetzt mit Keira Knightley.

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    Pelikanblut – Wiebke (Nina Hoss) und Raya (Katerina Lipovska); © DCM/Temelko Temelkov
    DCM/Temelko Temelkov

    Psychodrama - "Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter"

    Eine aufopferungsvolle Mutter, zwei Adoptivkinder aus Osteuropa und ein einsamer Pferdehof. Klingt nach einer Idylle? Nicht so für Katrin Gebbe. Die preisgekrönte Filmemacherin macht aus einem Familienfilm eine Horrorstory.

    Bewertung:
    Persischstunden – Nahuel Pérez Biscayart © Alamode Film
    Alamode Film

    Kriegsdrama von Vadim Perelman - "Persischstunden"

    Der Film "Persischstunden" wurde gedreht nach der Erzählung "Erfindung einer Sprache" von Wolfgang Kohlhaase. Er beruht, so wird im Vorspann versichert, auf einer wahren Geschichte und spielt in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager im besetzten Frankreich.

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    Jan-Eje Ferling in einer Szene des Films "Über die Unendlichkeit" © Neue Visionen Filmverleih
    Neue Visionen Filmverleih

    Drama von Roy Andersson - "Über die Unendlichkeit"

    Der Schwede Roy Andersson wird vom Filmmagazin "epdFilm" als "gutherziger Philosoph des europäischen Kinos" bezeichnet, als einer, der "mit melancholisch-lakonischem Witz auf die menschliche Existenz blickt, mit all ihren Unzulänglichkeiten, kleinen Hoffnungen und deren Scheitern." Sein neuester Film "Über die Unendlichkeit" gewann bei der Premiere auf dem Filmfestival in Venedig im letzten Jahr den Silbernen Löwen für die beste Regie.

    Bewertung:
    Kiss Me Kosher; © X Verleih/Nati Levi
    X Verleih/Nati Levi

    Lesbischer Liebesfilm aus Israel - "Kiss me Kosher"

    Ein lesbischer Liebesfilm, der alle Klischees über das Leben in Israel aneinanderreiht, der aber trotzdem erfrischend ist und auf Kitsch verzichtet. Mit ihrem Debutfilm “Kiss me Kosher” ist Regisseurin Shirel Peleg das schier Unmögliche gelungen. Das liegt nicht zuletzt an ihren großartigen Schauspielern.

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    Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess
    Les Films du Préau

    Kinder- und Jugendfilm - "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess"

    Die Kinder-und Jugendfilmreihe Generation auf der Berlinale ist bekannt dafür, tolle Filmentdeckungen aus aller Welt zu präsentieren. Auch der Film, über den wir jetzt sprechen wollen, ist dort im letzten Jahr gelaufen. Jetzt kommt "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" in die deutschen Kinos. Die Verfilmung eines Jugendromans der Niederländerin Anna Woltz ist das Langspielfilmregiedebüt von Steven Wouterlood.

    Bewertung:
    Exil © Alamode Film
    Alamode Film

    Identitätsdrama von Visar Morina - "Exil"

    Regisseur Visar Morina wurde 1979 im Kosovo geboren. Als er 15 war, ging seine Familie nach Deutschland. Integration? Ein Begriff mit dem er nichts anfangen kann, sagt er. Und doch geht es in seinem dritten Spielfilm "Exil" um das Ankommen in einem anderen Land.

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    Jella Haase und Lena Urzendowsky in "Kokon" © Salzgeber & Co. Medien GmbH
    Salzgeber & Co. Medien GmbH

    Coming-of-Age-Film - "Kokon"

    Nach "Looping" über drei Frauen unterschiedlichen Alters in der Psychiatrie ist "Kokon" der zweite Film von Leonie Krippendorff. Im Februar feierte er auf der Berlinale Premiere, als Eröffnungsfilm der Jugendfilmreihe 'Generation'. Kurz davor hat das Branchenblatt "Variety" die Regisseurin als eines von zehn europäischen Talenten im Filmgeschäft bezeichnet, die man im Auge behalten sollte. Jetzt kommt "Kokon" in unsere Kinos.

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    Tommaso Buscetta (Pierfrancesco Favino) im Exil in Braslien © Lia Pasqualino / Pandora Film
    Lia Pasqualino / Pandora Film

    Mafiafilm von Marco Bellochio - "Il Traditore - Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra"

    Der Kampf gegen die Mafia beschäftigt Italien seit Jahrzehnten. Einer der Akteure war der Untersuchungsrichter Giovanni Falcone, der in den großen Mafia-Prozessen der 80er Jahre viele der großen Bosse ins Gefängnis brachte und anschließend bei einem Bombenanschlag ums Leben kam. In dem Film “Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra” erzählt Marco Bellochio Falcones Geschichte nun aus der Sicht von dessen wichtigstem Zeugen.

     

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    Auf der Couch in Tunis © Carole Bethuel
    2019 PROKINO Filmverleih GmbH / Carole Bethuel

    Komödie - "Auf der Couch in Tunis"

    Eine Reise nach Tunis: In ihrem Debütfilm verarbeitet Manele Labadi ihre eigenen Erfahrungen mit dem Kulturclash, den eine Französin erlebt, wenn sie ins arabische Heimatland ihrer Eltern reist. Während die Regisseurin immer nur für einige Ferienwochen in Tunis verweilte, will ihre Heldin Selma ganz zurückkehren.

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    Master Cheng in Pohjanjoki © 2019 Marianna Films Oy, By Media, Han Ruan Yuan He
    2019 Marianna Films Oy, By Media, Han Ruan Yuan He

    Komödie - Master Cheng in Pohjanjoki

    Bisher hat der Finne Mika Kaurismäki, Bruder des berühmten Aki Kaurismäki vor allem Musikdokumentationen und gelegentlich auch mal einen Spielfilm gedreht. Jetzt kommt sein neuer Film "Master Cheng in Pohjanjoki" in die Kinos, und laut Trailer geht es um Kochen, Freundschaft und Liebe, und irgendwie auch ums Reisen, denn der Film spielt in Lappland.

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    The King of Staten Island © 2020 UNIVERSAL STUDIOS
    2020 UNIVERSAL STUDIOS

    Zwischen Komödie und Tragödie - The King of Staten Island

    Auf einem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität, zwischen Komödie und Tragödie erzählt Judd Apatow in seinem neuen Film die Geschichte des Stand-up-Comedians Pete Davidson, dessen Vater in den Trümmern des World Trade Centers starb.

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    Berlin Alexanderplatz © Wolfgang Ennenbach
    Sommerhaus/eOne Germany / Wolfgang Ennenbach

    Drama - "Berlin Alexanderplatz"

    Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz" aus dem Jahr 1929 ist ein Klassiker der Moderne: Mehrfach verfilmt wurde das Buch, immer wieder für die Theaterbühne adaptiert und dann gibt es ja auch noch die legendäre Fernsehfassung, die Rainer Werner Fassbinder Ende der 70er Jahre gedreht hat. Nun sich hat der junge deutsch-afghanische Regisseur Burhan Qurbani den "Alexanderplatz" noch einmal vorgenommen.

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    Eine größere Welt – Cécile de France (Corine); © Haut et Court
    Haut et Court

    Drama - "Eine größere Welt"

    Für die französische Filmemacherin Fabienne Berthaud ist jeder Film ein Trip in unbekannte Gefilde, von der Großstadt in eine ländliche Idylle in "Barfuß auf Nacktschnecken", oder aus der Enge einer Beziehung in die Weite eines Road-Movie-Trips quer durch Amerika, in ihrem letzten Film "Sky". In ihrem neuesten Werk eröffnet sich "Eine größere Welt" – in den Steppen der Mongolei.

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    Undine von Christian Petzold © Christian Schulz/Schramm Film
    Christian Schulz/Schramm Film

    Liebesmärchen - "Undine"

    Das lange Warten lohnt sich. Der grandiose Film "Undine" von Christian Petzold zeigt sofort, was wir im Kino in den letzten Monaten alles verpasst haben. Sein Start wurde zu Recht aufgeschoben, bis man ihn auf der Leinwand sehen kann.

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  • Ein guter Mensch ; Montage: rbbKultur
    Eye See Movies

    Türkische Krimi-Drama-Serie - "Ein guter Mensch"

    Je älter die Menschen werden, desto häufiger sind sie mit Demenz und Alzheimer konfrontiert. Rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz leben derzeit in Deutschland, Tendenz steigend. Längst schlagen diese Zahlen auch in der Literatur und im Kino durch, in einer Fülle von Erfahrungsberichten und Romanen, in Dokumentationen und Spielfilmen. Für den Helden der türkischen Krimiserie "Ein guter Mensch" (Magenta TV) wird die Krankheit auf subversive Weise zur Chance.

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    Schlaf; © Salzgeber
    Salzgeber

    Heimathorrorfilm - "Schlaf"

    Es war ein schweres Jahr für die Kinos. Auf den monatelangen Lockdown folgten drei Monate mit Auslastungen bis maximal 25% und dann trotz vorbildlicher Schutzmaßnahmen der neuerliche Kultur-Lockdown. Auch "Schlaf", das Regiedebüt von Michael Venus, hatte in den letzten Tagen vor dem neuerlichen Lockdown-Light nur einen kurzen Kino-Auftritt.

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    Robert Redford und Faye Dunaway in "Die drei Tage des Condor" © imago/United Archives
    imago/United Archives

    Spionage-Thriller | DVD und Blue-ray - "Die drei Tage des Condor"

    Sidney Pollacks Spionage-Thriller "Die drei Tage des Condor" gilt als Klassiker des "New Hollywood". Gedreht Mitte der 70er Jahre unmittelbar nach dem Watergate-Skandal zeigt der Film ein ganz neues Verständnis von der Rolle des Staates in der Gesellschaft: Das Böse kommt nicht von immer von außen, manchmal ist das Böse auch Teil des Systems. Nun kommt der Film in einer restaurierten 4K-Fassung als DVD und Blue-ray auf den Markt.

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    Szene aus der Sky-Serie "Hausen"
    Sky Deutschland/Lago Film GmbH

    Fernsehserie - "Hausen"

    Vor zwei Jahren überzeugte und bezauberte Thomas Stuber mit seinem Film "In den Gängen", in dem er das Lebensgefühl in der ostdeutschen Provinz so wahrhaftig ernüchternd wie kinotauglich magisch einfing. Nun hat der Regisseur zum ersten Mal eine Fernsehserie gedreht. "Hausen" ist seit Ende Oktober auf dem Bezahlsender Sky verfügbar.

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    Vergiftete Wahrheit © Mary Cybulski/TOBIS Film GmbH/dpa
    Mary Cybulski/TOBIS Film GmbH/dpa

    Thriller nach wahrer Begebenheit - "Vergiftete Wahrheit"

    Der Film "Vergiftete Wahrheit" erzählt eine wahre Geschichte, den Kampf eines Farmers gegen den Chemiegiganten DuPont. Der Independent Regisseur Todd Haynes hat aus dem Gerichtsfall einen Thriller im Horrorlook gemacht.

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    Christopher Nolan und John David Washington bei den Dreharbeiten zu "Tenet" foto: Melinda Sue Gordon/www.imago-images.de
    Melinda Sue Gordon/www.imago-images.de

    Science-Fiction-Thriller - "Tenet"

    Das gab es lange nicht mehr: richtig großes Kino mit enormen Schauwerten und Stars wie Robert Pattinson, Michael Caine, Kenneth Branagh, gedreht in 70mm: "Tenet" ist das neue, schon lange von vielen sehnsüchtig erwartete Werk von Christopher Nolan, dessen Filme ("Inception", "The Dark Knight Rises", "Interstellar") fast immer auch ein irrwitziges Gedankenspiel sind. Wegen Corona wurde der Film mehrfach verschoben, jetzt kommt er in Europa sogar ausnahmsweise ein paar Tage früher in die Kinos als in Amerika.

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    Tommaso Buscetta (Pierfrancesco Favino) im Exil in Braslien © Lia Pasqualino / Pandora Film
    Lia Pasqualino / Pandora Film

    Mafiafilm von Marco Bellochio - "Il Traditore - Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra"

    Der Kampf gegen die Mafia beschäftigt Italien seit Jahrzehnten. Einer der Akteure war der Untersuchungsrichter Giovanni Falcone, der in den großen Mafia-Prozessen der 80er Jahre viele der großen Bosse ins Gefängnis brachte und anschließend bei einem Bombenanschlag ums Leben kam. In dem Film “Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra” erzählt Marco Bellochio Falcones Geschichte nun aus der Sicht von dessen wichtigstem Zeugen.

     

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  • The Jesus Rolls – mit John Turturro; Screen Media Films/Atsushi Nishijima
    Screen Media Films/Atsushi Nishijima

    Gangster-Komödie - "Jesus Rolls"

    Jesus Quintana war eine Figur aus dem Kultfilm "The Big Lebowski", gespielt von John Turturro. Der US-Schauspieler hatte offenbar so viel Spaß an seiner Rolle als extrovertierter Latino-Bowler, dass er sie 20 Jahre später noch einmal aufgewärmt hat, diesmal als Hauptfigur eines eigenen Films: "Jesus Rolls" ist eine überdrehte Mischung aus Gangster-Klamotte, Roadmovie und Erotikfilm.

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    Filmstill "Bad Luck Banging or Loony Porn"" von Radu Jude, Wettbewerb Berlinale 2021 (Quelle: Silviu Gethie/MicroFilm)
    Silviu Gethie/MicroFilm

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Bad Luck Banging or Looney Porn"

    Der rumänische Regisseur Radu Jude ist fast schon Stammgast auf der Berlinale mit Auftritten in Forum und Wettbewerb, wo er 2015 mit "Aferim!" den Silbernen Bären gewonnen hat. Sein neuer Film heißt übersetzt "Kein Glück beim Vögeln oder Irrer Porno" - entsprechend derb geht es dann auch gleich in den ersten Szenen zur Sache.

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    Berlinale 2021: Nebenan © © Reiner Bajo
    Reiner Bajo

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Nebenan"

    Gleich mit seinem Regiedebüt gelang dem Schauspieler Daniel Brühl der Sprung in den Wettbewerb der Berlinale. "Nebenan" klingt nach einer kleinen intimen Geschichte und spielt in einer kleinen Eckkneipe im Prenzlauer Berg. Neben Peter Kurth hat Daniel Brühl eine der beiden Hauptrollen übernommen.

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    Berlinale 2021: Ich bin dein Mensch © Christine Fenzl
    Christine Fenzl

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Ich bin dein Mensch"

    "Ich bin dein Mensch" erzählt im Grunde die älteste Geschichte der Welt: Boy meets Girl oder Girl meets Boy – nur, dass es hier nicht um eine "normale" Liebesgeschichte geht, sondern um das Aufeinandertreffen von Mensch und Androiden. Und es zeigt sich: emotionale Verwicklungen sind auch dabei keineswegs ausgeschlossen.

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    Love Sarah © Femme Films
    Femme Films

    Tragikomödie - "Love Sarah - Liebe ist die wichtigste Zutat"

    Backen ist in der Corona-Zeit so angesagt wie lange nicht mehr. Egal ob Plätzchen, Kuchen oder das erste eigene Sauerteigbrot – auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung haben viele Menschen die Lust am eigenen Backwerk entdeckt. Da kommt der Debütfilm der deutsch-britischen Regisseurin Eliza Schroeder genau zur richtigen Zeit. In "Love Sarah" geht es um vier sehr ungleiche Menschen, die gemeinsam eine Bäckerei eröffnen.

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    Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden; Montage: rbbKultur
    good!movies

    Schwarze Komödie | DVD - "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden"

    Die Spanier gelten als Meister des Surrealismus: Ihre Liebe zum Schrägen und Übernatürlichen zeigt sich in der Malerei von Joan Miró und Salvador Dalí, in der Architektur von Antoni Gaudí und in den Filmen von Luis Buñuel. Nun schickt sich der baskische Filmemacher Aritz Moreno an, diese Tradition fortzusetzen. Sein Debutfilm "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden" war im vergangenen Jahr gleich für vier Goyas nominiert und schaffte es sogar bis zur Verleihung der Europäischen Filmpreise.

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    Pappa ante Portas © Wolfgang Jahnke/dpa
    Wolfgang Jahnke/dpa

    Komödie von Loriot | Silvester im Ersten - "Pappa ante Portas"

    Vicco von Bülow – besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot - war einer der größten deutschen Humoristen. Für viele war er sogar DER größte deutsche Humorist. Als Loriot 2011 starb, hinterließ er eine Fülle von legendären Sketchen, einige Bücher mit Cartoons – und zwei Kinofilme. Einer davon, die 1991 entstandene Komödie "Pappa ante Portas", läuft an Silvester im Ersten: als versöhnlicher Ausklang eines Jahres, in dem es ansonsten nicht viel zu lachen gab.

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    Mrs. Taylor's Singing Club © Leonine/dpa
    Leonine/dpa

    Komödie - "Mrs. Taylor's Singing Club"

    Es ist schon etwas länger her: 1997 kam "Ganz oder gar nicht" in die Kinos, Peter Cattaneos britische Komödie darüber, wie ein Trupp arbeitsloser Kerle sich als Stripper verdingt, in vier Kategorien für den Oscar nominiert, bekam er ihn dann für die Musik. Ganz zentral ist die Musik auch in Cattaneos neuem Film "Mrs. Taylor's Singing Club" mit Kristin Scott Thomas – bekannt aus "Der englische Patient" - in der Titelrolle.

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    Die Misswahl: Die Unterstützerin des Women's Liberation Movement Sally (Keira Knightley, links) und Teilnehmerin "Miss Grenada" Jennifer (Gugu Mbatha-Raw) treffen bei der Miss-World-Wahl aufeinander.; © eOne Germany
    eOne Germany

    Britische Drama-Komödie - "Die Misswahl - Der Beginn einer Revolution"

    100 Millionen Zuschauer saßen 1970 weltweit vor den Fernsehern, um die in der Londoner Royal Albert Hall abgehaltene Wahl zur "Miss World" zu verfolgen. Die Drehbuchautorinnen Rebecca Frayn und Gaby Chiappe und die Regisseurin Philippa Lowthorpe haben daraus den Film "Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution" gestrickt - prominent besetzt mit Keira Knightley.

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    Kiss Me Kosher; © X Verleih/Nati Levi
    X Verleih/Nati Levi

    Lesbischer Liebesfilm aus Israel - "Kiss me Kosher"

    Ein lesbischer Liebesfilm, der alle Klischees über das Leben in Israel aneinanderreiht, der aber trotzdem erfrischend ist und auf Kitsch verzichtet. Mit ihrem Debutfilm “Kiss me Kosher” ist Regisseurin Shirel Peleg das schier Unmögliche gelungen. Das liegt nicht zuletzt an ihren großartigen Schauspielern.

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    Szene aus dem Film "The Climb" mit Michael Covino and Kyle Marvin, Foto: Cinetic Marketing/AP Photo
    Cinetic Marketing/AP Photo

    Komödie - "The Climb"

    "The Climb" ist eine etwas andere Buddy-Komödie, die bereits auf internationalen Festivals in Cannes, Deauville und Sundance erfolgreich gelaufen ist und jetzt bei uns ins Kino kommt. Das Regiedebüt des Schauspielers Michael Angelo Covino ist eine Hommage an seine Männerfreundschaft mit Kyle Marvin, der zugleich Co-Autor des Drehbuchs ist. En passant untersucht er dabei auch gängige Männerbilder.

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    Auf der Couch in Tunis © Carole Bethuel
    2019 PROKINO Filmverleih GmbH / Carole Bethuel

    Komödie - "Auf der Couch in Tunis"

    Eine Reise nach Tunis: In ihrem Debütfilm verarbeitet Manele Labadi ihre eigenen Erfahrungen mit dem Kulturclash, den eine Französin erlebt, wenn sie ins arabische Heimatland ihrer Eltern reist. Während die Regisseurin immer nur für einige Ferienwochen in Tunis verweilte, will ihre Heldin Selma ganz zurückkehren.

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    Master Cheng in Pohjanjoki © 2019 Marianna Films Oy, By Media, Han Ruan Yuan He
    2019 Marianna Films Oy, By Media, Han Ruan Yuan He

    Komödie - Master Cheng in Pohjanjoki

    Bisher hat der Finne Mika Kaurismäki, Bruder des berühmten Aki Kaurismäki vor allem Musikdokumentationen und gelegentlich auch mal einen Spielfilm gedreht. Jetzt kommt sein neuer Film "Master Cheng in Pohjanjoki" in die Kinos, und laut Trailer geht es um Kochen, Freundschaft und Liebe, und irgendwie auch ums Reisen, denn der Film spielt in Lappland.

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    The King of Staten Island © 2020 UNIVERSAL STUDIOS
    2020 UNIVERSAL STUDIOS

    Zwischen Komödie und Tragödie - The King of Staten Island

    Auf einem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität, zwischen Komödie und Tragödie erzählt Judd Apatow in seinem neuen Film die Geschichte des Stand-up-Comedians Pete Davidson, dessen Vater in den Trümmern des World Trade Centers starb.

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    The Farewell © DCM
    dpa / DCM

    DVD Tipp | Drama - "The Farewell"

    Die Mittzwanzigerin Billi (Awkwafina) ist eine erfolglose Künstlerin in New York: Leicht neurotisch, notorisch klamm – und immer auf der Flucht vor ihren besorgten Eltern (Tsi Ma, Diana Lin), chinesischen Einwanderern, die es in den USA mit harter Arbeit zu Wohlstand gebracht haben.

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    Drinnen © zdf
    Screenshot zdf Mediathek

    ZDF Mediathek | Comedy - "DRINNEN - Im Internet sind alle gleich"

    Corona ist noch nicht überstanden. Homeoffice setzt sich durch. Und auch wenn Restaurants und Bars jetzt wieder öffnen, die Wochen nach dem Lock Down sind besonders gewesen. In dieser Zeit entstand für ZDF-Neo eine kleine Serie, die wir noch einmal all denen ans Herz legen wollen, die sie vielleicht übersehen haben.

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  • Soul – Filmstill; © 2020 Disney/Pixar
    2020 Disney/Pixar

    Pixar-Animationsfilm - "Soul"

    Für das Animationsstudio von Pixar hat Pete Docter moderne Klassiker wie "Monster Inc.", "Oben" und "Wall-E" erschaffen, und konnte dafür immerhin auch schon zwei Oscars für den besten animierten Film verbuchen. Inzwischen hat Disney den einstigen Konkurrenten Pixar aufgekauft, und Pete Docters neuester Film "Soul" startet am 25. Dezember pandemiebedingt nicht im Kino, sondern auf dem Streaming Dienst Disney+.

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    Endlich Frühling im Mumintal. Muminpapa und Muminmama freuen sich auf den Sommer; © ZDF/Moomin Characters/Gutsy Animations
    ZDF/Moomin Characters/Gutsy Animations

    Animationsserie für Kinder im Kika - "Mumintal"

    Kennen Sie Mumins? Das sind Trolle, die weißen Nilpferden gleichen, auf zwei Beinen laufen, einen Puschelpinselschwanz haben und ein freundliches Gesicht ohne sichtbaren Mund. Sie sind der wohl prominenteste Exportschlager Finnlands, erfunden von der schwedisch-finnischen Schriftstellerin und Illustratorin Tove Jansson.

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    Szene aus dem Animationsfilm "Ruben Brandt, Collector" (2018)
    imago images / Everett Collection

    Animationsfilm - "Ruben Brandt, Collector"

    Animationsfilme werden geliebt – vor allem von Kindern. Und gerade jetzt, wo die Weihnachtszeit naht, haben sie wieder Hochkonjunktur. Immer wieder gibt es allerdings auch Animationsfilme für Erwachsene – eine Entdeckung ist da das ungarische Werk "Ruben Brandt, Collector", das jetzt in die Kinos kommt.

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  • Paul (Winfried Glatzeder) und Paula (Angelica Domröse); Logo "DEFA 75"(Quelle: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Norbert Kuhröber)
    rbb/PROGRESS Film-Verleih/Norbert Kuhröber

    Im rbb Fernsehen und in der Mediathek - DEFA 75 - Werkschau zum Jubiläum

    Die Deutsche Film AG – kurz DEFA – war das kulturelle Aushängeschild der DDR. Von ihrer Gründung im Jahr 1946 bis zur Auflösung 1992 wurden hier über 4.000 Filme gedreht: Komödien und Dramen, Dokumentarfilme und Propagandastreifen, Durchschnittsware und große Meisterwerke, die Filmgeschichte geschrieben haben. Zum 75. Geburtstag der DEFA zeigt das rbb Fernsehen ab heute eine große Werkschau.

    Coded Bias © pa/Women Make Movies / Courtesy Everett Collection
    pa/Women Make Movies / Courtesy Everett Collection

    Dokumentation - "Coded Bias"

    "Coded Bias" heißt übersetzt "vorprogrammierte Diskriminierung". Wenn Menschen, in der Regel weiße Männer, Algorithmen schreiben, dann übertragen sie unbewusst ihr Weltbild auf den Code. Einem Virus gleich verbreiten sich auf diese Weise schleichend auch rassistische, klassengeprägte oder frauenfeindliche Ansichten. Was das genau für die Gesellschaft bedeutet, untersucht Shalini Kantayya in ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm.

    Bewertung:
    Schwarze Adler © picture alliance/dpa/BROADVIEW Pictures
    picture alliance/dpa/BROADVIEW Pictures

    Dokumentation - "Schwarze Adler"

    Einmal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu tragen – mit dem Schwarzen Adler auf der Brust, das ist das Größte für jeden Fußballer und jede Fußballerin. So wird es zumindest oft behauptet. Wie aber sieht das für Menschen aus, die eine dunklere Hautfarbe haben oder einen Migrationshintergrund besitzen? Mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben, das zeigt Torsten Körners großartiger Dokumentarfilm.

    Bewertung:
    The Great Green Wall © Tim Cragg Great Green Wall Ltd
    Tim Cragg Great Green Wall Ltd

    Dokumentation - "The Great Green Wall"

    Eine grüne Mauer, 8.000 Kilometer lang, soll sich eines Tages quer durch ganz Afrika ziehen. Sie soll die Sahel-Zone, das Randgebiet der Sahara, vor der Verödung schützen. Der australische Filmemacher Jared P. Scott hat das Projekt mit Unterstützung der Vereinten Nationen dokumentiert.

    Bewertung:
    Serie Hausboot © Netflix
    Netflix

    Doku-Serie auf Netflix - "Das Hausboot"

    Gunter Gabriel galt als der "deutsche Johnny Cash". Songs wie "Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld" sind Ohrwürmer. Gabriel starb 2017 und hinterließ ein Hausboot. Das erstanden die beiden Musiker Olli Schulz und Fynn Kliemann auf eBay – was sie damit machten, davon erzählt die vierteilige Doku-Serie "Das Hausboot" bei Netflix.

    Bewertung:
    Herr Bachmann und seine Klasse © Madonnen Film
    Madonnen Film

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Herr Bachmann und seine Klasse"

    Wie sieht Schulunterricht aus, bei dem Integration nicht nur versprochen, sondern wirklich praktiziert wird? Diese Frage versucht Maria Speth in ihrem Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse" zu beantworten. Ein halbes Jahr lang hat sie die Schüler der 6b an der Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf, einer hessischen Kleinstadt mit hohem Migranten-Anteil, mit der Kamera begleitet. Und sie hat einen Lehrer kennengelernt, der das Kunststück beherrscht, keinen zurückzulassen.

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    Filmstill: "Una Película de Policías" von Alonso Ruizpalacios, Wettbewerb Berlinale 2021. (Quelle: No Ficcion)
    No Ficcion

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Una película de policías"

    Mexiko hat eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt. Das liegt nicht zuletzt an der schlechten Ausbildung der mexikanischen Polizei und der omnipräsenten Korruption, die das System von oben nach unten durchzieht. In seiner Doku-Fiktion "Una pelicula de policías" versucht der mexikanische Regisseur Alonso Ruizpalacios den Ursachen der Misere auf den Grund zu gehen, scheitert aber an einem überladenen Drehbuch.

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    Berlinale 2021 | Tina © Rhonda Graam
    Rhonda Graam

    Berlinale 2021| Berlinale Special - "Tina"

    Viel hat man schon erfahren über Tina Turners Leben - im Spielfilm, in ihrer Autobiografie, in Interviews und Artikeln, doch dieser Dokumentarfilm ist durch die Vielfalt an Archivmaterial, Fotos, Konzertmitschnitten und privaten Videoaufnahmen ein Erlebnis.

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    Berlinale 2021 | Per Lucio (For Lucio) © Teche rai
    Teche rai

    Berlinale 2021| Berlinale Special - "Per Lucio"

    Lucio Dalla ist ein Vorbild für viele, vor allem in seiner Heimat Italien, wo er Kultstatus hat. Über 50 Jahre lang war der Liedermacher, der Cantautore, in der Musikbranche unterwegs, schrieb unzählige, teilweise sozialkritische Songs, war auch international höchst erfolgreich. Am 1. März 2012 starb er im Hotelzimmer in Montreux an einem Herzinfarkt.

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    Bellingcat – Christiaan Triebert; © Submarine
    Submarine

    Dokumentarfilm - "Bellingcat: Truth in a Post-Truth World"

    Wir alle, die wir im Moment viele Stunden am Bildschirm sitzen und uns im Internet informieren wollen, stehen immer wieder vor der Frage: was ist Tatsache, was Behauptung? Was ist Fakt, was Vermutung oder gar Lüge? In der arte Mediathek ist derzeit ein Dokumentarfilm über Menschen zu sehen, die nichts anderes machen, als die Geschichten, die im Internet kursieren, auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. "Bellingcat" heißt das Recherchenetzwerk, über das der niederländische Regisseur Hans Pool einen Film gedreht hat.

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    Dreiviertelblut – Weltraumtouristen © 24 Bilder
    24 Bilder

    Musik-Dokumentation - "Dreiviertelblut - Weltraumtouristen"

    "Dreiviertelblut" ist eine Band aus Oberbayern, die ihre Musik selbst als "folklorefreie Volksmusik" bezeichnet. Ihr Markenzeichen sind das bayerische Idiom von Sänger Sebastian Horn und die opulenten Melodien von Gitarrist Gerd Baumann. "Dreiviertelblut" stehen aber auch für anarchischen Humor und philosophische Spitzfindigkeiten. All das kann man im Film "Weltraumtouristen" von Regisseur Marcus H. Rosenmüller erleben.

     

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    PJ Harvey in Seamus Murphys Film "A Dog Called Money"; © Seamus Murphy
    Seamus Murphy/Salzgeber

    Dokumentarfilm - "PJ Harvey. A Dog Called Money"

    Die einen reisen so, die anderen anders. Für die Musikerin PJ Harvey war die Reise durch Kriegsgebiete an der Seite von Regisseur Seamus Murphy vor allem auch künstlerischer Input. Daraus hervorgegangen ist ein Foto-Gedichtband, das Album "The Hope Six Demolition Project" und ein Dokumentarfilm: "PJ Harvey. A Dog Called Money". Jetzt kann man diesen Film im Salzgeber-Club anschauen.

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    Netflix | Pretend it's a city © Netflix / Courtesy Everett Collection
    Netflix / Courtesy Everett Collection

    Doku-Serie | Netflix - "Pretend It's a City"

    Der Regisseur Martin Scorsese ist New Yorker durch und durch. Wie seine Freundin Frances Ann Lebowitz auch. Während Scorsese seiner Stadt in Filmen ein Denkmal setzt, tut "Fran" Lebowitz, wie sie genannt wird, dasselbe mit Worten: böse, spöttisch, liebevoll. Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Stadt so genau beobachtet wie sie. Alles, was sie denkt, darf sie jetzt sagen: in der neuen Netflix-Serie "Pretend It's a City", die einen Tag nach dem Sturm aufs Capitol online ging. Gedreht natürlich vor Corona.

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    History Catchers © arte TV
    arte TV

    Dokumentarserie | arte Mediathek - "History Catchers - Auf der Jagd nach dem perfekten Augenblick"

    Die meisten Kameraleute in dieser Dokumentarserie von Anne Thevenin und Julien Gaurichon sind unbekannt geblieben. Und das, obwohl die Ereignisse, die sie gefilmt haben, die Welt veränderten. Der Angriff auf Pearl Harbor zum Beispiel, die Atombombentests auf dem Bikini Atoll oder die erste Landung auf dem Mond. Wir kennen die Bilder, aber wir wissen nicht, wer sie aufgenommen hat.

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    Winterreise, hier: Bruno Ganz als Günther Goldsmith; © Real Fiction Filmverleih
    Real Fiction Filmverleih

    Filmessay mit Bruno Ganz - "Winterreise"

    Bruno Ganz war ein Charakterdarsteller im wahrsten Sinne des Wortes: eine beeindruckende Erscheinung auf der Bühne und auf der Leinwand. Nun ist er ein letztes Mal – posthum – im Kino zu sehen: In Anders Østergaards Dokudrama "Winterreise" spielt Ganz den jüdischen Musiker George Goldsmith, der 1941 aus Nazi-Deutschland in die USA floh.

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    I am Greta © Stadtkino Filmverleih
    Stadtkino Filmverleih

    Dokumentarfilm - "I Am Greta"

    "How dare you!": Am 23. September 2019 richtete die 15-jährige Greta Thunberg eine bittere Anklage an die Versammlung der Vereinten Nationen in New York und warnte vor dem Zusammenbruch ganzer Ökosysteme, dem "Märchen vom ewigen Wachstum" und dem Anfang eines Massensterbens. Regisseur Nathan Grossmann hat Greta von ihren ersten Streiktagen vor dem schwedischen Parlament bis zur Vollversammlung der United Nations mit der Kamera begleitet.

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    Fragen Sie Dr. Ruth - Dokumentarfilm; © Filmwelt Verleih/Media Office
    Filmwelt Verleih/Media Office

    Dokumentarfilm - "Fragen Sie Dr. Ruth"

    Können Sie sich noch erinnern, wer Sie aufgeklärt hat? Waren es Ihre Eltern, Ihre Mitschüler oder haben Sie sich die entscheidenden Informationen bei Dr. Sommer in der "Bravo" geholt? In den USA heißt die Chefaufklärerin seit 40 Jahren Dr. Ruth – eine liebenswerte ältere Dame mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die in Radiosendungen, Talkshows und Filmen ihre Ratschläge verteilt. Mit über 90 ist Ruth Westheimer noch immer aktiv – jetzt wird sie sogar zum Star eines Dokumentarfilms.

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    Anton Bruckner, Das verkannte Genie © Reinhard Winkler
    Reinhard Winkler / Arsenal Filmverleih

    Dokumentarfilm - "Anton Bruckner – Das verkannte Genie"

    Anton Bruckner war ein kleiner, untersetzter, nicht allzu pfiffiger Kirchenmusiker, voll von Gottgefälligkeit und Orgelfugen. Er bildet so ziemlich das krasseste Gegenteil zu einem filmaffinen Hipster, dass man sich nur vorstellen kann. Dies macht den Dokumentarfilm von Reiner E. Moritz umso interessanter, origineller.

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    What You Gonna Do When the World's on Fire © Grandfilm
    Grandfilm

    Dokumentation - "What you gonna do when the world is on Fire"

    Der gewaltsame Tod des Afroamerikaner George Floyd durch weiße Polizeigewalt am 25.Mai dieses Jahres hat weltweite Proteste und Demonstrationen gegen systemischen Rassismus ausgelöst. Den Film hat Roberto Minervini zwar bereits 2017 gedreht worden, hat durch den Tod von George Floyd aber eine so aktuelle Brisanz und Dringlichkeit bekommen, dass der Grandfilm-Verleih ihn ab morgen in die deutschen Kinos bringt.

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  • The Virtues – Filmstill; © arte
    arte

    Britische Serie auf arte.tv - "The Virtues"

    Bekannt geworden ist der britische Autor und Regisseur Shane Meadows vor allem mit seinem Kinofilm "This is England" über einen 12-jährigen Jungen, der sich einer Bande Skinheads anschließt. In der Miniserie "The Virtues" thematisiert Meadows einen besonders wunden, lange verdrängten Teil des eigenen Lebens. Die Serie ist Teil eines großen Online-Angebots britischer Serien auf Arte.

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    Paul (Winfried Glatzeder) und Paula (Angelica Domröse); Logo "DEFA 75"(Quelle: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Norbert Kuhröber)
    rbb/PROGRESS Film-Verleih/Norbert Kuhröber

    Im rbb Fernsehen und in der Mediathek - DEFA 75 - Werkschau zum Jubiläum

    Die Deutsche Film AG – kurz DEFA – war das kulturelle Aushängeschild der DDR. Von ihrer Gründung im Jahr 1946 bis zur Auflösung 1992 wurden hier über 4.000 Filme gedreht: Komödien und Dramen, Dokumentarfilme und Propagandastreifen, Durchschnittsware und große Meisterwerke, die Filmgeschichte geschrieben haben. Zum 75. Geburtstag der DEFA zeigt das rbb Fernsehen ab heute eine große Werkschau.

    Coded Bias © pa/Women Make Movies / Courtesy Everett Collection
    pa/Women Make Movies / Courtesy Everett Collection

    Dokumentation - "Coded Bias"

    "Coded Bias" heißt übersetzt "vorprogrammierte Diskriminierung". Wenn Menschen, in der Regel weiße Männer, Algorithmen schreiben, dann übertragen sie unbewusst ihr Weltbild auf den Code. Einem Virus gleich verbreiten sich auf diese Weise schleichend auch rassistische, klassengeprägte oder frauenfeindliche Ansichten. Was das genau für die Gesellschaft bedeutet, untersucht Shalini Kantayya in ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm.

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    Home © imago images / Mary Evans
    imago images / Mary Evans

    Drama - "Home"

    Homeoffice, Homeschooling, Homestudio – langsam sind wir der eigenen vier Wände überdrüssig. Was aber, wenn das Zuhause bedroht ist? Wenn der Ort der Privatheit, des Schutzes, der Erholung zu bröckeln beginnt? Die Schweizer Regisseurin Ursula Meier spielt dieses Worst-Case-Szenario einmal durch in ihrem Film "Home" mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Ursula Meier gewann 2008 mit ihrem Erstlingswerk drei Césars.

    Bewertung:
    Anne with an E – Amybeth McNulty und Dalila Bela; © Netflix/Courtesy Everett Collection
    Netflix/Courtesy Everett Collection

    Dramaserie - "Anne with an E"

    Kennen Sie Anne of Green Gables? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Erfunden wurde sie vor mehr als 100 Jahren von der Kanadierin Lucy Maud Montgomery, die schon früh über selbstbewusste und eigensinnige Mädchen und Frauen geschrieben hat. Ihre Romanreihe über das Coming of Age des Waisenkindes "Anne of Green Gables" wurde ab 1908 in Kanada veröffentlicht und schon mehrfach für TV und Kino adaptiert. Für Netflix hat Moira Walley-Beckett den Stoff neu aufgelegt.

    Bewertung:
    Szene aus dem Film "Futur Drei" von Faraz Shariat
    Salzgeber

    Film und Online-Festival - "Futur Drei"

    Der Film "Futur Drei" ist das Debüt des Regisseurs Faraz Shariat, der darin seine eigenen Erlebnisse als Exil-Iraner in Deutschland verarbeitet: Was bedeutet es, in Deutschland geboren und aufgewachsen zu sein? Seine Premiere feierte der Film im letzten Jahr auf der Berlinale in der Sektion 'Panorama' und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Parallel zum Video on Demand-Start findet ein begleitendes viertägiges Online-Festival statt.

    Bewertung:
    Schwarze Adler © picture alliance/dpa/BROADVIEW Pictures
    picture alliance/dpa/BROADVIEW Pictures

    Dokumentation - "Schwarze Adler"

    Einmal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu tragen – mit dem Schwarzen Adler auf der Brust, das ist das Größte für jeden Fußballer und jede Fußballerin. So wird es zumindest oft behauptet. Wie aber sieht das für Menschen aus, die eine dunklere Hautfarbe haben oder einen Migrationshintergrund besitzen? Mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben, das zeigt Torsten Körners großartiger Dokumentarfilm.

    Bewertung:
    A Sun – mit Chen Yi-wen und Liu Kuan-Ting; © dpa/Netflix/Everett Collection
    dpa/Netflix/Everett Collection

    Familiendrama - "A Sun"

    Zwei junge Männer brettern auf einem Moped durch die Stadt, es regnet in Strömen, es ist Nacht. Sie halten an, betreten durch den Hintereingang eine Großküche. Und hier geschieht in Sekundenschnelle ein grausames Attentat. Einer der beiden Motorradfahrer zieht eine Axt hervor und hackt einem jungen Mann aus der Küche die Hand ab – die fliegt durch den Raum und versinkt langsam im Suppentopf ... Wer denkt, es handelt sich hier um ein "Splattermovie", liegt falsch.

    Bewertung:
    Pure: Marnie (Charly Clive, M.) kämpft mit ihrer Zwangsstörung, welche ihr Leben mit ihren Freunden Amber (Niamh Algar, l.), Joe (Anthony Welsh, 2.v.l.), Charlie (Joe Cole, 2.v.r.) und Shereen (Kiran Sonia Sawar, r.) äußerst erschwert.; © ZDF/Phil Fisk
    ZDF/Phil Fisk

    Berührend-komische Dramaserie - "Pure"

    Viele Menschen leiden unter Zwangsneurosen, die ihren Alltag in einen Alptraum verwandeln - aber wahrscheinlich können nur die Briten daraus eine Serie machen, die zugleich entwaffnend ehrlich und sehr empathisch und trotzdem auch noch komisch ist. Die sechsteilige Serie "Pure" basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Rose Cartwright und wurde 2019 von HBO produziert.

    Bewertung:
    The Jesus Rolls – mit John Turturro; Screen Media Films/Atsushi Nishijima
    Screen Media Films/Atsushi Nishijima

    Gangster-Komödie - "Jesus Rolls"

    Jesus Quintana war eine Figur aus dem Kultfilm "The Big Lebowski", gespielt von John Turturro. Der US-Schauspieler hatte offenbar so viel Spaß an seiner Rolle als extrovertierter Latino-Bowler, dass er sie 20 Jahre später noch einmal aufgewärmt hat, diesmal als Hauptfigur eines eigenen Films: "Jesus Rolls" ist eine überdrehte Mischung aus Gangster-Klamotte, Roadmovie und Erotikfilm.

    Bewertung:
    The Great Green Wall © Tim Cragg Great Green Wall Ltd
    Tim Cragg Great Green Wall Ltd

    Dokumentation - "The Great Green Wall"

    Eine grüne Mauer, 8.000 Kilometer lang, soll sich eines Tages quer durch ganz Afrika ziehen. Sie soll die Sahel-Zone, das Randgebiet der Sahara, vor der Verödung schützen. Der australische Filmemacher Jared P. Scott hat das Projekt mit Unterstützung der Vereinten Nationen dokumentiert.

    Bewertung:
    Serie Hausboot © Netflix
    Netflix

    Doku-Serie auf Netflix - "Das Hausboot"

    Gunter Gabriel galt als der "deutsche Johnny Cash". Songs wie "Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld" sind Ohrwürmer. Gabriel starb 2017 und hinterließ ein Hausboot. Das erstanden die beiden Musiker Olli Schulz und Fynn Kliemann auf eBay – was sie damit machten, davon erzählt die vierteilige Doku-Serie "Das Hausboot" bei Netflix.

    Bewertung:
    Szene aus dem Film "Corpus Christi"
    Arsenalfilm

    Filmdrama - "Corpus Christi"

    Das polnische Kino hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt: Junge Filmemacher*innen sind in die Fußstapfen von Pawel Pawlikowski getreten, der 2015 den Oscar für seinen Film "Ida" gewann. Jan Komasa beispielsweise, Jahrgang 1981, wird als neuer Shooting Star des polnischen Kinos gefeiert. Sein Film "Corpus Christi" über einen jungen Strafgefangenen, der unbedingt Priester werden will, ist eine spannende Auseinandersetzung über Fragen von Glauben und Identität.

    Bewertung:
    We are who we are © dpa/Yannis Drakoulidis/HBO/Everett Collection
    dpa/Yannis Drakoulidis/HBO/Everett Collection

    Coming of Age-Serie - "We Are Who We Are"

    Der Italiener Luca Guadagnino ist ein Regisseur, der in besonderer Weise von Gefühlen erzählt, sei es die Achterbahnfahrt eines Alkoholtrips in "I am Love" mit Tilda Swinton oder das flirrende Sommergefühl einer ersten Liebe in Italien in dem Oscar-Film "Call Me by Your Name". Jetzt hat er zum ersten Mal eine Fernsehserie inszeniert.

    Bewertung:
    Herr Bachmann und seine Klasse © Madonnen Film
    Madonnen Film

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Herr Bachmann und seine Klasse"

    Wie sieht Schulunterricht aus, bei dem Integration nicht nur versprochen, sondern wirklich praktiziert wird? Diese Frage versucht Maria Speth in ihrem Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse" zu beantworten. Ein halbes Jahr lang hat sie die Schüler der 6b an der Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf, einer hessischen Kleinstadt mit hohem Migranten-Anteil, mit der Kamera begleitet. Und sie hat einen Lehrer kennengelernt, der das Kunststück beherrscht, keinen zurückzulassen.

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    Filmstill: "Una Película de Policías" von Alonso Ruizpalacios, Wettbewerb Berlinale 2021. (Quelle: No Ficcion)
    No Ficcion

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Una película de policías"

    Mexiko hat eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt. Das liegt nicht zuletzt an der schlechten Ausbildung der mexikanischen Polizei und der omnipräsenten Korruption, die das System von oben nach unten durchzieht. In seiner Doku-Fiktion "Una pelicula de policías" versucht der mexikanische Regisseur Alonso Ruizpalacios den Ursachen der Misere auf den Grund zu gehen, scheitert aber an einem überladenen Drehbuch.

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    Berlinale 2021 | Wheel of Fortune and Fantasy © 2021 Neopa/Fictive
    2021 Neopa/Fictive

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Wheel of Fortune and Fantasy"

    Nach vielen Filmen aus Deutschland und Europa zum Schluss noch ein Ausflug auf einen fernen Kontinent, nach Japan: "Genießen Sie es, sich von der Unvorhersehbarkeit der Welt überraschen zu lassen", fordert Regisseur Ryûsuke Hamaguchi die Zuschauer auf und entfaltet drei Episoden zum Thema Glück und Fantasie.

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    Berlinale 2021 | Ballad of a White Cow © Amin Jafari
    Amin Jafari

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Ballad of a White Cow"

    Ein Mann wird fälschlicherweise als Mörder hingerichtet, seine Frau muss mit den Konsequenzen leben. Ist ein solches Unrecht jemals wieder gut zu machen? In Behtash Sanaeehas und Maryam Moghaddams Drama "Ghasideyeh gave sefid" ("Ballad of a White Cow") geht es um grundlegende Fragen von Schuld und Sühne – und um die Defizite eines Rechtssystems, das im 21. Jahrhundert noch immer auf der Scharia beruht.

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    Berlinale 2021 | Per Lucio (For Lucio) © Teche rai
    Teche rai

    Berlinale 2021| Berlinale Special - "Per Lucio"

    Lucio Dalla ist ein Vorbild für viele, vor allem in seiner Heimat Italien, wo er Kultstatus hat. Über 50 Jahre lang war der Liedermacher, der Cantautore, in der Musikbranche unterwegs, schrieb unzählige, teilweise sozialkritische Songs, war auch international höchst erfolgreich. Am 1. März 2012 starb er im Hotelzimmer in Montreux an einem Herzinfarkt.

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    Berlinale 2021 | Tina © Rhonda Graam
    Rhonda Graam

    Berlinale 2021| Berlinale Special - "Tina"

    Viel hat man schon erfahren über Tina Turners Leben - im Spielfilm, in ihrer Autobiografie, in Interviews und Artikeln, doch dieser Dokumentarfilm ist durch die Vielfalt an Archivmaterial, Fotos, Konzertmitschnitten und privaten Videoaufnahmen ein Erlebnis.

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    Berlinale 2021 | Forest – I See You Everywhere © Ákos Nyoszoli, Mátyás Gyuricza 
    Ákos Nyoszoli, Mátyás Gyuricza

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Forest - I See You Everywhere"

    Eine Tochter, die ihren Vater für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht, ein kinderloses Paar mit einem traurigen Geheimnis im Schrank und eine Frau, die ihrem todkranken Mann am Vorabend einer schweren Operation die Hörner aufsetzt – ausgerechnet mit seinem Sohn. Für die Charaktere in Bence Fliegaufs Episoden-Film "Rengeteg – mindenhol látlak" ("Forest – I see you everywhere") ist Empathie ein Fremdwort. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – schaut man ihnen gebannt zu.

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    Petite Maman © Lilies Films
    Lilies Films

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Petite Maman"

    Die französische Regisseurin Céline Sciamma ist einer der Shooting Stars des europäischen Kinos. Im Zentrum ihrer Filme stehen meist Frauen und ihre Gefühlswelt, so auch bei "Petite Maman" – ein Coming of Age-Film über ein 8-jähriges Mädchen, das den Tod seiner geliebten Großmutter verarbeiten muss.

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    Filmstill "Albatros" von Xavier Beauvois, Wettbewerb Berlinale 2021 (Quelle: Guy Ferrandis)
    Guy Ferrandis

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Albatros"

    Schauspieler Xavier Beauvois hat sich schon öfter als interessanter Regisseur hervorgetan - unter anderem in "Eine fatale Entscheidung" und "Von Menschen und Göttern". Im Wettbewerb der Berlinale läuft sein neuestes Regiewerk "Albatros".

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    Filmstill "Bad Luck Banging or Loony Porn"" von Radu Jude, Wettbewerb Berlinale 2021 (Quelle: Silviu Gethie/MicroFilm)
    Silviu Gethie/MicroFilm

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Bad Luck Banging or Looney Porn"

    Der rumänische Regisseur Radu Jude ist fast schon Stammgast auf der Berlinale mit Auftritten in Forum und Wettbewerb, wo er 2015 mit "Aferim!" den Silbernen Bären gewonnen hat. Sein neuer Film heißt übersetzt "Kein Glück beim Vögeln oder Irrer Porno" - entsprechend derb geht es dann auch gleich in den ersten Szenen zur Sache.

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    Die Saat © kurhaus production
    kurhaus production

    Berlinale 2021 | Perspektive Deutsches Kino - "Die Saat"

    In der Sektion "Perspektiven Deutsches Kino“" läuft der Film "Die Saat" von Mia Maariel Meyer mit prominenter Besetzung: Hanno Kofler, Robert Stadlober und einer großartigen Entdeckung: Dora Zygouri, die ein junges Mädchen spielt, das von ganz anderen Dingen träumt als denen, die sie in diesem Sommer erleben wird.

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    Berlinale 2021: Inteurodeoksyeon | Introduction © Jeonwonsa Film Co.Production
    Jeonwonsa Film Co.Production

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Inteurodeoksyeon"

    Der südkoreanische Regisseur Hong Sangsoo ist Stammgast auf der Berlinale. Seine Filme sind kleine poetische Rätsel, in denen man sich die Wahrheit oft zwischen den Zeilen suchen muss. In "Inteurodeoksyeon" geht es um zwei junge Menschen, die sich ihren Weg ins Leben bahnen – gegen den Widerstand der Elterngeneration.

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    Természetes fény (Natural Light) © Tamás Dobos
    Tamás Dobos

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Natural Light"

    Gleich mit seinem ersten Spielfilm hat es der ungarische Regisseur Dénes Nagy in den Berlinale-Wettbewerb geschafft. "Natural Light" ("Természetes fény") ist die Geschichte einer ungarischen Infanterie-Einheit, die im Zweiten Weltkrieg gegen russische Partisanen kämpft – und dabei von einem moralischen Dilemma ins nächste stolpert.

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    Berlinale 2021:Fabian oder Der Gang vor die Hunde © © Hanno Lentz / Lupa Film
    Hanno Lentz / Lupa Film

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Fabian oder Der Gang vor die Hunde"

    Im gleichnamigen, 1931 veröffentlichten Roman von Erich Kästner, wird die Geschichte von Jakob Fabian (Tom Schilling) erzählt, der tags als Werbetexter in einer Zigarettenfabrik arbeitet und nachts durchs Berliner Nachtleben taumelt. Vor dem Hintergrund der unruhigen Zeiten vor Hitlers Machtergreifung geht es um seine Freundschaft zum Literaturwissenschaftler Labude (Albrecht Schuch) und seine Liebe zur jungen Schauspielerin Cornelia (Saskia Rosendahl).

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    Berlinale 2021: Nebenan © © Reiner Bajo
    Reiner Bajo

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Nebenan"

    Gleich mit seinem Regiedebüt gelang dem Schauspieler Daniel Brühl der Sprung in den Wettbewerb der Berlinale. "Nebenan" klingt nach einer kleinen intimen Geschichte und spielt in einer kleinen Eckkneipe im Prenzlauer Berg. Neben Peter Kurth hat Daniel Brühl eine der beiden Hauptrollen übernommen.

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    Berlinale 2021: Ich bin dein Mensch © Christine Fenzl
    Christine Fenzl

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Ich bin dein Mensch"

    "Ich bin dein Mensch" erzählt im Grunde die älteste Geschichte der Welt: Boy meets Girl oder Girl meets Boy – nur, dass es hier nicht um eine "normale" Liebesgeschichte geht, sondern um das Aufeinandertreffen von Mensch und Androiden. Und es zeigt sich: emotionale Verwicklungen sind auch dabei keineswegs ausgeschlossen.

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    Berlinale 2021: Memory Box © Haut et Court - Abbout Productions - Micro_Scope
    Haut et Court - Abbout Productions - Micro_Scope

    Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Memory Box"

    Was macht der Krieg mit den Menschen? Und welche Spuren hinterlässt er selbst bei jenen, die ihn gar nicht mehr miterlebt haben? Dieser Frage sind die beiden libanesischen Filmemacher*innen Joana Hadjithomas und Khalil Joreige nachgegangen: In "Memory Box" erzählen sie von der 17-jährigen Alex und ihrer Mutter Maia, die beide auf ganz unterschiedliche Weise an den Traumata des libanesischen Bürgerkrieges leiden.

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    Bellingcat – Christiaan Triebert; © Submarine
    Submarine

    Dokumentarfilm - "Bellingcat: Truth in a Post-Truth World"

    Wir alle, die wir im Moment viele Stunden am Bildschirm sitzen und uns im Internet informieren wollen, stehen immer wieder vor der Frage: was ist Tatsache, was Behauptung? Was ist Fakt, was Vermutung oder gar Lüge? In der arte Mediathek ist derzeit ein Dokumentarfilm über Menschen zu sehen, die nichts anderes machen, als die Geschichten, die im Internet kursieren, auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. "Bellingcat" heißt das Recherchenetzwerk, über das der niederländische Regisseur Hans Pool einen Film gedreht hat.

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    Dreiviertelblut – Weltraumtouristen © 24 Bilder
    24 Bilder

    Musik-Dokumentation - "Dreiviertelblut - Weltraumtouristen"

    "Dreiviertelblut" ist eine Band aus Oberbayern, die ihre Musik selbst als "folklorefreie Volksmusik" bezeichnet. Ihr Markenzeichen sind das bayerische Idiom von Sänger Sebastian Horn und die opulenten Melodien von Gitarrist Gerd Baumann. "Dreiviertelblut" stehen aber auch für anarchischen Humor und philosophische Spitzfindigkeiten. All das kann man im Film "Weltraumtouristen" von Regisseur Marcus H. Rosenmüller erleben.

     

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    Filmstill: Bild aus der Amazon-Serie <<Wir Kinder vom Bahnhof Zoo>>, Staffel 1, Episode 3. (Quelle: amazon/Mike Kraus/Soap Images)
    amazon/Mike Kraus/Soap Images

    Neuverfilmung als Serie - "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"

    In den 1970er und 1980er Jahren war der Bahnhof Zoo ein berüchtigter Treffpunkt der Westberliner Drogenszene. Unter dem Titel "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" erschien 1978 ein von zwei Reportern des Magazins Der Stern verfasstes Buch. Es gewährte intime Einblicke in den Alltag von fünf minderjährigen drogensüchtigen Prostituierten, aus der Perspektive der damals 16-jährigen Christiane Felscherow, genannt Christiane F. 1981 hat Uli Edel das Buch verfilmt, mit weltweitem Erfolg.

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    PJ Harvey in Seamus Murphys Film "A Dog Called Money"; © Seamus Murphy
    Seamus Murphy/Salzgeber

    Dokumentarfilm - "PJ Harvey. A Dog Called Money"

    Die einen reisen so, die anderen anders. Für die Musikerin PJ Harvey war die Reise durch Kriegsgebiete an der Seite von Regisseur Seamus Murphy vor allem auch künstlerischer Input. Daraus hervorgegangen ist ein Foto-Gedichtband, das Album "The Hope Six Demolition Project" und ein Dokumentarfilm: "PJ Harvey. A Dog Called Money". Jetzt kann man diesen Film im Salzgeber-Club anschauen.

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    Love Sarah © Femme Films
    Femme Films

    Tragikomödie - "Love Sarah - Liebe ist die wichtigste Zutat"

    Backen ist in der Corona-Zeit so angesagt wie lange nicht mehr. Egal ob Plätzchen, Kuchen oder das erste eigene Sauerteigbrot – auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung haben viele Menschen die Lust am eigenen Backwerk entdeckt. Da kommt der Debütfilm der deutsch-britischen Regisseurin Eliza Schroeder genau zur richtigen Zeit. In "Love Sarah" geht es um vier sehr ungleiche Menschen, die gemeinsam eine Bäckerei eröffnen.

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    One Night in Miami © Amazon / Courtesy Everett Collection / dpa
    Amazon / Courtesy Everett Collection / dpa

    Drama | Black History Month - "One Night in Miami"

    Am 25. Februar 1964 trat Cassius Clay, der sich später Muhammad Ali nannte, im Convention Center in Miami gegen Sonny Liston an und wurde zum ersten Mal Weltmeister im Schwergewichtsboxen. Was wäre, wenn er sich in dieser Nacht mit drei weiteren schwarzafrikanischen Legenden zum Feiern getroffen hätte, mit dem Bürgerrechts-Aktivisten Malcolm X, dem Soul-Sänger Sam Cooke und dem Football-Star Jim Brown? Regina King hat daraus ihr Regiedebüt gemacht.

     

    Bewertung:
    Vanessa Kirby in "Pieces of a Woman"; © dpa/Netflix/Courtesy Everett Collection
    dpa/Netflix/Courtesy Everett Collection

    Drama | Netflix - "Pieces of a Woman"

    Letztes Jahr als beste Schauspielerin beim Filmfest in Venedig ausgezeichnet, darf die britische Schauspielerin Vanessa Kirby sich wohl dieses Jahr Hoffnung auf den Oscar machen. Wer sie nicht kennt: Kirby spielte die junge Prinzessin Margaret in der Netflix-Serie "The Crown". Jetzt ist sie neben Shia LaBeouf in der Hauptrolle von "Pieces of a Woman" zu sehen, der neue aufwühlende Film des ungarischen Regisseurs Kornél Mundruczó.

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    Filmszene "Das letzte Mahl" (Quelle: Apollo-Film)
    Apollo-Film

    Historisches Drama | DVD - "Das letzte Mahl"

    Der 30. Januar 1933 - der Tag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler - wird in der deutschen Geschichtsschreibung als "Machtergreifung" der Nazis bezeichnet. Eine Zäsur, die Unheil und Verwüstung über ganz Europa gebracht und über 70 Millionen Menschen ihr Leben gekostet hat. Wie eine jüdische Familie in Berlin diesen Tag erlebt, zeigt der Film "Das letzte Mahl" von Florian Frerichs.

    Bewertung:
    Ein guter Mensch ; Montage: rbbKultur
    Eye See Movies

    Türkische Krimi-Drama-Serie - "Ein guter Mensch"

    Je älter die Menschen werden, desto häufiger sind sie mit Demenz und Alzheimer konfrontiert. Rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz leben derzeit in Deutschland, Tendenz steigend. Längst schlagen diese Zahlen auch in der Literatur und im Kino durch, in einer Fülle von Erfahrungsberichten und Romanen, in Dokumentationen und Spielfilmen. Für den Helden der türkischen Krimiserie "Ein guter Mensch" (Magenta TV) wird die Krankheit auf subversive Weise zur Chance.

    Bewertung:
    Netflix | Pretend it's a city © Netflix / Courtesy Everett Collection
    Netflix / Courtesy Everett Collection

    Doku-Serie | Netflix - "Pretend It's a City"

    Der Regisseur Martin Scorsese ist New Yorker durch und durch. Wie seine Freundin Frances Ann Lebowitz auch. Während Scorsese seiner Stadt in Filmen ein Denkmal setzt, tut "Fran" Lebowitz, wie sie genannt wird, dasselbe mit Worten: böse, spöttisch, liebevoll. Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Stadt so genau beobachtet wie sie. Alles, was sie denkt, darf sie jetzt sagen: in der neuen Netflix-Serie "Pretend It's a City", die einen Tag nach dem Sturm aufs Capitol online ging. Gedreht natürlich vor Corona.

    Bewertung:
    Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden; Montage: rbbKultur
    good!movies

    Schwarze Komödie | DVD - "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden"

    Die Spanier gelten als Meister des Surrealismus: Ihre Liebe zum Schrägen und Übernatürlichen zeigt sich in der Malerei von Joan Miró und Salvador Dalí, in der Architektur von Antoni Gaudí und in den Filmen von Luis Buñuel. Nun schickt sich der baskische Filmemacher Aritz Moreno an, diese Tradition fortzusetzen. Sein Debutfilm "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden" war im vergangenen Jahr gleich für vier Goyas nominiert und schaffte es sogar bis zur Verleihung der Europäischen Filmpreise.

    Bewertung:
    Midnight Sky © Netflix/Entertainment Pictures/ZUMAPRESS.com
    Netflix/Entertainment Pictures/ZUMAPRESS.com

    Sciene Fiction-Drama | Netflix - "The Midnight Sky"

    Lange haben wir nichts mehr von oder mit George Clooney gesehen - mal abgesehen von Kaffee-Werbespots und einer Tequila-Destillerie, die er für eine Milliarde Dollar verkauft hat. "The Midnight Sky" heißt seine neueste Regiearbeit und ist eine Verfilmung des distopischen Science Fiction-Romans "Good Morning Midnight" von Lily Brooks-Dalton. Der Film ist ein Netflix-Original, dem durchaus Oscar-Chancen eingeräumt werden.

    Bewertung:
    Bir Başkadır; © Netflix
    Netflix

    Türkische Drama-Serie | Netflix - "Bir Başkadır – Acht Menschen in Istanbul"

    Seit Corona diskutieren Kritiker*innen mehr über Serien als über Filme. Serien gibt es genug und da lassen sich in steter Regelmäßigkeit Entdeckungen machen. Seit November hat Netflix eine türkische Serie im Angebot, mit deren Erfolg wohl niemand gerechnet hat: "Bir Başkadır – Acht Menschen in Istanbul". Die Folgen laufen im Original mit Untertiteln oder auf englisch. Was dem Reiz der Serie allerdings keinen Abbruch tut.

    Bewertung:
    Pappa ante Portas © Wolfgang Jahnke/dpa
    Wolfgang Jahnke/dpa

    Komödie von Loriot | Silvester im Ersten - "Pappa ante Portas"

    Vicco von Bülow – besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot - war einer der größten deutschen Humoristen. Für viele war er sogar DER größte deutsche Humorist. Als Loriot 2011 starb, hinterließ er eine Fülle von legendären Sketchen, einige Bücher mit Cartoons – und zwei Kinofilme. Einer davon, die 1991 entstandene Komödie "Pappa ante Portas", läuft an Silvester im Ersten: als versöhnlicher Ausklang eines Jahres, in dem es ansonsten nicht viel zu lachen gab.

    Bewertung:
    Soul – Filmstill; © 2020 Disney/Pixar
    2020 Disney/Pixar

    Pixar-Animationsfilm - "Soul"

    Für das Animationsstudio von Pixar hat Pete Docter moderne Klassiker wie "Monster Inc.", "Oben" und "Wall-E" erschaffen, und konnte dafür immerhin auch schon zwei Oscars für den besten animierten Film verbuchen. Inzwischen hat Disney den einstigen Konkurrenten Pixar aufgekauft, und Pete Docters neuester Film "Soul" startet am 25. Dezember pandemiebedingt nicht im Kino, sondern auf dem Streaming Dienst Disney+.

    Bewertung:
    Wir beide – Szenenfoto; © Paprika Films
    Paprika Films

    Drama | DVD und Stream - "Wir beide"

    Die Zeiten, in den Homosexualität im Kino ein Tabuthema war, sind zum Glück vorbei. Ältere schwule oder lesbische Paare schaffen es jedoch noch immer kaum auf die Leinwand. Umso bemerkenswerter ist der Film "Wir beide" von Filippo Meneghetti: Das Porträt zweier Frauen Anfang 70, die ihre Liebe über Jahrzehnte vor ihrer Umwelt geheim gehalten habe – so lange, bis es fast zu spät ist.

     

    Bewertung:
    Was wir wollten; © Netflix
    Netflix

    Drama auf Netflix - "Was wir wollten"

    Auch bei Netflix rücken deutschsprachige Produktionen zunehmend in den Fokus. Darunter jetzt auch die hauseigene Produktion, der österreichische Spielfilm "Was wir wollten". In den Hauptrollen des Beziehungsdramas spielen Lavinia Wilson und Komödienstar Elyas M‘Barek.

    Bewertung:
    Gary Oldman in "Mank" © Netflix
    Netflix

    Drama | ab 04.12. auf Netflix - "Mank"

    In seinem neuen Film "Mank" rollt Regisseur David Fincher die Entstehungsgeschichte des Drehbuchs zu "Citizen Kane" auf, für das Orson Welles und Herman Mankiewicz 1942 gemeinsam einen Oscar bekamen. Ab dem 4. Dezember ist "Mank" auf Netflix verfügbar.

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    Ida (Agata Trzebuchowska) verlässt das Kloster, um ihre Tante kennenzulernen; © Arsenal Filmverleih
    Arsenal Filmverleih

    Drama - "Ida"

    Anspruchsvolle Filme in Zeiten geschlossener Kinos verspricht ein neuer Streaming-Kanal: "good!movies" bündelt das Angebot von insgesamt 11 deutschen Filmkunst-Verleihern. Nicht nur Hollywood-Blockbuster und Serien stehen dabei im Mittelpunkt, sondern Arthouse-Kino und anspruchsvolle Dokumentationen. Eines der Highlights: der polnische Film "Ida" des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski, der den Europäischen Filmpreis und den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann.

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    Endlich Frühling im Mumintal. Muminpapa und Muminmama freuen sich auf den Sommer; © ZDF/Moomin Characters/Gutsy Animations
    ZDF/Moomin Characters/Gutsy Animations

    Animationsserie für Kinder im Kika - "Mumintal"

    Kennen Sie Mumins? Das sind Trolle, die weißen Nilpferden gleichen, auf zwei Beinen laufen, einen Puschelpinselschwanz haben und ein freundliches Gesicht ohne sichtbaren Mund. Sie sind der wohl prominenteste Exportschlager Finnlands, erfunden von der schwedisch-finnischen Schriftstellerin und Illustratorin Tove Jansson.

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    Schlaf; © Salzgeber
    Salzgeber

    Heimathorrorfilm - "Schlaf"

    Es war ein schweres Jahr für die Kinos. Auf den monatelangen Lockdown folgten drei Monate mit Auslastungen bis maximal 25% und dann trotz vorbildlicher Schutzmaßnahmen der neuerliche Kultur-Lockdown. Auch "Schlaf", das Regiedebüt von Michael Venus, hatte in den letzten Tagen vor dem neuerlichen Lockdown-Light nur einen kurzen Kino-Auftritt.

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    History Catchers © arte TV
    arte TV

    Dokumentarserie | arte Mediathek - "History Catchers - Auf der Jagd nach dem perfekten Augenblick"

    Die meisten Kameraleute in dieser Dokumentarserie von Anne Thevenin und Julien Gaurichon sind unbekannt geblieben. Und das, obwohl die Ereignisse, die sie gefilmt haben, die Welt veränderten. Der Angriff auf Pearl Harbor zum Beispiel, die Atombombentests auf dem Bikini Atoll oder die erste Landung auf dem Mond. Wir kennen die Bilder, aber wir wissen nicht, wer sie aufgenommen hat.

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    Robert Redford und Faye Dunaway in "Die drei Tage des Condor" © imago/United Archives
    imago/United Archives

    Spionage-Thriller | DVD und Blue-ray - "Die drei Tage des Condor"

    Sidney Pollacks Spionage-Thriller "Die drei Tage des Condor" gilt als Klassiker des "New Hollywood". Gedreht Mitte der 70er Jahre unmittelbar nach dem Watergate-Skandal zeigt der Film ein ganz neues Verständnis von der Rolle des Staates in der Gesellschaft: Das Böse kommt nicht von immer von außen, manchmal ist das Böse auch Teil des Systems. Nun kommt der Film in einer restaurierten 4K-Fassung als DVD und Blue-ray auf den Markt.

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    Szene aus der Sky-Serie "Hausen"
    Sky Deutschland/Lago Film GmbH

    Fernsehserie - "Hausen"

    Vor zwei Jahren überzeugte und bezauberte Thomas Stuber mit seinem Film "In den Gängen", in dem er das Lebensgefühl in der ostdeutschen Provinz so wahrhaftig ernüchternd wie kinotauglich magisch einfing. Nun hat der Regisseur zum ersten Mal eine Fernsehserie gedreht. "Hausen" ist seit Ende Oktober auf dem Bezahlsender Sky verfügbar.

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    FilmskillUnd morgen die ganze Welt (Bild: ALAMODE FILMDISTRIBUTION)
    ALAMODE FILMDISTRIBUTION

    Drama - "Und morgen die ganze Welt"

    Artikel 20 unseres Grundgesetzes: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt (…) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Wie das konkret aussehen könnte, hat Julia von Henze in ihrem neuesten Spielfilm "Und morgen die ganze Welt" durchgespielt.

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    Szene aus dem Animationsfilm "Ruben Brandt, Collector" (2018)
    imago images / Everett Collection

    Animationsfilm - "Ruben Brandt, Collector"

    Animationsfilme werden geliebt – vor allem von Kindern. Und gerade jetzt, wo die Weihnachtszeit naht, haben sie wieder Hochkonjunktur. Immer wieder gibt es allerdings auch Animationsfilme für Erwachsene – eine Entdeckung ist da das ungarische Werk "Ruben Brandt, Collector", das jetzt in die Kinos kommt.

    Bewertung:
    Winterreise, hier: Bruno Ganz als Günther Goldsmith; © Real Fiction Filmverleih
    Real Fiction Filmverleih

    Filmessay mit Bruno Ganz - "Winterreise"

    Bruno Ganz war ein Charakterdarsteller im wahrsten Sinne des Wortes: eine beeindruckende Erscheinung auf der Bühne und auf der Leinwand. Nun ist er ein letztes Mal – posthum – im Kino zu sehen: In Anders Østergaards Dokudrama "Winterreise" spielt Ganz den jüdischen Musiker George Goldsmith, der 1941 aus Nazi-Deutschland in die USA floh.

    Bewertung:
    Mrs. Taylor's Singing Club © Leonine/dpa
    Leonine/dpa

    Komödie - "Mrs. Taylor's Singing Club"

    Es ist schon etwas länger her: 1997 kam "Ganz oder gar nicht" in die Kinos, Peter Cattaneos britische Komödie darüber, wie ein Trupp arbeitsloser Kerle sich als Stripper verdingt, in vier Kategorien für den Oscar nominiert, bekam er ihn dann für die Musik. Ganz zentral ist die Musik auch in Cattaneos neuem Film "Mrs. Taylor's Singing Club" mit Kristin Scott Thomas – bekannt aus "Der englische Patient" - in der Titelrolle.

    Bewertung:
    I am Greta © Stadtkino Filmverleih
    Stadtkino Filmverleih

    Dokumentarfilm - "I Am Greta"

    "How dare you!": Am 23. September 2019 richtete die 15-jährige Greta Thunberg eine bittere Anklage an die Versammlung der Vereinten Nationen in New York und warnte vor dem Zusammenbruch ganzer Ökosysteme, dem "Märchen vom ewigen Wachstum" und dem Anfang eines Massensterbens. Regisseur Nathan Grossmann hat Greta von ihren ersten Streiktagen vor dem schwedischen Parlament bis zur Vollversammlung der United Nations mit der Kamera begleitet.

    Bewertung:
    Milla meets Moses, hier: Eliza Scanlen; © Lisa Tomasetti
    X-Verleih

    Coming-of-Age-Film - "Milla meets Moses"

    Ein krebskrankes Mädchen verliebt sich in einen Junkie – das klingt nach einem ziemlich düsteren Sozialdrama. Doch die australische Regisseurin Shannon Murphy schafft es in ihrem Kino-Debut "Milla meets Moses", einer tragischen Story auch ein paar heitere Seiten abzugewinnen.

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    Vergiftete Wahrheit © Mary Cybulski/TOBIS Film GmbH/dpa
    Mary Cybulski/TOBIS Film GmbH/dpa

    Thriller nach wahrer Begebenheit - "Vergiftete Wahrheit"

    Der Film "Vergiftete Wahrheit" erzählt eine wahre Geschichte, den Kampf eines Farmers gegen den Chemiegiganten DuPont. Der Independent Regisseur Todd Haynes hat aus dem Gerichtsfall einen Thriller im Horrorlook gemacht.

    Bewertung:
    Die Misswahl: Die Unterstützerin des Women's Liberation Movement Sally (Keira Knightley, links) und Teilnehmerin "Miss Grenada" Jennifer (Gugu Mbatha-Raw) treffen bei der Miss-World-Wahl aufeinander.; © eOne Germany
    eOne Germany

    Britische Drama-Komödie - "Die Misswahl - Der Beginn einer Revolution"

    100 Millionen Zuschauer saßen 1970 weltweit vor den Fernsehern, um die in der Londoner Royal Albert Hall abgehaltene Wahl zur "Miss World" zu verfolgen. Die Drehbuchautorinnen Rebecca Frayn und Gaby Chiappe und die Regisseurin Philippa Lowthorpe haben daraus den Film "Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution" gestrickt - prominent besetzt mit Keira Knightley.

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    Pelikanblut – Wiebke (Nina Hoss) und Raya (Katerina Lipovska); © DCM/Temelko Temelkov
    DCM/Temelko Temelkov

    Psychodrama - "Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter"

    Eine aufopferungsvolle Mutter, zwei Adoptivkinder aus Osteuropa und ein einsamer Pferdehof. Klingt nach einer Idylle? Nicht so für Katrin Gebbe. Die preisgekrönte Filmemacherin macht aus einem Familienfilm eine Horrorstory.

    Bewertung:
    Persischstunden – Nahuel Pérez Biscayart © Alamode Film
    Alamode Film

    Kriegsdrama von Vadim Perelman - "Persischstunden"

    Der Film "Persischstunden" wurde gedreht nach der Erzählung "Erfindung einer Sprache" von Wolfgang Kohlhaase. Er beruht, so wird im Vorspann versichert, auf einer wahren Geschichte und spielt in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager im besetzten Frankreich.

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    Jan-Eje Ferling in einer Szene des Films "Über die Unendlichkeit" © Neue Visionen Filmverleih
    Neue Visionen Filmverleih

    Drama von Roy Andersson - "Über die Unendlichkeit"

    Der Schwede Roy Andersson wird vom Filmmagazin "epdFilm" als "gutherziger Philosoph des europäischen Kinos" bezeichnet, als einer, der "mit melancholisch-lakonischem Witz auf die menschliche Existenz blickt, mit all ihren Unzulänglichkeiten, kleinen Hoffnungen und deren Scheitern." Sein neuester Film "Über die Unendlichkeit" gewann bei der Premiere auf dem Filmfestival in Venedig im letzten Jahr den Silbernen Löwen für die beste Regie.

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    Kiss Me Kosher; © X Verleih/Nati Levi
    X Verleih/Nati Levi

    Lesbischer Liebesfilm aus Israel - "Kiss me Kosher"

    Ein lesbischer Liebesfilm, der alle Klischees über das Leben in Israel aneinanderreiht, der aber trotzdem erfrischend ist und auf Kitsch verzichtet. Mit ihrem Debutfilm “Kiss me Kosher” ist Regisseurin Shirel Peleg das schier Unmögliche gelungen. Das liegt nicht zuletzt an ihren großartigen Schauspielern.

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    Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess
    Les Films du Préau

    Kinder- und Jugendfilm - "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess"

    Die Kinder-und Jugendfilmreihe Generation auf der Berlinale ist bekannt dafür, tolle Filmentdeckungen aus aller Welt zu präsentieren. Auch der Film, über den wir jetzt sprechen wollen, ist dort im letzten Jahr gelaufen. Jetzt kommt "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" in die deutschen Kinos. Die Verfilmung eines Jugendromans der Niederländerin Anna Woltz ist das Langspielfilmregiedebüt von Steven Wouterlood.

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    Fragen Sie Dr. Ruth - Dokumentarfilm; © Filmwelt Verleih/Media Office
    Filmwelt Verleih/Media Office

    Dokumentarfilm - "Fragen Sie Dr. Ruth"

    Können Sie sich noch erinnern, wer Sie aufgeklärt hat? Waren es Ihre Eltern, Ihre Mitschüler oder haben Sie sich die entscheidenden Informationen bei Dr. Sommer in der "Bravo" geholt? In den USA heißt die Chefaufklärerin seit 40 Jahren Dr. Ruth – eine liebenswerte ältere Dame mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die in Radiosendungen, Talkshows und Filmen ihre Ratschläge verteilt. Mit über 90 ist Ruth Westheimer noch immer aktiv – jetzt wird sie sogar zum Star eines Dokumentarfilms.

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    Christopher Nolan und John David Washington bei den Dreharbeiten zu "Tenet" foto: Melinda Sue Gordon/www.imago-images.de
    Melinda Sue Gordon/www.imago-images.de

    Science-Fiction-Thriller - "Tenet"

    Das gab es lange nicht mehr: richtig großes Kino mit enormen Schauwerten und Stars wie Robert Pattinson, Michael Caine, Kenneth Branagh, gedreht in 70mm: "Tenet" ist das neue, schon lange von vielen sehnsüchtig erwartete Werk von Christopher Nolan, dessen Filme ("Inception", "The Dark Knight Rises", "Interstellar") fast immer auch ein irrwitziges Gedankenspiel sind. Wegen Corona wurde der Film mehrfach verschoben, jetzt kommt er in Europa sogar ausnahmsweise ein paar Tage früher in die Kinos als in Amerika.

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    Szene aus dem Film "The Climb" mit Michael Covino and Kyle Marvin, Foto: Cinetic Marketing/AP Photo
    Cinetic Marketing/AP Photo

    Komödie - "The Climb"

    "The Climb" ist eine etwas andere Buddy-Komödie, die bereits auf internationalen Festivals in Cannes, Deauville und Sundance erfolgreich gelaufen ist und jetzt bei uns ins Kino kommt. Das Regiedebüt des Schauspielers Michael Angelo Covino ist eine Hommage an seine Männerfreundschaft mit Kyle Marvin, der zugleich Co-Autor des Drehbuchs ist. En passant untersucht er dabei auch gängige Männerbilder.

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    Exil © Alamode Film
    Alamode Film

    Identitätsdrama von Visar Morina - "Exil"

    Regisseur Visar Morina wurde 1979 im Kosovo geboren. Als er 15 war, ging seine Familie nach Deutschland. Integration? Ein Begriff mit dem er nichts anfangen kann, sagt er. Und doch geht es in seinem dritten Spielfilm "Exil" um das Ankommen in einem anderen Land.

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    Jella Haase und Lena Urzendowsky in "Kokon" © Salzgeber & Co. Medien GmbH
    Salzgeber & Co. Medien GmbH

    Coming-of-Age-Film - "Kokon"

    Nach "Looping" über drei Frauen unterschiedlichen Alters in der Psychiatrie ist "Kokon" der zweite Film von Leonie Krippendorff. Im Februar feierte er auf der Berlinale Premiere, als Eröffnungsfilm der Jugendfilmreihe 'Generation'. Kurz davor hat das Branchenblatt "Variety" die Regisseurin als eines von zehn europäischen Talenten im Filmgeschäft bezeichnet, die man im Auge behalten sollte. Jetzt kommt "Kokon" in unsere Kinos.

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    Tommaso Buscetta (Pierfrancesco Favino) im Exil in Braslien © Lia Pasqualino / Pandora Film
    Lia Pasqualino / Pandora Film

    Mafiafilm von Marco Bellochio - "Il Traditore - Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra"

    Der Kampf gegen die Mafia beschäftigt Italien seit Jahrzehnten. Einer der Akteure war der Untersuchungsrichter Giovanni Falcone, der in den großen Mafia-Prozessen der 80er Jahre viele der großen Bosse ins Gefängnis brachte und anschließend bei einem Bombenanschlag ums Leben kam. In dem Film “Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra” erzählt Marco Bellochio Falcones Geschichte nun aus der Sicht von dessen wichtigstem Zeugen.

     

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    Auf der Couch in Tunis © Carole Bethuel
    2019 PROKINO Filmverleih GmbH / Carole Bethuel

    Komödie - "Auf der Couch in Tunis"

    Eine Reise nach Tunis: In ihrem Debütfilm verarbeitet Manele Labadi ihre eigenen Erfahrungen mit dem Kulturclash, den eine Französin erlebt, wenn sie ins arabische Heimatland ihrer Eltern reist. Während die Regisseurin immer nur für einige Ferienwochen in Tunis verweilte, will ihre Heldin Selma ganz zurückkehren.

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    Master Cheng in Pohjanjoki © 2019 Marianna Films Oy, By Media, Han Ruan Yuan He
    2019 Marianna Films Oy, By Media, Han Ruan Yuan He

    Komödie - Master Cheng in Pohjanjoki

    Bisher hat der Finne Mika Kaurismäki, Bruder des berühmten Aki Kaurismäki vor allem Musikdokumentationen und gelegentlich auch mal einen Spielfilm gedreht. Jetzt kommt sein neuer Film "Master Cheng in Pohjanjoki" in die Kinos, und laut Trailer geht es um Kochen, Freundschaft und Liebe, und irgendwie auch ums Reisen, denn der Film spielt in Lappland.

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    The King of Staten Island © 2020 UNIVERSAL STUDIOS
    2020 UNIVERSAL STUDIOS

    Zwischen Komödie und Tragödie - The King of Staten Island

    Auf einem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität, zwischen Komödie und Tragödie erzählt Judd Apatow in seinem neuen Film die Geschichte des Stand-up-Comedians Pete Davidson, dessen Vater in den Trümmern des World Trade Centers starb.

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    Anton Bruckner, Das verkannte Genie © Reinhard Winkler
    Reinhard Winkler / Arsenal Filmverleih

    Dokumentarfilm - "Anton Bruckner – Das verkannte Genie"

    Anton Bruckner war ein kleiner, untersetzter, nicht allzu pfiffiger Kirchenmusiker, voll von Gottgefälligkeit und Orgelfugen. Er bildet so ziemlich das krasseste Gegenteil zu einem filmaffinen Hipster, dass man sich nur vorstellen kann. Dies macht den Dokumentarfilm von Reiner E. Moritz umso interessanter, origineller.

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    What You Gonna Do When the World's on Fire © Grandfilm
    Grandfilm

    Dokumentation - "What you gonna do when the world is on Fire"

    Der gewaltsame Tod des Afroamerikaner George Floyd durch weiße Polizeigewalt am 25.Mai dieses Jahres hat weltweite Proteste und Demonstrationen gegen systemischen Rassismus ausgelöst. Den Film hat Roberto Minervini zwar bereits 2017 gedreht worden, hat durch den Tod von George Floyd aber eine so aktuelle Brisanz und Dringlichkeit bekommen, dass der Grandfilm-Verleih ihn ab morgen in die deutschen Kinos bringt.

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    Berlin Alexanderplatz © Wolfgang Ennenbach
    Sommerhaus/eOne Germany / Wolfgang Ennenbach

    Drama - "Berlin Alexanderplatz"

    Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz" aus dem Jahr 1929 ist ein Klassiker der Moderne: Mehrfach verfilmt wurde das Buch, immer wieder für die Theaterbühne adaptiert und dann gibt es ja auch noch die legendäre Fernsehfassung, die Rainer Werner Fassbinder Ende der 70er Jahre gedreht hat. Nun sich hat der junge deutsch-afghanische Regisseur Burhan Qurbani den "Alexanderplatz" noch einmal vorgenommen.

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    Eine größere Welt – Cécile de France (Corine); © Haut et Court
    Haut et Court

    Drama - "Eine größere Welt"

    Für die französische Filmemacherin Fabienne Berthaud ist jeder Film ein Trip in unbekannte Gefilde, von der Großstadt in eine ländliche Idylle in "Barfuß auf Nacktschnecken", oder aus der Enge einer Beziehung in die Weite eines Road-Movie-Trips quer durch Amerika, in ihrem letzten Film "Sky". In ihrem neuesten Werk eröffnet sich "Eine größere Welt" – in den Steppen der Mongolei.

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    Helmut Newton – The Bad And The Beautiful | Arena, New York Times © Foto: Helmut Newton, Helmut Newton Estate / Courtesy Helmut Newton Foundation
    Foto: Helmut Newton, Helmut Newton Estate / Courtesy Helmut Newton Foundation

    Dokumentarfilm - Helmut Newton - The Bad And The Beautiful

    Helmut Newton war einer der berühmtesten Fotografen des 20. Jahrhunderts. An seinen Bildern scheiden sich bis heute die Geister: Die Einen loben seine Eleganz, seinen Blick für die Details und seinen Erfindungsreichtum, andere haben ihn angegriffen als sexistisch, als frauenfeindlich und sogar als Vertreter einer faschistischen Ästhetik. Der Dokumentarfilm "Helmut Newton - The Bad And The Beautiful" lässt nun vor allem die Protagonistinnen seiner Bilder zu Wort kommen.

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    Undine von Christian Petzold © Christian Schulz/Schramm Film
    Christian Schulz/Schramm Film

    Liebesmärchen - "Undine"

    Das lange Warten lohnt sich. Der grandiose Film "Undine" von Christian Petzold zeigt sofort, was wir im Kino in den letzten Monaten alles verpasst haben. Sein Start wurde zu Recht aufgeschoben, bis man ihn auf der Leinwand sehen kann.

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    "Gipsy Queen" von Hüseyin Tabak mit Alina Serban und Tobias Moretti
    Majestic

    Drama - "Gipsy Queen"

    "Gipsy Queen" ist das Porträt einer alleinerziehenden Mutter, die sich in Hamburg als Boxerin regelrecht durchschlägt. Ali kommt aus einem kleinen Roma-Dorf aus Rumänien. Als sie schwanger wird, verstößt sie der Vater und Ali landet später in Deutschland. Wie überzeugend ist das Debüt von Huseyin Tabak?

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    Die schönsten Jahre eines Lebens: Jean-Louis Trintignant und Anouk Aimée © Wild Bunch Germany
    Wild Bunch Germany

    Drama - "Die schönsten Jahre eines Lebens"

    1966 drehte der französische Regisseur Claude Lelouch den Film "Ein Mann und eine Frau". Die Love Story im Stil der Nouvelle Vague wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit zwei Oscars und der Goldenen Palme von Cannes - und sie begründete den Weltruhm der beiden Hauptdarsteller Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant. Nun, mehr als 50 Jahre später, hat Lelouch die Beiden noch einmal vor die Kamera geholt.

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    Anne Ratte-Polle als Anna, Mark Waschke als Matthias und Kasimir Brause als Sohn Lukas in einer Szene des Films "Der Geburtstag" (undatierte Filmszene). Der Film kommt am 25.06.2020 in die deutschen Kinos. foto: Friede Clausz/W-film/dpa
    Friede Clausz/W-film/dpa

    Film noir - "Der Geburtstag"

    Ein Kindergeburtstag steht im Mittelpunkt dieses kleinen 84 Minuten langen deutschen Spielfilms: Ein kleines Schwarz-Weiß-Drama – das so gar nicht auf ausgetretenen Pfaden wandelt.

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    The Farewell © DCM
    dpa / DCM

    DVD Tipp | Drama - "The Farewell"

    Die Mittzwanzigerin Billi (Awkwafina) ist eine erfolglose Künstlerin in New York: Leicht neurotisch, notorisch klamm – und immer auf der Flucht vor ihren besorgten Eltern (Tsi Ma, Diana Lin), chinesischen Einwanderern, die es in den USA mit harter Arbeit zu Wohlstand gebracht haben.

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    Drinnen © zdf
    Screenshot zdf Mediathek

    ZDF Mediathek | Comedy - "DRINNEN - Im Internet sind alle gleich"

    Corona ist noch nicht überstanden. Homeoffice setzt sich durch. Und auch wenn Restaurants und Bars jetzt wieder öffnen, die Wochen nach dem Lock Down sind besonders gewesen. In dieser Zeit entstand für ZDF-Neo eine kleine Serie, die wir noch einmal all denen ans Herz legen wollen, die sie vielleicht übersehen haben.

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    Mein Ende. Dein Anfang. Nora (Saskia Rosendahl) und Aron (Julius Feldmeier) © Telepool
    Telepool

    DVD-Tipp | Drama - "Mein Ende. Dein Anfang"

    Glauben sie an Seelen-Verwandschaft, Wiedergeburt und Begegnungen mit der Zukunft? Mit all diesen Themen beschäftigt sich "Mein Ende. Dein Anfang", der Debutfilm der Münchner Regisseurin Mariko Minoguchi. Bei seiner Premiere beim Münchner Filmfest im vergangenen Jahr gab es viel Lob, jetzt kommt der Film als DVD heraus. Ob die Anschaffung lohnt, weiß Carsten Beyer.

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    Standbild: "Stilles Land" - Der junge Regisseur Kai (Torsten Merten) sieht seine Ziele und auch seine Beziehung zu Claudia (Jeanette Arndt) gefährdet. (Bild: imago images/United Archives)
    imago images/United Archives

    DVD Kritik - "Stilles Land"

    In "Stilles Land" aus dem Jahr 1992 erzählt der damals 27-jährige Andreas Dresen eine kleine Geschichte aus der ostdeutschen Provinz im Herbst 1989. Letztes Jahr erschien das Debüt auf DVD. Was ist hier schon erkennbar, was den Regisseur heute auszeichnet?

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    "Meine Nacht bei Maud" von Eric Rohmer mit Marie-Christine Barrault und Jean-Louis Trintignant; © dpa/Courtesy Everett Collection
    dpa/Courtesy Everett Collection

    Video on demand | arte - Französische Klassiker in der der arte-Mediathek

    Weil wir diesen Sommer vielleicht nicht nach Frankreich reisen können, bietet arte in seiner Mediathek eine ganze Serie mit französischen Klassikern, darunter "Meine Nacht bei Maud" von Eric Rohmer, "Die schöne Querulantin" und "Die Herzogin von Langeais" von Jacques Rivette.

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    The Eddy – Filmstill; © imago-images/Lou Faulon
    imago-images/Lou Faulon

    Mini-Serie | Netflix - "The Eddy"

    "The Eddy" ist ein Jazzclub in Paris. Nicht in allerbester Lage, auch nicht besonders nobel ausgestattet. Touristen gehen dort nicht hin, eher Einheimische mit Migrationshintergrund. In dem Viertel leben Araber, Afrikaner, Osteuropäer zusammen.

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    Queen & Slim © Universal/Everett Collection
    © Universal/Everett Collection

    Drama - "Queen & Slim"

    Unsere Kinos bleiben wohl noch eine Weile geschlossen. Gut, dass gerade jetzt einer der meistdiskutierten Filme des vergangenen Winters digital erscheint: "Queen and Slim" von der US- amerikanischen Regisseurin Melina Matsoukas. Eine Filmempfehlung von Carsten Beyer.

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