Kulturradio Rezensionen Film

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Netflix | Pretend it's a city © Netflix / Courtesy Everett Collection
Netflix / Courtesy Everett Collection

Doku-Serie | Netflix - "Pretend It's a City"

Der Regisseur Martin Scorsese ist New Yorker durch und durch. Wie seine Freundin Frances Ann Lebowitz auch. Während Scorsese seiner Stadt in Filmen ein Denkmal setzt, tut "Fran" Lebowitz, wie sie genannt wird, dasselbe mit Worten: böse, spöttisch, liebevoll. Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Stadt so genau beobachtet wie sie. Alles, was sie denkt, darf sie jetzt sagen: in der neuen Netflix-Serie "Pretend It's a City", die einen Tag nach dem Sturm aufs Capitol online ging. Gedreht natürlich vor Corona.

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Ein guter Mensch ; Montage: rbbKultur
Eye See Movies

Türkische Krimi-Drama-Serie - "Ein guter Mensch"

Je älter die Menschen werden, desto häufiger sind sie mit Demenz und Alzheimer konfrontiert. Rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz leben derzeit in Deutschland, Tendenz steigend. Längst schlagen diese Zahlen auch in der Literatur und im Kino durch, in einer Fülle von Erfahrungsberichten und Romanen, in Dokumentationen und Spielfilmen. Für den Helden der türkischen Krimiserie "Ein guter Mensch" (Magenta TV) wird die Krankheit auf subversive Weise zur Chance.

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Filmszene "Das letzte Mahl" (Quelle: Apollo-Film)
Apollo-Film

Historisches Drama | DVD - "Das letzte Mahl"

Der 30. Januar 1933 - der Tag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler - wird in der deutschen Geschichtsschreibung als "Machtergreifung" der Nazis bezeichnet. Eine Zäsur, die Unheil und Verwüstung über ganz Europa gebracht und über 70 Millionen Menschen ihr Leben gekostet hat. Wie eine jüdische Familie in Berlin diesen Tag erlebt, zeigt der Film "Das letzte Mahl" von Florian Frerichs.

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Vanessa Kirby in "Pieces of a Woman"; © dpa/Netflix/Courtesy Everett Collection
dpa/Netflix/Courtesy Everett Collection

Drama | Netflix - "Pieces of a Woman"

Letztes Jahr als beste Schauspielerin beim Filmfest in Venedig ausgezeichnet, darf die britische Schauspielerin Vanessa Kirby sich wohl dieses Jahr Hoffnung auf den Oscar machen. Wer sie nicht kennt: Kirby spielte die junge Prinzessin Margaret in der Netflix-Serie "The Crown". Jetzt ist sie neben Shia LaBeouf in der Hauptrolle von "Pieces of a Woman" zu sehen, der neue aufwühlende Film des ungarischen Regisseurs Kornél Mundruczó.

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One Night in Miami © Amazon / Courtesy Everett Collection / dpa
Amazon / Courtesy Everett Collection / dpa

Drama | Black History Month - "One Night in Miami"

Am 25. Februar 1964 trat Cassius Clay, der sich später Muhammad Ali nannte, im Convention Center in Miami gegen Sonny Liston an und wurde zum ersten Mal Weltmeister im Schwergewichtsboxen. Was wäre, wenn er sich in dieser Nacht mit drei weiteren schwarzafrikanischen Legenden zum Feiern getroffen hätte, mit dem Bürgerrechts-Aktivisten Malcolm X, dem Soul-Sänger Sam Cooke und dem Football-Star Jim Brown? Regina King hat daraus ihr Regiedebüt gemacht.

 

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Love Sarah © Femme Films
Femme Films

Tragikomödie - "Love Sarah - Liebe ist die wichtigste Zutat"

Backen ist in der Corona-Zeit so angesagt wie lange nicht mehr. Egal ob Plätzchen, Kuchen oder das erste eigene Sauerteigbrot – auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung haben viele Menschen die Lust am eigenen Backwerk entdeckt. Da kommt der Debütfilm der deutsch-britischen Regisseurin Eliza Schroeder genau zur richtigen Zeit. In "Love Sarah" geht es um vier sehr ungleiche Menschen, die gemeinsam eine Bäckerei eröffnen.

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PJ Harvey in Seamus Murphys Film "A Dog Called Money"; © Seamus Murphy
Seamus Murphy/Salzgeber

Dokumentarfilm - "PJ Harvey. A Dog Called Money"

Die einen reisen so, die anderen anders. Für die Musikerin PJ Harvey war die Reise durch Kriegsgebiete an der Seite von Regisseur Seamus Murphy vor allem auch künstlerischer Input. Daraus hervorgegangen ist ein Foto-Gedichtband, das Album "The Hope Six Demolition Project" und ein Dokumentarfilm: "PJ Harvey. A Dog Called Money". Jetzt kann man diesen Film im Salzgeber-Club anschauen.

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Filmstill: Bild aus der Amazon-Serie <<Wir Kinder vom Bahnhof Zoo>>, Staffel 1, Episode 3. (Quelle: amazon/Mike Kraus/Soap Images)
amazon/Mike Kraus/Soap Images

Neuverfilmung als Serie - "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"

In den 1970er und 1980er Jahren war der Bahnhof Zoo ein berüchtigter Treffpunkt der Westberliner Drogenszene. Unter dem Titel "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" erschien 1978 ein von zwei Reportern des Magazins Der Stern verfasstes Buch. Es gewährte intime Einblicke in den Alltag von fünf minderjährigen drogensüchtigen Prostituierten, aus der Perspektive der damals 16-jährigen Christiane Felscherow, genannt Christiane F. 1981 hat Uli Edel das Buch verfilmt, mit weltweitem Erfolg.

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Dreiviertelblut – Weltraumtouristen © 24 Bilder
24 Bilder

Musik-Dokumentation - "Dreiviertelblut - Weltraumtouristen"

"Dreiviertelblut" ist eine Band aus Oberbayern, die ihre Musik selbst als "folklorefreie Volksmusik" bezeichnet. Ihr Markenzeichen sind das bayerische Idiom von Sänger Sebastian Horn und die opulenten Melodien von Gitarrist Gerd Baumann. "Dreiviertelblut" stehen aber auch für anarchischen Humor und philosophische Spitzfindigkeiten. All das kann man im Film "Weltraumtouristen" von Regisseur Marcus H. Rosenmüller erleben.

 

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Bellingcat – Christiaan Triebert; © Submarine
Submarine

Dokumentarfilm - "Bellingcat: Truth in a Post-Truth World"

Wir alle, die wir im Moment viele Stunden am Bildschirm sitzen und uns im Internet informieren wollen, stehen immer wieder vor der Frage: was ist Tatsache, was Behauptung? Was ist Fakt, was Vermutung oder gar Lüge? In der arte Mediathek ist derzeit ein Dokumentarfilm über Menschen zu sehen, die nichts anderes machen, als die Geschichten, die im Internet kursieren, auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. "Bellingcat" heißt das Recherchenetzwerk, über das der niederländische Regisseur Hans Pool einen Film gedreht hat.

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Berlinale 2021: Memory Box © Haut et Court - Abbout Productions - Micro_Scope
Haut et Court - Abbout Productions - Micro_Scope

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Memory Box"

Was macht der Krieg mit den Menschen? Und welche Spuren hinterlässt er selbst bei jenen, die ihn gar nicht mehr miterlebt haben? Dieser Frage sind die beiden libanesischen Filmemacher*innen Joana Hadjithomas und Khalil Joreige nachgegangen: In "Memory Box" erzählen sie von der 17-jährigen Alex und ihrer Mutter Maia, die beide auf ganz unterschiedliche Weise an den Traumata des libanesischen Bürgerkrieges leiden.

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Berlinale 2021: Memory Box © Haut et Court - Abbout Productions - Micro_Scope

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Ich bin dein Mensch"

"Ich bin dein Mensch" erzählt im Grunde die älteste Geschichte der Welt: Boy meets Girl oder Girl meets Boy – nur, dass es hier nicht um eine "normale" Liebesgeschichte geht, sondern um das Aufeinandertreffen von Mensch und Androiden. Und es zeigt sich: emotionale Verwicklungen sind auch dabei keineswegs ausgeschlossen.

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Berlinale 2021: Nebenan © © Reiner Bajo
Reiner Bajo

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Nebenan"

Gleich mit seinem Regiedebüt gelang dem Schauspieler Daniel Brühl der Sprung in den Wettbewerb der Berlinale. "Nebenan" klingt nach einer kleinen intimen Geschichte und spielt in einer kleinen Eckkneipe im Prenzlauer Berg. Neben Peter Kurth hat Daniel Brühl eine der beiden Hauptrollen übernommen.

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Berlinale 2021:Fabian oder Der Gang vor die Hunde © © Hanno Lentz / Lupa Film
Hanno Lentz / Lupa Film

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Fabian oder Der Gang vor die Hunde"

Im gleichnamigen 1931 veröffentlichten Roman von Erich Kästner wird die Geschichte von Jakob Fabian, gespielt von Tom Schilling, erzählt, der tags als Werbetexter in einer Zigarettenfabrik arbeitet und nachts durchs Berliner Nachtleben taumelt. Vor dem Hintergrund der unruhigen Zeiten vor Hitlers Machtergreifung geht es um seine Freundschaft zum Literaturwissenschaftler Labude und seine Liebe zur jungen Schauspielerin Cornelia.

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Természetes fény (Natural Light) © Tamás Dobos
Tamás Dobos

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Natural Light"

Gleich mit seinem ersten Spielfilm hat es der ungarische Regisseur Dénes Nagy in den Berlinale-Wettbewerb geschafft. "Natural Light" ("Természetes fény") ist die Geschichte einer ungarischen Infanterie-Einheit, die im Zweiten Weltkrieg gegen russische Partisanen kämpft – und dabei von einem moralischen Dilemma ins nächste stolpert.

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Berlinale 2021: Inteurodeoksyeon | Introduction © Jeonwonsa Film Co.Production
Jeonwonsa Film Co.Production

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Inteurodeoksyeon"

Der südkoreanische Regisseur Hong Sangsoo ist Stammgast auf der Berlinale. Seine Filme sind kleine poetische Rätsel, in denen man sich die Wahrheit oft zwischen den Zeilen suchen muss. In "Inteurodeoksyeon" geht es um zwei junge Menschen, die sich ihren Weg ins Leben bahnen – gegen den Widerstand der Elterngeneration.

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Die Saat © kurhaus production
kurhaus production

Berlinale 2021 | Perspektive Deutsches Kino - "Die Saat"

In der Sektion "Perspektiven Deutsches Kino“" läuft der Film "Die Saat" von Mia Maariel Meyer mit prominenter Besetzung: Hanno Kofler, Robert Stadlober und einer großartigen Entdeckung: Dora Zygouri, die ein junges Mädchen spielt, das von ganz anderen Dingen träumt als denen, die sie in diesem Sommer erleben wird.

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Film aktuell © rbbKultur
rbbKultur

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Albatros"

Schauspieler Xavier Beauvois hat sich schon öfter als interessanter Regisseur hervorgetan - unter anderem in "Eine fatale Entscheidung" und "Von Menschen und Göttern". Im Wettbewerb der Berlinale läuft sein neuestes Regiewerk "Albatros".

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Film aktuell © rbbKultur
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Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Bad Luck Banging or Looney Porn"

Der rumänische Regisseur Radu Jude ist fast schon Stammgast auf der Berlinale mit Auftritten in Forum und Wettbewerb, wo er 2015 mit "Aferim!" den Silbernen Bären gewonnen hat. Sein neuer Film heißt übersetzt "Kein Glück beim Vögeln oder Irrer Porno" - entsprechend derb geht es dann auch gleich in den ersten Szenen zur Sache.

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Petite Maman © Lilies Films
Lilies Films

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Petite Maman"

Die französische Regisseurin Céline Sciamma ist einer der Shooting Stars des europäischen Kinos. Im Zentrum ihrer Filme stehen meist Frauen und ihre Gefühlswelt, so auch bei "Petite Maman" – ein Coming of Age-Film über ein 8-jähriges Mädchen, das den Tod seiner geliebten Großmutter verarbeiten muss.

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Berlinale 2021 | Forest – I See You Everywhere © Ákos Nyoszoli, Mátyás Gyuricza 
Ákos Nyoszoli, Mátyás Gyuricza

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Forest - I See You Everywhere"

Eine Tochter, die ihren Vater für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht, ein kinderloses Paar mit einem traurigen Geheimnis im Schrank und eine Frau, die ihrem todkranken Mann am Vorabend einer schweren Operation die Hörner aufsetzt – ausgerechnet mit seinem Sohn. Für die Charaktere in Bence Fliegaufs Episoden-Film "Rengeteg – mindenhol látlak" ("Forest – I see you everywhere") ist Empathie ein Fremdwort. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – schaut man ihnen gebannt zu.

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Berlinale 2021 | Per Lucio (For Lucio) © Teche rai
Teche rai

Berlinale 2021| Berlinale Special - "Per Lucio"

Lucio Dalla ist ein Vorbild für viele, vor allem in seiner Heimat Italien, wo er Kultstatus hat. Über 50 Jahre lang war der Liedermacher, der Cantautore, in der Musikbranche unterwegs, schrieb unzählige, teilweise sozialkritische Songs, war auch international höchst erfolgreich. Am 1. März 2012 starb er in einem Hotelzimmer in Montreux an einem Herzinfarkt.

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Berlinale 2021 | Tina © Rhonda Graam
Rhonda Graam

Berlinale 2021| Berlinale Special - "Tina"

Viel hat man schon erfahren über Tina Turners Leben - im Spielfilm, in ihrer Autobiografie, in Interviews und Artikeln, doch dieser Dokumentarfilm ist durch die Vielfalt an Archivmaterial, Fotos, Konzertmitschnitten und privaten Videoaufnahmen ein Erlebnis.

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Berlinale 2021 | Ballad of a White Cow © Amin Jafari
Amin Jafari

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Ballad of a White Cow"

Ein Mann wird fälschlicherweise als Mörder hingerichtet, seine Frau muss mit den Konsequenzen leben. Ist ein solches Unrecht jemals wieder gut zu machen? In Behtash Sanaeehas und Maryam Moghaddams Drama "Ghasideyeh gave sefid" ("Ballad of a White Cow") geht es um grundlegende Fragen von Schuld und Sühne – und um die Defizite eines Rechtssystems, das im 21. Jahrhundert noch immer auf der Scharia beruht.

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Berlinale 2021 | Wheel of Fortune and Fantasy © 2021 Neopa/Fictive
2021 Neopa/Fictive

Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Wheel of Fortune and Fantasy"

Nach vielen Filmen aus Deutschland und Europa zum Schluss noch ein Ausflug auf einen fernen Kontinent, nach Japan: "Genießen Sie es, sich von der Unvorhersehbarkeit der Welt überraschen zu lassen", fordert Regisseur Ryûsuke Hamaguchi die Zuschauer auf und entfaltet drei Episoden zum Thema Glück und Fantasie.

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Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Una película de policías"

Mexiko hat eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt. Das liegt nicht zuletzt an der schlechten Ausbildung der mexikanischen Polizei und der omnipräsenten Korruption, die das System von oben nach unten durchzieht. In seiner Doku-Fiktion "Una pelicula de policías" versucht der mexikanische Regisseur Alonso Ruizpalacios den Ursachen der Misere auf den Grund zu gehen, scheitert aber an einem überladenen Drehbuch.

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Berlinale 2021 | Wettbewerb - "Herr Bachmann und seine Klasse"

Wie sieht Schulunterricht aus, bei dem Integration nicht nur versprochen, sondern wirklich praktiziert wird? Diese Frage versucht Maria Speth in ihrem Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse" zu beantworten. Ein halbes Jahr lang hat sie die Schüler der 6b an der Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf, einer hessischen Kleinstadt mit hohem Migranten-Anteil, mit der Kamera begleitet. Und sie hat einen Lehrer kennengelernt, der das Kunststück beherrscht, keinen zurückzulassen.

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