Menschen halten bei einer Mahnwache vor der Synagoge am Berliner Fraenkelufer gegen den Terror der Hamas und für Solidarität mit Israel Kerzen in den Händen. © dpa/Carsten Koall
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Nach dem Überfall der Hamas - Krieg in Nahost und die Auswirkungen

Zwischen Israel und den militanten Palästinensern im Gazastreifen ist ein neuer Krieg entbrannt: Die Terrororganisation Hamas startete am 7. Oktober einen brutalen Großangriff auf israelischem Gebiet, tötete mehr als tausend Israelis und verschleppte Geiseln. Israel hat als Reaktion eine Militär-Offensive im Gazastreifen begonnen. Zivilisten kommen bei Angriffen auf Hamas-Standorte ums Leben und sind von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten. Die Lage im Nahen Osten hat Auswirkungen auch in Berlin. Berichte, Kommentare und Hintergründe finden Sie auf unserer Übersicht.

Aktuell

Mahnwache mit Israel-Flaggen © dpa/Stefan Sauer
dpa/Stefan Sauer

Berliner Orchester - Keine Solidaritätskonzerte für Israel?

Als der Krieg gegen die Ukraine ausbrach, da gab es in den Berliner Konzerthäusern sehr schnell sehr viele Solidaritätskonzerte. Mit dem Krieg gegen Israel verhält es sich anders. Kein Solidaritätskonzert für Israel oder gegen Antisemitismus von den Berliner Philharmonikern, keins von der Komischen Oper und auch keins von der Deutschen Oper. Maria Ossowski hat bei den Orchestern nachgefragt, warum das so ist.

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Blick in den Zuschauerraum im Renaissance-Theater Berlin © dpa/Britta Pedersen
dpa/Britta Pedersen

"Ohrenbetäubendes Schweigen" der Kulturszene - Das Schweigen der Theaterszene zum Nahostkonflikt

Das Theater Cottbus hat für den 31. Oktober ein Solidaritätskonzert angesetzt für die Opfer des Hamas-Angriffs auf Israel. "Wir stehen an der der Seite der Jüdinnen und Juden in Deutschland gegen jede Form des Antisemitismus", gibt das Theater bekannt. Eine Geste der Solidarität, die sich eigentlich von selbst verstehen müsste – aber das Theater Cottbus ist eines der wenigen Häuser, die dieser Tage eine Solidaritätsaktion für die Opfer des Hamas-Terrors organisiert. In vielen Zeitungen ist von einem "ohrenbetäubenden Schweigen" der Kulturszene zu lesen. Stimmt das? Und wenn ja: Was steckt hinter diesem Schweigen? Barbara Behrendt hat sich an den Berliner Theatern, die doch eigentlich gesellschaftliche Orte der Debatte sein sollen, umgehört.

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Meinung

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Hintergrund

Israelische Polizei evakuieren eine Frau und ein Kind von einem Ort, der von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © picture alliance/ dpa / AP/ Tsafrir Abayov 
picture alliance/ dpa / AP/ Tsafrir Abayov

Debatte mit Natascha Freundel, Meron Mendel und Katharina Höftmann Ciobotaru - Terror gegen Israel

Solche Massaker an israelischen Zivilisten, so viele Geiselnahmen unschuldiger Menschen, so viel Chaos bei den israelischen Sicherheitsdiensten gab es nie zuvor in der Geschichte Israels. Was bedeutet der 7. Oktober 2023, als Terrortruppen der Hamas die Grenzanlagen durchbrachen, für das Land, für die Region und für die Nahostpolitik Deutschlands, in der die Sicherheit Israels bekanntlich zur "Staatsräson" gehört?

Margot Friedländer, deutsche Überlebende des Holocaust, kommt zur Pressekonferenz der jüngst ins Leben gerufenen Margot Friedländer Stiftung, September 2023; © dpa/Annette Riedl
dpa/Annette Riedl

Die Zeitzeugin und ihr Vermächtnis - Margot Friedländer

"Ich tue es für Euch“ betont Margot Friedländer immer wieder. Am 5. November 1911 in Berlin geboren, setzt sich die Holocaust-Überlebende dafür ein, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis wachzuhalten. Ihr Bruder, ihre Mutter und ihr Vater wurden in Auschwitz ermordet. Sie selbst überlebte das KZ Theresienstadt. Sie möchte vor allem junge Menschen zur Zivilcourage und zu gegenseitigem Respekt ermutigen. Die Schrecken von damals, die Margot Friedländer in ihrer Biografie beschrieben hat, verfolgen sie bis heute.

ZERHEILT © Frédéric Brenner/ Jüdisches Museum Berlin
Frédéric Brenner/ Jüdisches Museum Berlin

Hörspiel - Zerheilt

Zwischen Holocaust-Mahnmal, israelfeindlichen Demonstrationen, Philosemitismus und Antisemitismus – wie fühlt sich jüdisches Leben heute in Berlin an? Hörspiel zur Dokumentation von Frédéric Brenner im Jüdischen Museum Berlin.

Kibbutz Kishorit: Neue Bunker für den nächsten Krieg; © Ruth Kinet
Ruth Kinet

Geschichten aus der israelisch-iranischen Gefahrenzone - Der nächste Krieg wird anders

2020 ist die Autorin Ruth Kinet nach Israel gereist, in den Kibbutz Kishorit, idyllisch gelegen im Norden des Landes, 16 Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Dort leben und arbeiten rund 250 Juden, Araber und Drusen zusammen. Israelische Sicherheits- und Militärexperten befürchteten schon damals, dass es dort bald vorbei sein könnte mit der Idylle und die Verbündeten des Iran im Libanon und Syrien die israelische Armee in einen Krieg zwingen könnten.

75 JAhre Israel – Unabhängigkeitserklärung am 14.05.1948 mit Ben Gurion am Mikrofon, an der Wand ein Porträt von Theodor Herzl; © dpa/Israel Government Press Office
dpa/Israel Government Press Office

Aus Religion und Gesellschaft - 75 Jahre Israel

Der Historiker Michael Wolffsohn spricht über Israel als jüdischen Schutzraum und über den Streit um die Justizreform der Netanjahu-Regierung. Außerdem werfen wir unter anderem einen Blick auf die Mizrachim-Juden, die im 20. Jahrhundert aus ihren muslimischen Herkunftsländern vertrieben wurden und Zuflucht in Israel fanden, sowie auf das Verhältnis von Juden aus der DDR zu Israel – und warum das Thema für ostdeutsche Juden noch heute ein heikles ist.