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Bento-Box; © Kaoru Iriyama
Kaoru Iriyama

Liebe auf Japanisch - Bento-Box und Misosuppe

Noch mehr als in anderen Kulturen ist Kochen in Japan der beste Weg, um jemandem Liebe zu erweisen. Dies gilt zumindest für die Frauen: Von der frisch zubereiteten Miso-Suppe bis zur Lunch-Box, die Ehemännern und Kindern mitgegeben wird: die meisten Frauen stehen im Land der aufgehenden Sonne sehr früh auf, um ihre Familie mit liebevoll zubereitetem und abwechslungsreichem Essen zu versorgen.

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Restaurant Kink im Pfefferberg – Gartenterrasse; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Bar & Restaurant im Pfefferberg - "Kink" - Neue Geschmackserlebnisse im Sommergarten

Durch die Pandemie musste das "Kink" mehrmals seine Eröffnung verschieben und im Herbst eine lange Pause einlegen. Jetzt ist das beeindruckend gestaltete Lokal im Komplex der ehemaligen Brauerei im Pfefferberg aber geöffnet und bietet in einem der schönsten Sommergärten Berlins eine verspielte Aromaküche an, die mit ungewöhnlichen Kombinationen fasziniert.

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Restaurant Baldon – Garten; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Kantine, Restaurant und Bar mit Sommergarten - "Baldon"

Trotz spürbarer Gentrifizierung prägen eher bescheidene Gaststätten und Schnellimbisse die gastronomische Landschaft im Wedding. Eine der Ausnahmen: In der Nähe des Bahnhofs Gesundbrunnen hat Ende 2018 das Restaurant "Baldon" eröffnet. Im beeindruckenden Betonneubau des LOBE Blocks gelegen, lockt das Lokal – mit einem grünen Sommergarten und feiner Aromaküche.

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BioBuffet Piechas in der Marheineke Markthalle in Kreuzberg - Rippchen; © BioBuffet Piechas
BioBuffet Piechas

Die wohl besten Rippchen der Stadt in der Marheinekehalle in Kreuzberg - "Piechas" - Bio Buffet und Fleischerei

Ein Stand in der Marheinekehalle in Kreuzberg bietet jeden Mittwoch Rippchen an, die es in sich haben: Die Schweine der Sorte Large White werden auf Brandenburger Bioland-Höfen nach einigermaßen guter Art und Sitte gehalten und ihre Zubereitung liegt in den Händen einer Frau, die bei Zutaten und ihrer handwerklichen Verarbeitung keine halben Sachen macht.

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Zenner – Biergarten und Weingarten; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Bier- und Weingarten im Treptower Park - "Zenner"

In den letzten Jahren beherbergte das Haus Zenner eine Dependance des Dahlemer Jazzclubs "Eierschale" und sogar die Filiale einer Fastfood-Kette. Nach der Zeit des Niedergangs wird das älteste noch existierende Ausflugslokal Berlins an der Spree nun saniert und bald als attraktiver Ort für Kultur wiedereröffnet. Im Garten gibt es bereits seit Mitte Juni Bierspezialitäten, erlesene Weine und ein Speisenangebot, das sowohl qualitativ als auch preislich mit der populären "Gasthaus Zenner"-Tradition bricht – und auf ein jüngeres, urbanes Publikum zielt.

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Ceviche © imago / Panthermedia
imago / Panthermedia

Meeresfrüchte auf hohem Niveau in Kreuzberg - "Lila" - peruanische Küche am Paul-Lincke-Ufer

Die peruanische Küche hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als Feinschmeckerküche erworben, nicht nur in Peru selbst, sondern auch bei uns. Am Kreuzberger Paul-Lincke-Ufer hatte kurz vor dem Corona-Lockdown letztes Jahr ein neues peruanisches Restaurant eröffnet, das jetzt erstmals zu Hochform auflaufen kann. Im Fokus der Speisekarte stehen im "Lila" Meeresfrüchte.

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Kapern; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Beliebtes Würzmittel der Mittelmeerküche - Mit einer Handvoll Kapern

Jeder kennt sie als Zutat von Gerichten wie Königsberger Klopsen und Vitello Tonnato, aber sonst sind Kapern an sich hierzulande nicht sehr beliebt, obwohl sie konservierbar und nicht teuer sind. Ganz anders in der Mittelmeerküche, wo Kapernknospen zu den beliebtesten Würzmitteln gehören – und sehr vielseitig verwendet werden, insbesondere in der vegetarischen Küche.

Restaurant Ryong © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Unkomplizierte, raffinierte Gerichte - vegetarisch & vegan - "Ryong" - japanisch-vietnamesische Küche in Prenzlauer Berg

So wie das Mutterhaus bietet das letzten Sommer eröffnete "Ryong 2" in Prenzlauer Berg unkomplizierte, dennoch raffinierte Gerichte, die von der japanischen und vietnamesischen Küche inspiriert sind. Auf der Karte sind vegetarische und vegane Speisen, die den Geschmack des jungen Ausgehpublikums treffen: Appetizer, Reis-Gemüse-Bowls, Nudelsuppen und Burger im vietnamesischem Reismehlbrötchen, ansprechend komponiert und harmonisch gewürzt.

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Straßenbahndepot Heiligensee – Außenansicht; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Raffinierte Küche im Ausflugslokal - "Straßenbahndepot Heiligensee"

Im äußersten Nordwesten Berlins, zwischen Havel und Heiligensee, liegt Alt-Heiligensee: ein kleines Dorf, dessen Kern aus dem 15. Jahrhundert stammt. Neben Kirche, historischer Schmiede und Freiwilliger Feuerwehr befindet sich ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Straßenbahndepot, das 2010 renoviert wurde. Das Restaurant, das mehrere Räume und eine große Terrasse bespielt, lockt in diese entlegene Ecke Berlins mit experimentierfreudigen Vorspeisen und soliden, aber raffinierten Hauptgerichten.

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Dante Alighieri; Statue in Neapel © Bildagentur-online/AGF-Valetta/dpa
Bildagentur-online/AGF-Valetta/dpa

Zum 700. Todestag Dante Alighieris - Dante und das Essen

In seinem Meisterwerk "Die Göttliche Komödie" erzählt Italiens Nationaldichter Dante Alighieri von seiner Reise ins Jenseits. Kochen und essen kommen dabei häufig als Motive vor, um abwegige Lebensführungen und die entsprechenden Strafen zu versinnbildlichen. Das Brot hingegen ist für ihn Symbol des Lebens und der Heimat und wird im Paradies zur göttlichen Speise, die Wissen, Erleuchtung und Erlösung bringt. Elisabetta Gaddoni über Dantes Haltung zum Essen anlässlich seines 700. Todestages am 14. September.

Berlin Food Week; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Mozzarella aus Mandelmilch, Thunfisch aus Algen - Berlin Food Week: Das "House of Food" im BIKINI Berlin

Die Berlin Food Week, das Festival, das sich mit kulinarischem Genuss beschäftigt, musste letztes Jahr coronabedingt aussetzen, aber die neue Ausgabe 2021 läuft seit einer Woche und widmet sich zeitgemäß dem Thema Nachhaltigkeit. Über 30 Firmen, Manufakturen und Startups stellen ihre Produkte im "House Of Food", einer Art Markt im Bikini Haus am Breitscheidplatz, vor.

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Zander gebraten; © dpa/Irina Burakova
dpa/Irina Burakova

Kandidat für die nachhaltige, stadtnahe Aquakultur der Zukunft - Zander – ein Süßwasserfisch für hohe Ansprüche

Süßwasserfische sind oft weniger beliebt als ihre Artgenossen, die im Meer leben. Der Zander bildet aber eine Ausnahme: sein Fleisch ist schneeweiß und grätenarm, beinah fettfrei und dennoch aromatisch, fest und trotzdem weich. Sein milder Geschmack passt besonders gut zu herbstlichen Delikatessen wie Kürbis und Steinpilzen. Zander aus Flüssen und Binnenseen wird in Deutschland immer seltener: Restaurants und Geschäfte beziehen ihn meist aus Osteuropa. In nachhaltiger Aquakultur gezüchtet könnte er allerdings eine gute Alternative zu anderen edlen Fischsorten werden, deren Bestände durch Überfischung bedroht sind.

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Restaurant BRIKZ © Sabine Panzer / BRIKZ
Sabine Panzer / BRIKZ

Alles andere als herkömmliche Genussvorstellungen - "BRIKZ" - gehobene moderne Küche in Charlottenburg

In dem kleinen Restaurant "BRIKZ" im Umkreis des Charlottenburger Savignyplatzes begegnen Gäste einem eigentümlichen Konzept. Chefkoch und Inhaber Arne Anker stellt mit seinen Vorstellungen von moderner Küche herkömmliche Genussvorstellungen infrage. Bis auf den Hauptgang, der mit Entrecôte vom Kalb in dunklem Jus, sibirischem Kohl und Aubergine eher konventionell ausfällt, sind die Gänge in Zimmertemperatur gehalten und werden maßgeblich von gepickeltem sowie mehr oder minder rohem Gemüse beeinflusst.

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Shinroku Shimokawa: Man kann keine Steine essen © Prima.Publikationen
Prima.Publikationen

Kochbuch des japanischen Künstlers Shinroku Shimokawa - "Man kann keine Steine essen": Ein Bildhauer am Herd

"Man kann keine Steine essen" heißt das Kochbuch des japanischen Bildhauers Shinroku Shimokawa. Seit zehn Jahren in Stuttgart zu Hause, reflektiert der Autor die Wiederentdeckung der Küche seiner Eltern in der neuen Heimat und das Verhältnis zwischen Kunst und Kochen. Das schlicht aber elegant gestaltete Kochbuch wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten deutschen Bücher des Jahres 2021 ausgezeichnet.

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I see faces: Kiwi-Gruselgesicht; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Mit frisch-säuerlicher Note passende Begleitung für Salat, Fisch & Co. - Kiwi - ehemaliger Exot im Obstregal

Als Kiwifrüchte in den 70ern und 80ern in den Handel kamen, war die Begeisterung groß. Selbst wenn das Wort "Superfood" noch nicht geläufig war, schwärmten Gesundheitsbewusste für die erfrischende, vitaminreiche Frucht. Ihr ungewöhnliches Aroma und eigenartiges Aussehen faszinierten für eine Weile sogar die Sterneküche. Doch heute hat die ehemalige Luxusfrucht viel von ihrer Exotik eingebüßt.

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"Marktlokal" in der Markthalle Neun in Kreuzberg © John Broemstrup
John Broemstrup

Bodenständige, dennoch raffinierte Küche im ehemaligen "Weltrestaurant" - Das "Marktlokal" in der Markhalle Neun in Kreuzberg

In Sven Regeners Roman "Herr Lehmann", der in Kreuzberg der 80er Jahre spielt, diskutierte der Protagonist mit der Kellnerin des ehemaligen "Weltrestaurants" an der Markthalle darüber, ob die Kruste beim Schweinebraten überschätzt sei. Im "Marktlokal", das seit April wieder geöffnet hat, bietet die Karte zwar Schweinerippchen an, aber die Hauptrolle spielt das Saisongemüse - so gekonnt zubereitet, dass man es gerne dreimal am Tag essen würde.

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Wildschwein-Nussrücken © Zoonar.com/H. Leitner/dpa
Zoonar.com/H. Leitner/dpa

Unterschätzte regionale Spezialität - Grenzgänger Wildschwein

Wildschweinrudel statten immer wieder Gärten und Grünanlagen am Stadtrand einen ungebetenen Besuch ab. In Stadtnähe sind sie vor ihren natürlichen Feinden, dem Wolf und dem Jäger, am besten geschützt. Aber selbst dort, wo die Jagd möglich ist, reichen Abschussprämien nicht aus, um die Wildschweinbevölkerung unter Kontrolle zu halten, zumal Lockdown und afrikanische Schweinepest die Jagd nicht gerade erleichtert haben. Vielleicht hilft es, mehr regionales "Schwarzwild"-Fleisch aufzutischen, da dieses wenigstens nicht aus der Massentierhaltung stammt, kein Futter kostet und meist von sehr guter Qualität ist.

Certosino Bolognese © Elena Zanni alias Chef Elza
Elena Zanni alias Chef Elza

Weihnachtskuchen mit Tradition - Lebkuchen, Certosino, Panforte & Co.

Sie heißen Lebkuchen, Gingerbread, Panpepato oder Pain D’epices, haben alle gemeinsam, dass sie für das Weihnachtsfest stehen und als köstliche Zutaten Honig, Nüsse, kandierte Früchte und Gewürze haben. Zu den Spezialitäten, die auf eine lange Tradition zurückblicken und in diesen Tagen zu Hause oder in Bäckereien zubereitet werden, gehören auch Certosino aus Bologna und Panforte aus Siena.

Knoblauch geflochten; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Hausmittel gegen das Unglück - Aberglaube am Tisch

Freitag der 17. gilt in Italien als Pechtag schlechthin. Hotelzimmer oder Sitzplätze im Flugzeug mit der Zahl 17 sucht man umsonst, außerdem ist der Freitag im christlich geprägten Kulturraum als der Tag, an dem Jesus starb, ohnehin vorbelastet. Viele dieser althergebrachten Überzeugungen betreffen auch Essen und Trinken. Elisabetta Gaddoni gibt einen Überblick über Handlungen, die noch heute in Italien und anderen Ländern im Alltag - oft unbewusst - berücksichtigt werden, um Pech zu vertreiben oder Glück zu beschwören.

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PU:M - Korean Restaurant © PU:M - Korean Restaurant
PU:M - Korean Restaurant

Authentische koreanische Küche - "PU:M - Korean Restaurant" in Charlottenburg

Man kennt Kimchi und vielleicht noch Bibimbap, den Reistopf mit Fleisch, Gemüse, Pilzen und einem Ei obenauf. Die dort unerlässliche Chilipaste Gochujang dürfte hierzulande genauso wenig geläufig sein wie die koreanische Küche überhaupt. Die meisten koreanischen Restaurants hierzulande beschränken sich auf ein erweitertes Imbiss-Programm, in dem man die Umrisse dieser Tradition und ihre fachgerechte Vergegenwärtigung schwerlich zu erkennen vermag. Ganz anders das "PU:M" in Berlin-Charlottenburg.

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Zitronen © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Saft und Schale sorgen für Frische in der Winterküche - Zitrone, die Sonne im Winter

Geizt der Januar an Sonne, können wir mit Zitronen kontern. Zitrusfrüchte bringen das Licht des Mittelmeers an den Tisch und frische und fruchtig-säuerliche Aromen in viele süße und herzhafte Gerichte. Die besonders aromatischen Winterzitronen, die in diesen Tagen in den Handel kommen, haben viel Saft und eine dicke gelbe Schale, die sehr reich an ätherischen Ölen ist. Sie eignen sich nicht nur Marmeladen und Gelees, sondern auch für pikante Chutneys, herzhafte Tartes, Fischsuppen, Hühnchen-Gemüse-Tajine und Reispfannen.

 

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Eintopf: Boeuf Bourguignon; © imago-images/HLPHOTO
imago-images/HLPHOTO

Bœuf Bourguignon, Stifado, Irish Stew & Co. - Am Anfang war der Eintopf

Eintöpfe gelten hierzulande oft als einfaches und deftiges Essen für hungrige Mägen. Doch der schlechte Ruf ist unbegründet. Dieses Gericht - wahrscheinlich eins der ersten der Menschheitsgeschichte - ist alles andere als einfältig und kann in unendlich verschiedenen Varianten abgewandelt zu werden. Ob Bœuf Bourguignon, Cassoulet, Stifado oder Gumbo: traditionelle Eintopfgerichte erwecken Erinnerungen und sind ideales Wohlfühlessen für den Winter.

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