Kulturradio Rezensionen Geschmacksache

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Pici Pasta © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Geschmackssache - Frische Pasta

Nicht Klopapier, sondern Weißmehl ist in Italiens Supermärkten in Zeiten von Corona am meisten ausverkauft. Der Grund? Viele, die zurzeit die Wohnung nicht verlassen dürfen, entdecken die Freude, frische Pasta selbst zu machen. Dieser entspannende und gemeinschaftliche Zeitvertreib schenkt nicht nur innere Ruhe, sondern auch interessante kulinarische Erlebnisse.

Schwarzwurzel
dpa

Geschmackssache - Die Schwarzwurzel - ein würziges Wintergemüse

Zugegeben, unter allen Gemüsesorten glänzt sie nicht gerade durch ihr Äußeres, und auch die Aussicht, nach der Zubereitung womöglich die Küche renovieren zu müssen, hält viele davon ab, beim Einkaufen zur Schwarzwurzel zu greifen. Wer es sich wagt, den belohnt dieses etwas umständliche Wintergemüse mit seinem nussigen und erdigen Aroma.

Vegane Küche – Restaurant Kopps © Matteo Carassale
Matteo Carassale

Geschmackssache - "Kopps" - vegane Kueche in Berlin Mitte

Raffiniert vegan kochen, und dies ausgerechnet im Winter, wenn das Angebot an regionalem Obst und Gemüse nicht gerade üppig ist, kann das eine Herausforderung sein. Das "Kopp" in Berlin-Mitte bietet vegane gehobene Küche an, die perfektes Handwerk vorweist, aber geschmacklich nicht ganz überzeugt. 

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Cafè LaMa Wilmersdorf
lama.cafe

Café in Wilmersdorf - "LaMa"

Berlin ist keine Stadt mit ausgeprägter Kaffeekultur. Dies könnte prinzipiell eine gute Nachricht sein, denn so besteht die Hoffnung, dass wenigstens der Kaffee, also das Namens gebende Getränk, öfter mal in Ordnung ist. Denn in Kaffeestädten bekommt man es selten in einer Qualität, die nicht zu beanstanden wäre. In Wiener Kaffeehäusern zum Beispiel ist der Kaffee schauderhaft, was zählt, ist die Atmosphäre.

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Ottenthal Berlin Resturant © www.ottenthal.com
www.ottenthal.com

Geschmackssache - "Ottenthal"

Gute Zutaten gut gekocht: So allgemein dieser Anspruch klingt, so wenig selbstverständlich ist er in einer Stadt, die stolz ist wie Bolle auf ihre turbulente Restaurantszene. Tatsächlich aber gibt es nur ganz wenige Lokale, die ihm gerecht werden. Besonders in der sogenannten gutbürgerlichen, traditionsverbundenen Ecke herrscht keine Drängelei.

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Cantina Bar Tausend @ Marc.RB Photography
tausendberlin.com / Marc.RB Photography

Geschmackssache - Cantina in der Bar Tausend

In vielen Metropolen rücken Restaurant und Bar enger zusammen. Das hat prinzipiell mit großstädtischem Leben zu tun, in dem Lebensentwürfe und Berufs- und Freizeitkonzepte beständig konvergieren, einander ergänzen und sich gegenseitig durchdringen.

Bewertung:
Restaurant Grand Tang - Skizzen aus dem Notizbuch des Rezensenten; © Thomas Platt
Thomas Platt

Gehobene chinesische Küche - "Grand Tang"

Consommé double, Mockturtle, Oxtail: Kaum zu glauben, dass man sich ausgerechnet hier daran erinnert fühlt, dass es früher einmal solche Essenzen in großen Hotels gegeben hat.

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Chicoree aus Belgien; © dpa/Volkmar Heinz
dpa/Volkmar Heinz

Geschmackssache - Blasse Schönheit aus der Kiste: Chicorée

In den Wintermonaten wirkt das Angebot an regionalem Gemüse im Supermarkt etwas eintönig. Doch zwischen Kartoffeln, Kohl und Rüben versteckt sich eine Gemüsesorte, die wir oft übersehen, weil sie unter einer Papierfolie liegt.

Senf © Ajafoto
imago / Ajafoto

Geschmackssache - Alles mit Senf

"Wer nicht würzen kann, würzt mit Senf": Solch ein Satz zeigt, wie dieses Gewürz lange hierzulande unterschätzt wurde. Dabei ist Senf enorm vielseitig und kann sowohl Herzhaftes als auch Süßes mit ungewöhnlichen Geschmacksnoten bereichern.

Restaurant Freundschaft - Skizzen aus dem Notizbuch des Kritikers; © Thomas Platt
Thomas Platt

Weinbar und Jausen - "Freundschaft"

Nicht zuletzt der Titel beziehungsweise das Motto des Thekenrestaurants im Bezirk Mitte kann einen zu der Frage führen, ob Speisen und alkoholhaltige Getränke tatsächlich in einem freundschaftlichen Verhältnis stehen.

Bewertung:
Hirsch und Hase © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Geschmackssache - "Hirsch und Hase"

Schottische Küche genießt nicht den besten Ruf: Sie gilt als deftig und gewöhnungsbedürftig. Umso neugieriger macht, dass vor einiger Zeit in Berlin Wedding ein schottischer Pub eröffnet hat.

Bewertung:
Schwarzkohl
dpa / J. Pfeiffer

Geschmackssache - Gemüse für kalte Tage: Schwarzkohl

Zwar ist er hierzulande noch etwas exotisch, aber mittlerweile findet man Schwarzkohl, auch Palmkohl genannt, auch bei uns auf dem Markt. Was hier als Superfood und Zutat für die Gourmetküche gilt, ist in Südeuropa seit je Bestandteil vieler bäuerlicher Gerichte, die noch heute sehr beliebt sind.

Bandol sur mer: Skizze im Notizbuch des Kritikers; © Thomas Platt
Thomas Platt

Fine Dining - "Bandol sur mer"

Eine offene Küche in einer ehemaligen Dönerbude in Berlin-Mitte: Im Restaurant "Bandol sur mer" kocht Andreas Saul mit seiner Crew mit handwerklicher Akribie und kulinarischer Kompetenz – die Entdeckung des Jahres!

Bewertung:
Shaam: Falafel mit Hummus; © Thomas Platt
Thomas Platt

Syrische Spezialitäten - "Shaam"

Die Küche eines heißen Landes passt nun prächtig in eine Zeit, in der wir uns wieder an die Kälte gewöhnen müssen. Es ist aber nicht ihre blühende Schärfe und fruchtige Lieblichkeit, die uns beispringt, sondern die Phantasie. Gerade die Speisen des Orients lenken die Gedanken immer wieder auf eine pralle Sonne und scharf umrissene Schatten. Ausgerechnet in einem kleinen Neuköllner Restaurant am Ufer einer vielbefahrenen Magistrale kann man sich nun seine Portion Sommer abholen – zusammen mit einem Kurztrip durch die Damaszener Küche.

Bewertung:
Josl, Außenansicht; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Südalpenländische Spezialitäten - Josl

Mit österreichischer Küche verbinden die meisten von uns Wiener Schnitzel, oft in Bettlaken-Format serviert. Bei "Josl", dem kleinen Lokal mit Wohnzimmeratmosphäre in Berlin-Charlottenburg, steht aber eine ganz andere Spezialität im Mittelpunkt: Kärntner Kasnudeln, gefüllte Teigtaschen, die das Restaurant täglich frisch herstellt.

Bewertung:
Pulpo vom Grill; © Carsten Kampf
Carsten Kampf

Geschmackssache - Schaurig, aber schmackhaft: Pulpo

Selbst diejenigen, die gerne Fisch kochen, machen einen Bogen um ihn: Pulpo. Sei es, weil die acht Fangarme etwas gruselig aussehen oder weil die Zubereitung nicht immer gelingt. Der feine Geschmack aber ist es wert, die Scheu gegenüber diesem ungewöhnlichen Meeresbewohner zu überwinden.

"The Catch" - Skizzen aus dem Notizbuch des Gastrokritikers; © Thomas Platt
Thomas Platt

Restaurantkritik - The Catch

Japanische Izakayas könnte man mit Brasserien, Pubs oder auch Wirtshäusern vergleichen. Im Unterschied zu unseren Kneipen sind diese dem Reiswein Sake verpflichteten Orte stets mit einem Speiseangebot verbunden, das über den Imbiss hinausgeht. Naturgemäß spielt frischer Fisch dort eine tragende Rolle. Inzwischen existiert auch bei uns im Binnenland eine Versorgung mit Fisch und Meeresfrüchten, die ein Restaurant solchen Typs ermöglicht.

Bewertung:
Villa Kellermann – Grüner Salon © Nils Hasenau
Nils Hasenau

Restaurantkritik - Villa Kellermann

Ein Mann und eine Villa. Tim Raue gehört zu den berühmtesten Köchen Deutschlands und ist ohne Frage die Nummer 1 in Berlin. Auch die Villa Kellermann hat es zu einiger Bekanntheit gebracht, wenngleich sie eher lokaler Natur ist und auf Vergangenheit gründend. Nun wurden beide im Rahmen eines gastronomischen Projektes zusammengeführt.

Bewertung:
Munch's Hus © SEBASTIAN GREUNER
© Munchs Hus/ Sebastian Greuner

Restaurantkritik - Munchs Hus

Während in Berliner Szenebezirken Lokale öffnen und bald wieder schließen, gibt es in etwas unterbelichteten Ecken der Stadt wie dem Bülowbogen Lokale wie das "Munchs Hus", die seit Jahrzehnten bestehen und sich durch stabile gute Qualität auszeichnen. Ungeachtet des Hypes um die Neue Nordische Küche bietet das "Munchs Hus" klassische Gerichte, die alles andere als avantgardistisch sind, aber ebenso auf hervorragende Produkte und perfekte Zubereitung setzen.

Bewertung:
Essen im "CU29"
Elisabetta Gaddoni

In der James-Simon-Galerie - Restaurant "CU29"

Selten gehen Menschen in ein Museumsrestaurant, um richtig zu essen: Meist bleibt es nach dem Ausstellungsbesuch bei Kaffee und Kuchen oder bei kleinen Gerichten. Das Cu29, das im Juli im neuen Bau an der Museumsinsel eröffnet hat, bietet abends auch eine anspruchsvollere Karte an. Die Mittagsgerichte wecken allerdings kaum Neugier auf mehr.

Bewertung:
Buchweizen; © Elisabetta Gaddoni
Elisabetta Gaddoni

Geschmackssache - Buchweizen – beliebter Getreideersatz

Buchweizen gehört wie Amaranth und Quinoa zu den glutenfreien Pseudogetreidearten und wird als gesundes Superfood gepriesen. Dass Buchweizen Zutat unzähliger traditioneller Gerichte rund um die ganze Welt ist, hat aber vor allem mit seinem nussigen und angenehm bitteren Geschmack zu tun.

Zero-Waste Restaurant Frea in Berlin-Mitte; Foto: Frea
Frea

Erstes "Zero Waste"-Restaurant Berlins - Restaurant "Frea"

Man erkennt es am Wort: Die Debatte um die sogenannte Nachhaltigkeit steckt noch im bürokratischen Stadium. Immerhin aber ist zu erkennen, dass nicht nur bei der Fortbewegung und in der Haushaltung jeder einen positiven Beitrag leisten kann, sondern auch beim Essen und Trinken. Überdies kann uns das, was unter Nachhaltigkeit und Klimakrise verstanden wird, auch auf den Gedanken bringen, dass wir nur zu Gast sind auf der Erde.

Bewertung:
Schüssel mit gerösteten Kichererbsen; © imago-images
imago-images

Geschmackssache - Kichererbsen

Hülsenfrüchte waren jahrtausendelang das Fleisch der armen Leute. Was früher Not war, kann heute ein Genuss sein: Kichererbsen sind nicht nur nahrhaft und gesund, sondern auch äußerst vielseitig.

GO Kebab im KWA © Johannes Paetzold
Johannes Paetzold

Geschmackssache - "Kebab with Attitude"

Im Grillrestaurant "Kebab with Attitude" in Berlin-Mitte wird die namengebende Speise mit besonderer Sorgfalt, regionalen Zutaten und Fleisch aus artgerechter Freilandhaltung zubereitet – erhältlich in drei Versionen. Kann man da noch von Fast Food sprechen?

Bewertung:
Barra
barraberlin.com / Colin-Freeman

Geschmackssache - Barra

Manchmal wartet man auf den ersten Fehlschlag – und wenn er dann eintritt, mag man es kaum glauben. Im Neuköllner Kleinraumlokal "Barra" muss man darauf lange warten.

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Kichererbse, Salzzitrone, Zwiebel - im Bonvinant
bonvinant.berlin

Restaurantkritik - Bonvivant

Menüs mit vielen Gängen, wie im Restaurant, sind heute nicht mehr so beliebt. Viele bestellen lieber verschiedene kleine Gerichte, die sie mit anderen teilen, und gepflegte Drinks. "Bistronomie" heißt dieser Trend, der anspruchsvolle Gastronomie mit informellem Ambiente und moderaten Preisen verbindet. Dem hat sich das Schöneberger Cocktail-Bistro "Bonvivant" angeschlossen, mit Fokus auf vegetarische und vegane Gerichte.

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