Hörbuch-Cover Marcel Proust © Der Hörverlag, Montage: rbb
Der Hörverlag, Montage: rbb

Ab 04.01.2020 | Podcast | Proust lesen mit rbbKultur - "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"

Es ist der längste und bedeutendste Roman der französischen Literatur: ein Zyklus aus sieben Bänden und mehreren tausend Seiten. rbbKultur startet mit einem echten Mammutprojekt ins neue Jahr.

In insgesamt 329 Folgen begibt rbbKultur sich gemeinsam mit seinen Hörer*innen auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Im Radio wird die Lesung von montags bis freitags um 11.10 Uhr gesendet, sie steht aber auch auf rbbkultur.de, in der ARD Audiothek und als Podcast zur Verfügung.

Herausfordernd, aber jede Mühe wert
rbbKultur begleitet dieses Vorhaben mit einer wöchentlichen Kolumne der Autorin und Journalistin Doris Anselm, die einerseits die großen Momente dieses Romanzyklus feiert und andererseits zum Durchhalten und Dranbleiben anfeuert, denn dieses Werk ist wie eine Gipfeltour: herausfordernd, aber jede Mühe wert.

Darüber möchte rbbKultur - gerade in Zeiten, in denen der kulturelle Austausch noch immer eingeschränkt ist - mit Ihnen ins Gespräch kommen und zwischen ihnen Bande knüpfen.

Zur Handlung
Der aus reichem Hause stammende Marcel Proust ist gesundheitlich angeschlagen, zieht sich in die Abgeschiedenheit zurück und begibt sich auf die "Suche nach der verlorenen Zeit". Es ist der Lebensbericht eines Erzählers, dessen größter Wunsch es von Kindheit an ist, Schriftsteller zu werden. Der aber erst Jahrzehnte des Müßiggangs hinter sich bringen muss, bis er durch eine Welle traumatischer Erinnerungen sein schöpferisches Talent entdeckt und sich schreibend der vergessenen, verschwendeten, verlorenen Zeit vergewissert.

Die literarische Moderne steht vor der Tür, doch die Verlage merkten es nicht sofort: Den ersten Band, "In Swanns Welt" (1913), mit dem Peter Matić die Lesung beginnt, musste Marcel Proust noch auf eigene Kosten publizieren. Was folgte, ist große Literaturgeschichte.

Schreiben Sie uns!

Marcel Proust © picture alliance / Heritage-Images
picture alliance / Heritage-Images

Lesekreis - Lesen und hören Sie mit uns!

Wir haben uns vorgenommen, mit Ihnen zusammen Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" zu lesen, denn besonders große Vorhaben bewältigt man am besten gemeinsam. Schreiben Sie uns!

Kolumne

Rezensionen

Stéphane Heuet, Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Band 1); Montage: rbbKultur
Knesebeck Verlag

Der Literaturklassiker als Graphic Novel - Stéphane Heuet, Marcel Proust: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"

An der Lektüre von Marcel Prousts mehr als 4.000 Seiten umfassenden Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" sind schon viele gescheitert. Der französische Werbegrafiker Stéphane Heuet hat aus seiner Not eine Tugend gemacht: 20 Jahre nach dem ersten gescheiterten Leseversuch war er so begeistert von dem Roman, dass er ihn als Comic adaptiert hat – kongenial.

Bewertung:
Bernd-Jürgen Fischer: Auf der Suche nach Marcel Proust; Montage: rbbKultur
Reclam

Ein Album in Bildern und Texten - Bernd-Jürgen Fischer: "Auf der Suche nach Marcel Proust"

Als Marcel Proust 1919 in Paris den Prix Goncourt für den zweiten Teil seiner "Suche nach der verlorenen Zeit" verliehen bekam, für "A l‘ ombre des jeunes filles en fleurs", hielt sich die öffentliche Begeisterung in Grenzen. Nur ein Jahr nach Kriegsende erschien es selbst vielen Kulturmenschen nicht oppurtun, einen Roman wie diesen auszuzeichnen - einen Roman, den ein Kritiker als "Collage ruheloser Grübeleien" bezeichnete.

Bewertung:
Saul Friedländer: Proust lesen © C.H.Beck
C.H.Beck

Ein Essay - Saul Friedländer: "Proust lesen"

"Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Manchmal, die Kerze war kaum gelöscht, fielen mir die Augen so rasch zu, dass keine Zeit blieb, mir zu sagen: Ich schlafe ein." - Mit diesen Sätzen beginnt einer der umfangreichsten Roman-Zyklen der Weltliteratur: Marcel Proust - "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Der erste der sieben Bände erschien 1913, der letzte 1927, also erst fünf Jahre nach seinem Tod. Peter Matić liest auf rbbKultur das kolossale Werk, an dem viele Leser*innen - seien wir ehrlich - trotz mehrerer Anläufe scheitern.

Bewertung:

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