Marcel Proust © picture alliance / Heritage-Images
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- Lesen und hören Sie mit uns!

Wir haben uns vorgenommen, mit Ihnen zusammen Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" zu lesen, denn besonders große Vorhaben bewältigt man am besten gemeinsam. Schreiben Sie uns!

Sie wollten schon immer "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" lesen? Besonders große Vorhaben bewältigt man am besten gemeinsam. Deswegen haben wir uns vorgenommen, mit Ihnen zusammen Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" zu lesen bzw. zu hören.

Wir begleiten die Lesung mit einer wöchentlichen Kolumne der Autorin und Journalistin Doris Anselm, die einerseits die großen Momente dieses Romanzyklus feiert und andererseits zum Durchhalten und Dranbleiben anfeuert, denn dieses Werk ist wie eine Gipfeltour: herausfordernd aber jede Mühe wert!

Darüber wollen wir auch mit Ihnen ins Gespräch kommen. Kommentieren und tauschen Sie sich aus. Schreiben Sie uns eine Mail an proustlesen@rbbkultur.de.

Oder treten Sie unserer Facebook Gruppe "Proust lesen mit rbbKultur" bei: www.facebook.com/groups/4824467260960056

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Antwort auf [Martin Reimann] vom 04.08.2021 um 17:50
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932 Kommentare

  1. 932.

    Ein Forum wie dieses lebt von Kontroversen; ohne sie kämen wir in unseren Überlegungen kaum einen Schritt weiter. Dabei geht es mir nie ums ‚Rechtbehalten‘, und ich glaube, auch Ihnen nicht. Meine Einwände und Anmerkungen finde ich in Ihre Präzisierungen einbezogen und produktiv weitergeführt, ergänzt um die wesentliche Beobachtung, dass „Spontanreflexe“ und „reflektierte“ Reaktionen sich auch in Prousts „mäandernden Sprachgetümen“ widerspiegeln. Die ursprüngliche Kontroverse ist – so scheint es- in einer umfassenden und übergreifenden Synthese aufgehoben. Beide Lesarten (‚bewahrt sein‘ und ‚gegenstandslos werden‘) sind hier gleichermaßen möglich und gültig. Ich bin nicht kombattant genug gesinnt, um mich darüber nicht zu freuen – bis zur nächsten Kontroverse, versteht sich :-)

  2. 931.

    ... dass im übergreifenden Kontext des Erzählten, in der Abfolge des permanenten ‚Verlangens nach Frauen’, in den (Guermantes-)Soirees der Gastgeberinnen (!), mit der Klassifizierung der Salons und der Frauen usw. die Filigranbeschreibung (s.o.) auch dazu dient, eine Kulisse von Maskulinität und Sensibilität zu entwerfen, die (zunächst?) weniger offenbart als verbirgt. Selbstbeobachtung, Selbstrechtfertigung, Selbstverbergung, Leiden?

  3. 930.

    Diskutieren wir bereits Aspekte des Proust’schen ‚Betriebsgeheimnisses’?
    Auf der ‚Mikroebene’ die überraschenden Taktschläge, die unbewusst-spontanen Intermittenzen, Aus- und Einsetzer des ‚Herzens’, deren Wirken im Gleichzeitigkeits-Rhythmus von Auslösen und Widerfahren gespürt wird und als solche - wie Prousts Erzähler betont – erst „verstanden“ werden, wenn Denken hinzutritt, die unbewusst-oszillierende Binnenbewegung als Schmerz oder Lust auch 'bewusst' wird. Auf den jeweiligen Moment scheinbar fixiert, bilden sie gleichsam die Moleküle der Wahr-Nehmung. In Wirklichkeit schreitet die Zeit fort und diese ‚Moleküle’ tragen und treiben das wollende, verlangende, begehrende Ich. - Dies mein Angebot zur ‚Deutung’ heute. Und für morgen: Wird auch so erzählt über die ‚Liebe’ zu Albertine? –
    Mehr zum ‚Betriebsgeheimnis’: Ich habe den wachsenden Verdacht, ...

  4. 929.

    zu 928:
    das "nicht" vor "(zeitgleich)" ist selbstverständlich zu streichen - keine doppelte Verneinung!

  5. 928.

    ... nicht (zeitlich) zu trennen ist, sowie die anschließende und in der Erinnerung miterlebte (nachträgliche) Reflexion. Missverständlich habe ich mich offenbar ausgedrückt hinsichtlich des „intermittierenden Dagegenhaltens“; damit meinte ich nicht einen bewussten , sondern einen Spontanprozess, der allerdings nicht zuletzt aus dem (elementaren) Bedürfnis, Recht zu behalten (‚Rechtfertigung’), im nachhinein rationalisiert werden dürfte. Es gehört zur literarischen ‚Verarbeitung der Erinnerung’, dass in der Erzählung die ‚Schicht’ des Unbewusst-Spontanen des jeweiligen Erlebens durch den Erzähler überwölbt wird durch alles, was nachträglich dazukommt. Er erzählt zurückblickend – und konstruiert seine Geschichte dementsprechend. Nochmal: von den Intermittenzen zur Recherche.

  6. 927.

    ...überzeugend „Auslösen und Widerfahren“. Also kein zeitliches Nacheinander des komplexen Phänomens/Symptoms. Im Roman nun geht Proust, weil er das Gleichzeitige nur nacheinander erzählen/beschreiben kann und will, noch einen Schritt weiter. Nicht nur, dass er die Momente des Auslösens und des Widerfahrens (nacheinander und wechselseitig) in Beziehung setzt, er fügt noch ein drittes Moment hinzu (das man z.T. meinetwegen noch dem Widerfahren zuschlagen könnte*): Ich meine das Moment der ‚Verarbeitung’ der Erregung, des Schocks - ebenfalls resultierend aus der Selbstbeobachtung. Er unterscheidet dabei emotionale *Spontanreflexe auf die Situation (zeitgleich!) und reflektierte, intentionale Reaktionen, die sich entwickeln können. Die mäandernd ausgreifenden Satzgetüme sind ein sprechendes Beispiel dafür. Wenn ich im Bild des Taktgebens bleiben darf: Die Satzfolgen Prousts versuchen einzufangen, was gleichzeitig passiert: das wechselseitige mehrfache Taktgeben, das eben nicht ...

  7. 926.

    Liebe Frau Windeck, ich gebe mich noch nicht ‚geschlagen’. Die Wortwahl, mit der Sie meine Idee argumentativ für schwer haltbar erklären, leitet sogar Wasser auf meine Mühlen, denke ich. Im Französischen ist der Doppelmodus oder Schwebezustand von Aktiv/Passiv (der auch in der lat. Wurzel als doppelt existierte) im Begriff „intermittence“ zu einer ‚oszillierenden Gleichzeitigkeit’ geronnen; auch wohl im Partizip. Genau dies ist das Frappierende an der Wortwahl Prousts - nicht nur wegen der Fremdwort-Herleitung aus Medizin/Therapie (Fachterminus). Was ich zum Ausdruck bringen wollte, ist die - von der lat. Herleitung begründbare – R e s u l t a n t e einer ‚Binnenbewegung’, die wir uns unter der „intermittence“ (die ja die lat. Wortwurzel mitschleppt als frz. Vokabel) vorstellen sollten.
    Nach meiner Auffassung macht Proust nun folgendes: Aus Selbstbeobachtung leitet er ab, dass die Erschütterung, die ‚Aussetzer des Herzens’, eine zusammengesetzte Sache sind. Sie nennen es ...

  8. 925.

    …bringen, wie wir gesehen haben. An anderen Stellen der Recherche dagegen gibt es die von Ihnen gewünschte Trennung sehr wohl, oft in Form des analysierenden, „taktgebenden“ Bewusstseins und der passiv erlebten bzw erlittenen Empfindung. Mitunter führt Proust dem Leser im Text (nicht anhand des Textes) geradezu vor, wie er dabei verfährt. Allerdings kommen die Worte „intermittences“ und „intermittent“ in diesen Passagen (auffallenderweise?) nicht vor.

  9. 924.

    …und in der grammatischen Form. Sofern das Konzept des Oszillierens zwischen Polen, zwischen Aus- und Wiedereinsetzen in Betracht kommt, ist die dazwischenliegende Zeitspanne zu kurz, um mit unseren Sinnen wahrgenommen zu werden. Dieser ‚Schwebezustand‘ ist nicht erfahrbar, wenn man ihn in einzelne Komponenten zerlegt. Eine Aufspaltung (z.B. in einen „intermittierenden Taktgeber“ und einen „intermittierend getroffenen“) ist demnach etwas, das Proust in diesem Zusammenhang vermeiden wollte.- Proust hatte kein elektrophysikalisches Modell im Kopf; er dachte bei „intermittences“ an Erscheinungen, die als Symptome bestimmter Krankheiten auftreten, an körperlich-seelische Anomalien und Ausnahmezustände, deren besonderes Merkmal eben ist, dass (bewusstes oder unbewusstes) ‚Auslösen‘ und ‚Widerfahren‘ ununterscheidbar sind. Solche Ausnahmezustände können „umstürzende“ Erfahrungen mit sich…

  10. 923.

    Bei Ihren altphilologischen Studien übersehen Sie, dass Proust ausschließlich das Substantiv pl und das Partizip verwendet. Über andere Formen verfügt das Französische nicht. Nicht alle aus dem lateinischen Wortstamm herzuleitenden Konnotationen haben eine französische Entsprechung. Das Partizip enthält gleichzeitig einen „Aktiv“- und einen „Passiv“-Aspekt, wenn man so will; sie existieren simultan und sind nicht voneinander zu trennen. Die Option eines „entweder/oder“ bzw eines zeitlichen Nacheinanders besteht nicht. Semantisch drücken beide (Substantiv und Partizip) einen Schwebezustand aus. Unter sprachlogischen Gesichtspunkten ist Ihre Auslegung schwer haltbar, fürchte ich. Folgendes wiegt aber in meinen Augen weitaus schwerer: wir dürfen davon ausgehen, dass Proust diesen nicht eben naheliegenden Begriff bewusst gewählt hat, wohl auch in Hinblick auf die Ununterscheidbarkeit von „Aktiv“ und „Passiv“ auf der semantischen Ebene…

  11. 922.

    Genau können wir Prousts Beweggründe zwar nicht zurückverfolgen, aber ich glaube, Ihre Überlegungen treffen es ziemlich genau: das Interesse, den eigenen Regungen und Empfindungen auf den Grund zu gehen, führte ihn wohl dazu, sie systematisch zu untersuchen; daraus entstand seine Theorie der unwillkürlichen Erinnerung, die ein schrittweises Ordnen und Re-Konstruieren, ein „Wiederfinden“ ermöglichte. Diese Prinzipien haben sicher auch bei der Komposition der Recherche eine Rolle gespielt.

  12. 921.

    Um Prousts ursprüngliche Erwägung, „Les intermittences du coeur“ als Titel für den gesamten Romanzyklus zu wählen, in der richtigen Perspektive zu sehen, müssen wir berücksichtigen, dass er vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine klare Vorstellung von dem Umfang hatte, den sein Werk schließlich annehmen würde. In unserer Lesefassung bezieht sich der Titel auf den zweiten Aufenthalt in Balbec (bis zum Ende des 1.Kapitels) und war mit der 19. Folge beendet.

  13. 920.

    ... „intermittence“ alles ‚bedeutet’. Dem Erzähler ist aufgetragen, sein Innen so gut wie möglich zu „verstehen“ und mitzuteilen. Und er arbeitet sich ab an dem Spannungsverhältnis zwischen dem Taktgeber, der ihn ‚will’kürlich intermittierend trifft (= unwillkürlich aus der Sicht des Ich) und der Anstrengung, als eigener, souveräner Taktgeber intermittierend dagegenzuhalten. –
    Wenn es angebracht sein sollte, auch die ‚Liebe’ im Modus von Intermittenz zu verstehen, dann würden dort wohl ebenso die A/P-Oszillationen für unsere Betrachtung relevant werden – und (was ich schon angedeutet habe) der Erzähler zu beobachten sein als ‚ intermittierender Taktgeber’, gerade auch im Hinblick auf das Bedürfnis nach ‚Rechtfertigung’ in den seelischen Konfliktlagen. - Intermittenz: ein Begriff mit Paradox-Potential, weil ja das Wort herumspielt mit schwer begreifbaren Phänomenen wie: dass etwas aussetzt, offen und leer bleibt (oder offen gehalten wird/werden soll/muss).

  14. 919.

    Wie so oft, sind es die Altphilologen, denen wir ein genaueres Verständnis unseres Wortschatzes verdanken. Also nochmal „intermittence“ – schlicht Unregelmäßigkeit, zunächst.
    In meinem Schulwörterbuch finde ich unter lat. „inter-mitto“ eine Reihe von ‚Übersetzungs’möglichkeiten, die den Konnotations- und damit auch Gefühls- und Erfahrungsraum des Wortes zum Ausdruck bringen [das alles im vorproust’schen steif-förmlichen Latein(!), unterschieden nach Aktiv/Passiv(-medial)]: dazwischen treten lassen (A), dazwischen liegen (P); dazwischen offen lassen (A), offen, leer dazwischenliegen (P); unterbrechen, einstellen unterlassen (A), zeitweilig aufhören, nachlassen, aussetzen (P); verstreichen lassen (A). –
    Bei Proust schwebt/oszilliert/pendelt das Bedeutungsspektrum in der Großmuttererinnerungsszene ständig zwischen dem Aktiv- und Passiv/Medial-Modus; anders: Satz für Satz schreiten in der nachschaffenden Denk- und Erzählbewegung das ab, was das Wort/der Begriff ...

  15. 918.

    Lieber Herr Reimann, ich freue mich, dass auch Sie diesen Passagen so große Bedeutung zumessen. Ihre Beobachtung, dass der Erzähler hier den Verlustschmerz nicht nur spürt, sondern „versteht“ und durch ihn verwandelt wird, scheint mir ebenso wichtig wie Ihr Hinweis auf seine Erkenntnis, dass Gegenwart und Tod der geliebten Person nicht außerhalb, sondern innerhalb des Ich liegen. Es ist die Großmutter als „Widerschein seines eigenen Gedankens“, die ‚gesundet‘. (pensée – das Denken; der Gedanke)

  16. 917.

    Zweiter Hauptpunkt, hervorgerufen durch das aktuelle Beispiel: Schmerz/Intermittenz bei Großmutter und Erzähler:
    Ich bin dankbar für das Beispiel: Die Trauer des Enkels schwächt sich ab, doch die Großmutter scheint sich zu entfernen ...

    Ist das Paradox der Ich-Form geschuldet? Weil sie den Primat der Ich-Perspektive auch in der ‚Gefühlswelt’ vorgibt? Und damit sowohl deren Dominanz als auch die (Deutungs-)Spielräume, die im Hinblick auf alle anderen Protagonisten zugestanden werden? Egal, ob es sich um Gefühle und Motive handelt oder gar um die ‚Rechtfertigung’ des eigenen Handelns? Haben wir hier gar einen Reflex von Egozentrik auf Seiten des Erzählers/Autors?

  17. 916.

    Wunderbar anregende Erläuterungen, Frau Windeck. Sie führen mich zu zwei Hauptfragen, die ich in extremer Verkürzung (sozusagen taufrisch-ungeschützt) hier anreißen möchte:
    (1) zum ‚Titelpaar’ Intermittences/Recherche: In welchem Verhältnis stehen die Teile/Seiten eigentlich zueinander?
    Mir scheint, bei a) den Aus- und Einsetzern des Herzens geht es um die spontanen, unkontrollierten Energie-, Gefühls- und Wahrnehmungsstöße (leiblich-unbewusst hervorgerufen) - hier steht der Erzähler/Autor vor seinen Rätseln; es ist wohl die Seite, wo Prousts Selbstbeobachtung die Zufuhr liefert.
    b) Die Recherche wiederum würde dann für das Moment des ‚bewussten Nachhineins’, des Schreibens, Konstruierens, Ordnens, Reflektierens – des Bauens und Schichtens (der Erinnerungen) zuständig sein. Proust hat sich wohl deshalb für den Titel „Recherche“ entschieden (?). Zumindest kann er eine Rolle einnehmen, die ihm ‚Macht’ über ein ‚Chaos’, die nun darstellbaren ‚Intermittenzen’ gibt ...

  18. 915.

    Haben wir an dieser Stelle eigentlich schon darauf hingewiesen, wie brisant und (im Licht jüngster Forschungsergebnisse der Neurobiologie) hochaktuell Prousts These der vom Bewusstsein unabhängigen „Vorab-Steuerung“ unserer Entscheidungen und Handlungen ist?

  19. 914.

    dem Begriff alle Beziehungen kennzeichnen, für die er das Wort „Liebe“ verwendet. Sie alle sind „intermittierend“ auf eine Weise, die der Erzähler trotz seiner Bemühungen, sie ‚rational‘ zu analysieren, nicht beeinflussen oder „verstehen“ kann, da sie ihre Ursache in Beweggründen haben, die tiefer liegen als die Regionen, zu denen das Bewusstsein hinabdringen kann (dargestellt und theoretisch reflektiert in „Im Schatten…“ und „Combray“). Als Titel für den gesamten Roman könnte man die „intermittences“ in Beziehung setzen zu den unbewussten, unvorhersagbaren Antriebskräften in uns, die in jedem Moment Art und Grad unserer Wahrnehmungsfähigkeit sowie unsere unwillkürlichen Assoziationen bestimmen, die Teil unseres ‚inneren Gefüges‘ sind. Ihre Wirkung folgt keinem für uns erkennbaren logischen oder chronologisch-linearen Prinzip, aber auf ihnen beruht unser inneres Wesen, meint Proust.

  20. 913.

    schwächer geworden ist. Anders als seine Mutter wird er sich der Toten nicht weiter anzuverwandeln suchen. Die Großmutter ist zu „einem Widerschein seines eigenen Denkens“ geworden. Auf der Handlungsebene darf man die „Herzsynkopen“, die die Großmutter im Hotel erleidet, als metaphorische Entsprechung der „intermittences“ lesen. Momente, in denen, oft ausgelöst von banalen Alltagshandlungen und Wahrnehmungen, der Herzschlag plötzlich zu stocken scheint und „vergessene“ Erlebnisse und Empfindungen ihn jäh überwältigen – vorläufig nehme ich an, dass sie es sind, die Proust als „intermittences du coeur“bezeichnet und die er für so viel wichtiger hält als Erfahrungen, die wir auf der ‚äußeren‘ linearen Zeitebene machen. Aber das ist nur eine Seite. Die Zuneigung, die er für Francoise empfindet, nennt der Erzähler (im selben Kapitel) „intermittente“ (dt. „…die manchmal versagte“). Mit gleichem Recht könnte er mit…