Kulturradio Rezensionen Buch

  • Zeiten zurücksetzen
Donna Leon: Milde Gaben © Diogenes
Diogenes

Commissario Brunettis 31. Fall - Donna Leon: "Milde Gaben"

Donna Leon, geboren in Montclair/New Jersey, hat es vor vielen Jahren in die weite Welt verschlagen. Sie war Reiseleiterin in Rom, Werbetexterin in London und Lehrerin in der Schweiz, im Iran, in China und in Saudi-Arabien. Nachdem sie in ihre Wahlheimat Venedig zog, begann sie mit dem Schreiben der "Brunetti"-Romane, die in unzählige Sprachen (aber nicht ins Italienische!) übersetzt werden. "Milde Gaben" ist der 31. Fall für den sympathischen Commissario, der die griechischen Klassiker liebt.

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Eckart Nickel: Spitzweg © Piper
Piper

Roman - Eckhart Nickel: "Spitzweg"

Eckhart Nickels Roman "Spitzweg" ist ein Roman über Kunst, darüber, wie man Kunst begreifen, sich ihr anverwandeln kann: ein Kunstwerk eigenen Grades. Es kommt hier natürlich auch Carl Spitzweg vor, aber nur wenig aus dessen Leben.

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Yasmina Reza: Serge © Hanser
Hanser

Roman - Yasmina Reza: "Serge"

Bekannt ist Yasmina Reza vor allem für ihre Theaterstücke: "Kunst", "Drei Mal Leben" oder "Der Gott des Gemetzels". Doch die französische Autorin, Regisseurin und Schauspielerin schreibt auch Drehbücher und Romane. Ihr neuester Roman heißt "Serge" und wurde von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel übersetzt.

Download (mp3, 10 MB)
Bewertung:
Volker Hagedorn: Flammen © Rowohlt
Rowohlt

Eine europäische Musikerzählung 1900-1918 - Volker Hagedorn: "Flammen"

Es war eine Zeit des Umbruchs: der Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Aber nicht nur in den Bereichen Politik oder Gesellschaft war das eine Zeit der großen Veränderungen, sondern auch in der Musik. Der Autor Volker Hagedorn hat sich jetzt diesen Aspekt vorgenommen und unter dem Titel "Flammen. Eine europäische Musikerzählung 1900-1918" ein neues Buch geschrieben.

Download (mp3, 6 MB)
Bewertung:
Andreas Stichmann: Eine Liebe in Pjöngjang © Rowohlt
Rowohlt

Roman - Andreas Stichmann: "Eine Liebe in Pjöngjang"

Andreas Stichmann, geboren 1983 in Bonn, hat bisher einen Band mit Erzählungen und zwei Romane geschrieben und dafür viel Anerkennung und einige Auszeichnungen erhalten – vor allem für seinen Debütroman "Das große Leuchten". Darin erzählt er von einer Reise durch den Irak und durch die Wüste. Sein neuer, dritter Roman führt noch viel weiter weg: nach Nordkorea.

Download (mp3, 7 MB)
Bewertung:
Carsten Gansel: Kind einer schwierigen Zeit © Galiani Berlin
Galiani Berlin

Biografie - Carsten Gansel: "Kind einer schwierigen Zeit. Otfried Preußlers frühe Jahre"

Sie haben Generationen an Kindern und Jugendlichen geprägt: "Der Räuber Hotzenplotz", "Die kleine Hexe", "Das kleine Gespenst", "Der kleine Wassermann" und der düstere "Krabat". Die Kinderbücher von Otfried Preußler sind heute Klassiker und sein Name ist weltberühmt. Doch schon lange vorher schrieb er Gedichte, Theaterstücke und Erzählungen, mitten im Zweiten Weltkrieg. Am 5. Mai erscheint ein umfangreiches Werk zu Preußlers Anfängen als Autor – mit zum Teil noch ganz unbekannten Texten, die nichts mit Kinderliteratur zu tun haben.

Download (mp3, 7 MB)
Bewertung:
Oksana Sabuschko: Schwestern © KLAK
KLAK

Ein Roman in Erzählungen - Oksana Sabuschko: "Schwestern"

"Feldstudien über ukrainischen Sex" – so heißt der Roman, mit dem die Kyjiwer Schriftstellerin Oksana Sabuschko Mitte der 90er Jahre berühmt wurde. Sabuschko, Jahrgang 1960, ist eine starke, schonungslose, eigenwillige Stimme der literarischen Avantgarde der Ukraine. Vielleicht kann man sie eine literarische Psychoanalytikerin der ukrainischen Gesellschaft nennen: Die Traumata der sowjetischen Vergangenheit und Sex als Metapher für Begehren und Gewalt sind ihre Themen. Auch in ihrem Buch "Schwestern. Ein Roman in Erzählungen", aus dem Ukrainischen übersetzt von Alexander Kratochvil, erschienen im kleinen Berliner Klak-Verlag.

Download (mp3, 6 MB)
Bewertung:
Saša Stanišić: Herkunft © Luchterhand
Luchterhand

Roman - Saša Stanišić: "Herkunft"

Gute Bücher altern nicht. Saša Stanišićs Roman "Herkunft" gehört zu jenen Büchern, die man im Moment noch einmal mit ganz anderen Augen liest. 2019, als das Buch erschien, gewann Stanišić damit den Deutschen Buchpreis, stand auf den Bestsellerlisten, bekam viel Scheinwerferlicht und zahlreiche positive Rezensionen. Wenn man es jetzt wieder zur Hand nimmt, nur zweieinhalb Jahre später, liest man es mit einem anderen politischen Soundtrack: vor dem Hintergrund des Angriffskrieges auf die Ukraine. Und das verleiht den Fragen, die Stanišić in "Herkunft" verhandelt, eine erneute Dringlichkeit.

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Karl Ove Knausgård: Der Morgenstern © Luchterhand
Luchterhand

Roman - Karl Ove Knausgård: "Der Morgenstern"

Mit seinem autobiografischen Großprojekt in sechs Bänden wurde Karl Ove Knausgård berühmt. "Mein Kampf" hieß diese Alltagsmitschrift im norwegischen Original. Auf Deutsch klangen die Titel "Leben", "Lieben" oder "Sterben" weniger martialisch. Jetzt gibt es einen neuen, nicht weniger umfangreichen Roman des norwegischen Autors, in dem es nicht mehr um ihn selbst geht, sondern um insgesamt neun fiktive Figuren. "Der Morgenstern" lautet der Titel, dieses Mal in Übereinstimmung mit dem vor zwei Jahren erschienenen norwegischen Original.

Download (mp3, 9 MB)
Bewertung:
Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht © Frankfurter Verlagsanstalt
Frankfurter Verlagsanstalt

Roman - Nino Haratischwili: "Das mangelnde Licht"

Es gibt eine ganze Reihe an aktuellen Romanen, die gerade frappierend aktuell sind, weil sie uns die Vorgeschichte für den Angriffskrieg auf die Ukraine deutlich machen. Ob es Katerina Poladjans Roman "Zukunftsmusik" ist oder Sasha Marianna Salzmanns "Im Menschen muss alles herrlich sein" - oder eben dieser neue Roman von Nino Haratischwili. Schon mit "Das achte Leben" hatte die 1983 in Tbilissi geborene Autorin und Theaterregisseurin ein beeindruckendes Georgien-Epos geschrieben, und mit "Die Katze und der General", der in Tschetschenien spielte, stand sie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Imre Kertész: Heimweh nach dem Tod © Rowohlt
Rowohlt

Arbeitstagebuch zur Entstehung des "Romans eines Schicksallosen" - Imre Kertész: "Heimweh nach dem Tod"

Imre Kertész' autobiografischer "Roman eines Schicksallosen" ist eines der wichtigsten literarischen Zeugnisse des Holocaust. Doch erst nach dem Zerfall des Sozialismus gelang Kertész der internationale Durchbruch und sein Bericht eines 14-Jährigen, der Auschwitz und Buchenwald überlebt hatte, machte ihn weltberühmt. Die Entstehungsgeschichte des Romans kann man nun in dem Arbeitstagebuch "Heimweh nach dem Tod" nachlesen.

Download (mp3, 5 MB)
Bewertung:
Torsten Schulz: Öl und Bienen © Klett-Cotta
Klett-Cotta

Roman - Torsten Schulz: "Öl und Bienen"

Der Schriftsteller Torsten Schulz ist bekannt für zahlreiche Filmdrehbücher und für Romane wie "Boxhagener Platz" und "Skandinavisches Viertel". Geboren wurde er 1959 in Berlin, wo er immer noch lebt, aber nur zum Teil, er hat auch ein Domizil auf dem Land. In der Provinz spielt auch sein neues Buch "Öl und Bienen" - genauer gesagt im Havelland.

Download (mp3, 8 MB)
Orhan Pamuk: Die Nächte der Pest © Hanser Verlag
Hanser Verlag

Roman - Orhan Pamuk: "Die Nächte der Pest"

Literaturnobelpreisträger geben sich im rbb die Klinke in die Hand: Gerade war der aktuelle Preisträger, der in England lebende tansanische Autor Abdulrazak Gurnah, zu Gast, um seinen Roman "Ferne Gestade" vorzustellen, da kommt schon der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk ins Haus des Rundfunks. "Die Nächte der Pest" heißt der neue Roman, den der Literaturnobelpreisträger im Großen Sendesaal präsentiert.

Download (mp3, 9 MB)
Bewertung:
Abdulrazak Gurnah: Ferne Gestade © Penguin
Penguin

Roman des Literaturnobelpreisträgers 2021 - Abdulrazak Gurnah: "Ferne Gestade"

Hoher Besuch im Großen Sendesaal des rbb: Abdulrazak Gurnah, Literaturnobelpreisträger von 2021, stellt seinen soeben im Penguin Verlag erschienen Roman "Ferne Gestade" vor. Der 1948 im damaligen Sultanat Sansibar geborene Autor emigrierte 1968 nach Großbritannien, lehrte nach seinem Literaturstudium an verschiedenen Universitäten englische Literatur lehrte und machte als Schriftsteller Karriere.

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Catherine Belton: Putins Netz © HarperCollins
HarperCollins

Sachbuch - Catherine Belton: "Putins Netz"

Was ist los in Putins Kopf? Alle Welt würde das gern wissen, seit Russland die Ukraine überfallen hat. Catherine Beltons 700-Seiten-Wälzer Putins Netz, das in deutsch am Vortag des Überfalls erschienen ist, gibt darauf keine aktuelle Antwort. Soviel vorab. Und dennoch ist es das Buch zur Stunde, lehrreich, verblüffend, beklemmend und spannend - meint Arno Orzessek.

Download (mp3, 9 MB)
Bewertung:
Stine Pilgaard: Meter pro Sekunde © Kanon Verlag
Kanon Verlag

Roman - Stine Pilgaard: "Meter pro Sekunde"

Die dänische Autorin Stine Pilgaard, 1984 in Aarhus geboren, ist mit ihren bisher drei Romanen in Dänemark ein Publikumsliebling. Für "Meter pro Sekunde" wurde sie mit dem "Goldenen Lorbeer" der dänischen Buchhändler ausgezeichnet. Ihr dritter Roman ist nun der erste, der in deutscher Übersetzung vorliegt. Er spielt in Velling, einem kleinen Städtchen in Westjütland an der Nordseeküste, einer wortkarge Gegend, die Pilgaard als "Land der kurzen Sätze" bezeichnet.

Download (mp3, 9 MB)
Bewertung:
Joachim B. Schmidt: Tell © Diogenes
Diogenes

Roman - Joachim B. Schmidt: "Tell"

Vor 15 Jahren hat der Schweizer Autor Joachim B. Schmidt seiner Heimat den Rücken gekehrt und ist nach Island ausgewandert. Wenn er nicht gerade Touristen über die Insel führt, schreibt er Romane und Kolumnen. Im Roman "Kalmann" entwarf er das Porträt eines geistig benachteiligten Außenseiters, der in einen rätselhaften Kriminalfall verwickelt wird. Dabei spielten auch geheimnisvolle nordische Sagen und Legenden eine Rolle. Um Mythen und Märchen geht es auch in seinem neuen Roman "Tell".

Download (mp3, 9 MB)
Bewertung:
Senthuran Varatharajah: Rot (Hunger) © S. Fischer
S. Fischer

Roman - Senthuran Varatharajah: "Rot (Hunger)"

"Liebe geht durch den Magen", "Ich hab dich zum Fressen gern" – die Sprache der Liebe ist kannibalistisch. In dem Roman "Rot (Hunger)" von Senthuran Varatharajah nehmen zwei Männer diese Redensarten ernst: der eine verspeist den anderen. Ausgehend vom wahren Fall des sogenannten "Kannibalen von Rotenburg" macht sich der Autor Gedanken über das Wesen der Liebe und wie man mit der Tatsache umgehen soll, dass der Mensch, den man liebt, doch immer weit weg ist, egal, wie nah man ihm kommt.

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Natasha Brown: Zusammenkunft © Suhrkamp
Suhrkamp

Roman - Natasha Brown: "Zusammenkunft"

Dieser Roman ist wie ein Schlag in den Nacken: kurz und schmerzvoll. Die britische Autorin Natasha Brown erzählt in ihrem Debüt "Zusammenkunft" von einer jungen Schwarzen Frau, die Karriere in einer Londoner Bank macht - und im Beruf wie im Privaten jede Sekunde zu spüren bekommt: Du bist anders, du gehörst eigentlich nicht dazu. Auf knapp über hundert Seiten nimmt Natasha Brown ihre Leser:innen mit in die Welt ihrer Ich-Erzählerin, die versucht, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen - und daran scheitert.

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Gerald Murnane: Inland © Suhrkamp
Suhrkamp

Roman - Gerald Murnane: "Inland"

Gerald Murnane ist hierzulande nahezu unbekannt. Dabei gilt er seit Jahren als Kandidat für den Literaturnobelpreis. In seinem Heimatland Australien gehört er zu den wichtigsten Autoren seiner Generation. Der Suhrkamp Verlag macht sich seit einigen Jahren zusammen mit dem Übersetzer Rainer G. schmidt um Murnane verdient. 2017 erschien in der Bibliothek Suhrkamp Murnanes erster Roman "Die Ebenen", es folgten "Grenzbezirke" und "Landschaft mit Landschaft" - und jetzt ein Roman, der in Australien 1988 erschienen ist: "Inland".

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung:
Michel Houellebecq: Vernichten © Dumont
Dumont

Roman - Michel Houellebecq: "Vernichten"

Ein neuer Houellebecq-Roman ist immer ein Ereignis. Der Titel seines achten Romans - "Vernichten" - lässt all die Abgründe vermuten, für die der französische Skandalautor seit Jahren steht. Die Geschichte führt ins Frankreich des Jahres 2027.

 

 

Download (mp3, 11 MB)
Bewertung:
Louise Glück: Winterrezepte aus dem Kollektiv © Luchterhand
Luchterhand

Gedichte - Louise Glück: "Winterrezepte aus dem Kollektiv"

Als die US-amerikanische Lyrikerin Louise Glück 2020 den Literaturnobelpreis bekam, war hierzulande die Überraschung groß. Kaum jemand kannte die zurückgezogen lebende Dichterin. Zwar hatte sie bereits 13 Gedichtbände und zwei Essay-Sammlungen veröffentlicht, aber nur wenige Texte der in den USA mit dem Pulitzerpreis und dem National Book Award ausgezeichneten Autorin waren ins Deutsche übersetzt. "Winterrezepte aus dem Kollektiv" heißt ihr neuer Gedichtband. Es ist das erste Buch von Louise Glück, seit sie im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht.

Download (mp3, 9 MB)
Bewertung:
Banine: Kaukasische Tage © dtv
dtv

Erinnerungen - Banine: "Kaukasische Tage"

Umm-El-Banine Assadoulaeff, die sich der Einfachheit halber schlicht Banine nannte, war knapp 40 Jahre alt, als 1945, kurz nach Kriegsende, in Paris ihre Erinnerungen "Kaukasische Tage" erschienen. 1905 in Baku geboren, lebte sie seit 1923 in Paris, das für sie weniger Exil als immer schon Stadt ihrer Träume gewesen war. In einer Neuübersetzung von Bettina Bach kann diese abenteuerliche Lektüre jetzt neu entdeckt werden.

 

Download (mp3, 8 MB)
Bewertung: