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Strauss: Spielplanaenderung © Klett-Cotta
Klett-Cotta

Theater-Sachbuch - "Simon Strauß: Spielplanänderung!"

Simon Strauß ist ein junger Autor und Theaterredakteur bei der FAZ, der sich über die "Einfallslosigkeit" der Theaterspielpläne ärgert. Deshalb hat er 2019 eine Serie in seiner Zeitung gestartet: Bekannte Persönlichkeiten stellen vergessene Theaterstücke vor, die man statt der altbewährten Klassiker spielen sollte. Jetzt ist das Buch zur Serie erschienen: "Spielplanänderung! 30 Stücke, die das Theater heute braucht".

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Lars Eidinger in einer Theaterszene aus Shakespeares Hamlet © dpa/Evie Flylaktou/Athens Festival/EPA/_ANA-MPi
dpa/Evie Flylaktou/Athens Festival/EPA/_ANA-MPi

Schaubühne am Lehniner Platz | Aufzeichnung Online - "Wiedergesehen: Hamlet"

Die Schaubühne ist geschlossen und hat auf Kurzarbeit umgestellt. Die Stimmung am Haus, das sagte Intendant Thomas Ostermeier in einem Interview, sei gedrückt und ratlos. Einziger Grund zur Freude sind die hohen Click-Zahlen bei den Inszenierungsaufzeichnungen, die das Theater online für jeweils einen Abend zur Verfügung stellt. Auch Ostermeiers "Hamlet" mit Lars Eidinger in der Titelrolle steht nun auf dem Online-Spielplan.

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Fassade der Münchner Kammerspiele [Imago]

Münchner Kammerspiele | Online - "Vacuum Cleaner"

Eines der vielen bedauerlichen Dinge in Zeiten der Corona-Krise ist die Absage des Theatertreffens. Kleiner Trost: Die geschlossenen Theater setzen auf digitale Angebote – und so zeigen die Münchner Kammerspiele auf ihrer Website für 24 Stunden nun jene Inszenierung, die im Mai beim Festival gezeigt worden wäre: "The Vacuum Cleaner" des japanischen Regisseurs Toshiki Okada.

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Schaubühne am Lehniner Platz © Gianmarco Bresadola
Gianmarco Bresadola

Schaubühne am Lehniner Platz | Online - "Zwangsvorstellungen"

Wer jemals versucht hat, Karten für die Berliner Schaubühne zu ergattern, der konnte nur frustriert sein – alles immer sofort ausverkauft. Jetzt hat das Theater sein Videoarchiv geöffnet und präsentiert unter dem Titel "Zwangsvorstellungen" jeden Abend einen Hit aus aktuellen und vergangenen Spielplänen. "Hamlet" mit Lars Eidinger ist dabei, aber auch Klassiker von Peter Stein und Andrea Breth.

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James Bridle; © Mikael Lundblad
Mikael Lundblad

HAU | Livestream - "Spy on Me #2"

Das öffentliche Leben liegt brach – sodass viele Menschen mehr Zeit im Internet verbringen. Auch Firmen bauen in Zeiten des Homeoffice die Möglichkeiten von Video-Konferenzen und anderen digitalen Zusammenkünften aus. Die Corona-Krise verändert also unseren Umgang mit dem Netz. Wie passend, dass das HAU ausgerechnet jetzt ein Festival über die digitale Gegenwart veranstaltet. "Spy on Me" war eigentlich für die Theaterbühne gedacht. Jetzt findet es im Internet statt.

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Schlosspark Theater: Schmetterlinge sind frei mit mit Julia Biedermann, Johannes Hallervorden, Helen Barke & Fabian Stromberger; © DERDEHMEL/Urbschat
DERDEHMEL/Urbschat

Schlosspark Theater Livestream - "Schmetterlinge sind frei"

Ausnahmezeiten erfordern Ausnahmemaßnahmen – das wissen nicht nur Politiker und Ärzte dieser Tage, sondern auch Kulturschaffende. Also sucht sich das große Live- und Vorort-Medium Theater seinen Weg in der digitalen Welt. Das Berliner Schlosspark-Theater feiert eine besondere Premiere: Zum ersten Mal ging auf dem Facebook-Kanal des Theaters eine komplette Theatervorstellung – nicht über die Bühne, sondern über den Screen.

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remains
Carolin Saage

Uraufführung im Radialsystem - Andrew Schneider: "remains"

Die Theater- und Opernhäuser sind geschlossen, aber eine Premiere gab es gestern Abend noch, eine vorerst letzte Vorstellung im Berliner Radialsystem. Auf Einladung und im Auftrag von Sasha Waltz hat der US-amerikanische Regisseur Andrew Schneider sein Deutschland-Debüt gegeben. "remains" heißt seine Choreographie.

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Decamerone © Ira Polyarnaya
Ira Polyarnaya

Deutsches Theater - "Decamerone"

Wenn der Regisseur nicht zu den Schauspielern kommen kann – dann kommen die Schauspieler eben zum Regisseur. So geschehen bei der Produktion "Decamerone" am Deutschen Theater, inszeniert von Kirill Serebrennikov. Der russische Regisseur steht zwar wegen angeblicher Veruntreuung nicht mehr unter Hausarrest, das Land verlassen darf er trotzdem nicht – und so verlegte das DT die Proben kurzerhand nach Moskau.

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Ballet Rambert Enter Achilles © Hugo Glendinning
Hugo Glendinning

Berliner Festspiele - "Enter Achilles"

Seit vielen Jahren war in Berlin keine Choreographie des britischen Star-Choreographen Lloyd Newson zu sehen, der seit Mitte der 80er Jahre mit seiner Company "DV8" Tanzgeschichte in Großbritannien und weltweit geschrieben hat. Nun gibt es bei den Berliner Festspielen die Chance, einen seiner Klassiker zu erleben: "Enter Achilles", das Stück von 1995. Neu inszeniert und getanzt vom Londoner Ballet Rambert.

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Szene aus "DER SOHN" von Florian Zeller am Renaissance-Theater Berlin (Bild: Barbara Braun/drama-berlin.de)
Barbara Braun/drama-berlin.de

Renaissance Theater Berlin - "Der Sohn"

In der Spielzeit 2016/17 war das Stück "Der Vater" des französischen Autors Florian Zeller ein Hit am Renaissance Theater Berlin. Dort steht jetzt das bisher letzte Stück des Autors neu auf dem Spielplan, "Der Sohn". Auch hitverdächtig?

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Jedermann (stirbt) in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in der Inszenierung von Data Tavadze © Arno Declair
Arno Declair/ dpa

DT Kammerspiele - "Jedermann (stirbt)"

Der geizige "Jedermann" im berühmten Stück von Hugo von Hofmannsthal muss in seiner Todesstunde erkennen, dass ihm das viele Geld nichts nutzt und am Ende keiner zu ihm steht. Ferdinand Schmalz hat es ins Heute übertragen, nach Wien und Frankfurt hatte die Neufassung mit dem Titel "Jedermann (stirbt)" nun am Deutschen Theater Premiere.

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Staatstheater Cottbus: "Antifaust" © Marlies Kross/Theaterfotografin
Marlies Kross/Theaterfotografin

Staatstheater Cottbus - "Antifaust"

Jo Fabian wird seinen Posten als Schauspieldirektor am Staatstheater Cottbus verlieren, doch sein wichtigstes Projekt hat er umgesetzt. Er hat seiner gefeierten "Faust"-Inszenierung vom Herbst 2019 einen "Antifaust" entgegengesetzt.

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Berliner Ensemble: Katzelmacher © Matthias Horn
Matthias Horn

Berliner Ensemble - "Katzelmacher"

"Katzelmacher" – geschrieben 1968 von Rainer Werner Fassbinder – beschreibt exemplarisch, wie eine Gruppe von jungen Deutschen aus Sexualneid, Ablehnung und Gewalt gegen einen "Gastarbeiter" entwickelt. Michael Thalheimer hat Fassbinders erstes Theaterstück neu inszeniert.

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iphigenie auf tauris © christian brachwit
Christian Brachwitz

Theater an der Parkaue - "Iphigenie auf Tauris"

In der Dramengeschichte gibt es kaum spannende, starke Frauenfiguren. Ob in Shakespeares Hamlet, den Königsdramen oder Schillers Räubern: Am Ende sind die Frauen meist tot – und bis dahin oft kaum mehr als Stichwortgeberinnen. Anders ist das bei Goethes "Iphigenie auf Tauris": Inbegriff der starken Heldin, humanistisches Ideal.

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Ben Becker bei der Generalprobe der Neuinszenierung des Theaterstücks Affe im Admiralspalast, Berlin 2020;
imago-images/Thomas Bartilla

Admiralspalast - "Affe"

Mehr als vier Jahre ist es her, dass Ben Becker mit dem Abend "Ich, Judas" als Solokünstler auf der Bühne Premiere feierte. Das Publikum gab Standing Ovations, die seriösen Medien zeigten sich eher verhalten. Jetzt kam sein neues Solo-Projekt "Affe" auf die Bühne, das sich ebenfalls mit den großen Fragen von Menschsein und Moral beschäftigen will.

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Gorki Theater: Maria, hier: Vidina Popov; © Ute Langkafel/MAIFOTO
Ute Langkafel/MAIFOTO

Gorki Theater - "Maria"

Der britische Dramatiker Simon Stephens gehört zu den europaweit meistgespielten Gegenwartsautoren. Seine Stücke werden nicht selten in Deutschland uraufgeführt. Auch "Maria" erlebte im vorigen Jahr am Hamburger Thalia Theater (in der Regie von Sebastian Nübling) seine Uraufführung. Jetzt inszeniert Nurkan Erpulat das Stück am Berliner Gorki Theater.

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Radialsystem in Berlin
imago images / Steinach

Radialsystem V | Open-Spaces-Festival - "Rita Klaus"

Wer ist Rita Klaus? Und was hat der Berliner Choreograph Martin Hansen mit ihr zu tun? "Rita Klaus“, so hat Martin Hansen sein neues Stück genannt. Gestern hatte es Uraufführung beim Open-Spaces-Festival der Berliner Tanzfabrik.

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BERLINER ENSEMBLE Ubu Rex © JR Berliner Ensemble
JR Berliner Ensemble

Berliner Ensemble - "Ubu Rex"

Alfred Jarrys "König Ubu", ein grotesk-komisches Stück über den Rausch der Macht, löste 1896 einen der berühmtesten Theaterskandale Frankreichs aus. Jetzt ist "Ubu Rex" am Berliner Ensemble in der Fassung des belgischen Autors und Regisseurs Stef Lernous zu sehen.

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Schaubühne am Lehniner Platz: Peer Gynt | Lars Eidinger © BENJAKON
BENJAKON

Schaubühne Berlin - "Peer Gynt"

Ein Tatendrang-Drama hatten Schauspiel-Star Lars Eidinger und der sich auf vielen Feldern tummelnde Konzeptkünstler John Bock versprochen – und vorab vor dem Einsatz pornografischen Materials gewarnt. Doch: keine Angst. Ibsens dramatisches Gedicht "Peer Gynt" darf seine Wirkung, zumindest punktuell, aufs Schönste entfalten.

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Die Räuber, Junges DT © Arno Declair
Arno Declair

Junges DT - "Die Räuber"

Für den erst 22-jährigen Schiller hatte die Uraufführung seines Erstlingswerks 1792 weitreichende Konsequenzen: Arrest, Aufführungsverbot des Stücks, schließlich Schreibverbot. 15 Jugendliche haben nun den Auftrag, "Die Räuber" auf die Bühne der Kammerspiele zu bringen. Doch schon mit der Rollenverteilung kommen erste Zweifel auf.

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Szene aus Hamlet im Maxim Gorki Theater (Bild: Maxim Gorki Theater / Ute Langkafel)
Maxim Gorki Theater / Ute Langkafel

Maxim Gorki Theater - "Hamlet"

400 Jahre haben diesem Shakespeare-Stoff nichts anhaben können: Auch in Deutschland ballen sich derzeit wieder die Hamlet-Premieren. Die Bochumer Inszenierung mit Sandra Hüller in der Hauptrolle wurde gerade fürs Theatertreffen nominiert.

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Showcase Beat Le Mot: "Don Quijote", Foto: Dorothea Tuch
© Dorothea Tuch

HAU3 - Showcase Beat Le Mot: "DON QUIJOTE / DONKEY SHOT / DONE QUICHE HOT / DON CONQUISTA / DON E. COYOTE"

Don Quijote, der Ritter von der traurigen Gestalt, der auf seinem klapprigen Ross durch die Welt reitet und Abenteuer erlebt, die nur in seiner Vorstellung wundervoll sind, nicht jedoch in der Realität. Diesen Don Quijote hat die Performancegruppe Showcase Beat Le Mot zum Helden ihres neuen Stückes gemacht. Nun war Premiere im Berliner Hebbel am Ufer.

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Hasta la Westler © Arno Declair
Arno Declair

Deutsches Theater, Kammerspiele - "Hasta la Westler, Baby!"

30 Jahre Mauerfall hat das Land im November mit zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen, Gedenktagen, Dokumentationen gefeiert. Etwas verspätet kommt am Deutschen Theater noch ein Abend zur Ost-West-Geschichte heraus. Wer, wenn nicht Tom Kühnel und Jürgen Kuttner sollten den erdacht und inszeniert haben – die beiden Ost-Theater und -Medienmacher, die sich in ihren Revuen immer schon mit dem Osten beschäftigt haben.

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Wir sind auch nur ein Volk nach den Drehbüchern von Jurek Becker Regie: Maik Priebe Bühne: Susanne Maier-Staufen Kostüme: Christine Jacob MUSIK: Johannes Winde Dramaturgie: Natalie Driemeyer Auf dem Bild Jon-Kaare Koppe, Kristin Muthwill, René Schwittay Foto: Thomas M. Jauk
Thomas M. Jauk

Hans Otto Theater - "Wir sind auch nur ein Volk"

Als vor 30 Jahren die Mauer fiel, konnte sich wohl niemand vorstellen, wie schwierig die Wiedervereinigung werden wird, wie langlebig Misstrauen und Vorurteile sind, wie sehr sich (bis heute) Ossis und Wessis kritisch beäugen. Im Potsdamer Hans Otto Theater hatte jetzt ein Stück Premiere, das auf Drehbüchern von Jurek Becker basiert und sich die Kinderkrankheiten der Wendezeit vornimmt: "Wir sind auch nur ein Volk".

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4.48 Psychose von Sarah Kane © Arno Declair
Arno Declair

Deutsches Theater - "4.48 Psychose" von Sarah Kane

Ulrich Rasches Regie-Handschrift ist unverwechselbar: Auf gigantischen Walzen oder Drehscheiben skandiert ein Männerchor im Gleichschritt, dazu dröhnen die Bässe. Ein Überwältigungstheater, das einerseits abstoßen, andererseits faszinieren kann. Drei Mal hintereinander war Rasche zum Theatertreffen eingeladen. Jetzt inszeniert er zum ersten Mal am Deutschen Theater.

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