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Der Ring des Nibelungen – Das Rheingold© Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Wagners "Ring des Nibelungen" an der Staatsoper Unter den Linden - "Das Rheingold" und "Die Walküre"

16 Stunden Opernrausch verspricht die Neuproduktion von Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" an der Staatsoper Unter den Linden. Eigentlich wollte sich Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor der Staatsoper, damit Geschenk zu seinem 80. Geburtstag machen. Aus gesundheitlichen Gründen hat er das Dirigat der insgesamt drei Zyklen jedoch an Christian Thielemann und Thomas Guggeis übergeben. Innerhalb einer Woche feiern alle vier Opern des "Ring"-Zyklus nun Premiere.

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Philharmonie Berlin, 25.09.22: DSO u. Robin Ticciati: "The Wreckers" von Ethel Smyth © Peter Adamik
Peter Adamik

Philharmonie Berlin - "The Wreckers" von Ethel Smyth

Die Kompnistin Ethel Smyth stammte aus England und studierte in Leipzig. Dort lernte sie Brahms, Grieg und Tschaikowsky kennen. Und dort, in Leipzig, wurde auch ihre Oper "The Wreckers" 1906 uraufgeführt. Gestern war das Werk, das eine glänzende Instrumentation, effektvolle Chor-Auftritte und anspruchsvolle Solopartien bereit hält, in der Berliner Philharmonie zu erleben - mit dem DSO unter der Leitung von Robin Ticciati, dem Rundfunkchor Berlin und einem Ensemble aus Vokalsolist:innen.

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Komische Oper: Intolleranza 1960 © Gerald Matzka / dpa
Gerald Matzka / dpa

Komische Oper Berlin - "Intolleranza 1960"

Die große Frage, was uns ein Werk zu sagen hat, dem seine Entstehungszeit (1960) so sehr eingeschrieben ist, wird von der Jubiläumsproduktion zur 75. Spielzeit der Komischen Oper – und zum Beginn der neuen Intendanz von Susanne Moser und Philip Bröking – handstreichartig hinweggefegt. Gilt’s hier dem Aufwand? Sogar dem Spektakel?! Anhaltende Ovationen quittieren das Fanal dieser Debüt-Oper von Luigi Nono bei seiner Berliner Premiere.

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Bar jeder Vernunft: Die Bettwurst © Barbara Braun / BAR JEDER VERNUNFT
Barbara Braun / BAR JEDER VERNUNFT

Bar jeder Vernunft - "Die Bettwurst - Das Musical!"

Paradiesvogel, Exzentriker, Tabubrecher und nimmermüder Filmemacher – so kennt man den Künstler und schwulen Aktivisten Rosa von Praunheim. Einer seiner ersten Spielfilme ist "Die Bettwurst" aus dem Jahr 1971. Kurz vor seinem 80. Geburtstag inszeniert Rosa seinen Kultfilm nun als Musical in der Bar jeder Vernunft.

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John Eliot Gardiner © Sim Canetty-Clarke
Sim Canetty-Clarke

Musikfest Berlin | Philharmonie Berlin - Ludwig van Beethoven: "Missa solemnis"

Beethovens "Missa solemnis" ist ganz sicher nicht für einen liturgischen Gottesdienst geschrieben, sondern für einen weltlichen Konzertsaal. Beethoven war auch vermutlich nicht gläubig in einem christlichen Sinn. Trotzdem glaubte er an eine "höhere Macht", Quelle der Musik, die womöglich die Welt zum Besseren verändern könnte. Von "Herz zu Herz" sollte diese ja durchaus schwierige Musik gehen! Mit John Eliot Gardiner hat man beim Musikfest einen hochkarätigen "Hohepriester" für diese Messe gefunden.

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Klaus Mäkelä © Marco Borggreve
Marco Borggreve

Philharmonie Berlin - Eröffnungskonzert: Musikfest Berlin

Mit seinen gerade einmal 26 Jahren ist der Finne Klaus Mäkelä ein absoluter Shooting Star des Klassikbetriebs. In fünf Jahren wird er Chefdirigent des Concertgebouw Orchesters Amsterdam. Und weil das noch ziemlich lange hin ist, hat ihn Orchester bereits jetzt zum künstlerischen Partner ernannt.

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National Youth Orchestra of the USA beim Young Euro Classic 2022, Konzerthaus Berlin, 05.08.2022; © MUTESOUVENIR | Kai Bienert
MUTESOUVENIR | Kai Bienert

Konzerthaus Berlin - Eröffnungskonzert: Young Euro Classic

Gestern hat das Festival Young Euro Classic im Konzerthaus am Gendarmenmarkt eröffnet. Endlich sind wieder Jugendorchester aus ganz Europa und anderen Ländern in Berlin zu Gast. Sie setzen ein Zeichen für Verständigung und Frieden und sie geben Konzerte mit bekannten Solisten und Dirigenten. Bestritten wurde das Eröffnungskonzert vom National Youth Orchestra of the USA unter der Leitung von Daniel Harding mit der Solistin Alisa Weilerstein.

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Konzert der Rolling Stones in der Waldbühne zum Abschluss ihrer Europatournee "Sixty", Berlin, 04.08.2022; © imago-images.de/Carsten Thesing
imago-images.de/Carsten Thesing

Zusatzkonzert zum Abschluss der "Sixty"-Tournee - Die Rolling Stones in der Waldbühne

Die Rolling Stones und die Berliner Waldbühne – das ist eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1965 zurückreicht. Damals demolierten fanatische Anhänger der Band das Mobiliar des Auditoriums und das Konzert musste nach 20 Minuten abgebrochen werden. 57 Jahre später, beim Abschluss-Konzert der "Sixty"-Tournee, blieben solche Krawalle aus. Ein denkwürdiger Abend war es trotzdem.

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Lautten Compagney; © Ida Zenna
Ida Zenna

Die 12. Musiktage zur Tag- und Nachtgleiche - AEQUINOX Musiktage Neuruppin

Zur Tag- und Nachtgleiche war die Corona-Situation noch zu heikel, so verschob man das AEQUINOX-Festival in Neuruppin in den Sommer. Der künstlerische Leiter Wolfgang Katschner ist für seine originelle Programmgestaltung zwischen "alter" und "heutiger" Musik berühmt. Schon am Eröffnungsabend kann man so zuerst Monteverdis Madrigale über die Liebe als Krieg mit der lautten compagney BERLIN und dem Ensemble Amarcord und in einem zweiten Konzert eine Hommage an Leonard Cohen mit Joel Frederiksen und dem Ensemble Phoenix erleben.

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Staatsoper Unter den Linden: Turandot © Matthias Baus
Matthias Baus

Staatsoper Unter den Linden - "Turandot" von Giacomo Puccini

Seit 2007 lockt das Open-Air-Spektakel "Staatsoper für alle" jedes Jahr tausende Besucher:innen auf den Berliner Bebelplatz neben der Berliner Staatsoper. Am Wochenende gab es nicht nur ein Konzert mit Werken von Schumann und Tschaikowsky unter dem Dirigat von Daniel Barenboim zu erleben. Am Samstag feierte Philipp Stölzls Neuinszenierung von Puccinis "Turandot" ihre Premiere. Mit Zubin Mehta am Pult.

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Kirill Petrenko u. die Berliner Philharmoniker © Stephan Rabold
Stephan Rabold

Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko - "Lost Generation": Komponisten zwischen Spätromantik und Moderne

Unter dem Motto "Lost Generation" erinnern die Berliner Philharmoniker in dieser Spielzeit an vergessene Komponisten zwischen Spätromantik und Moderne. Für sein aktuelles Konzertprogramm hat der Chefdirigent des Orchesters, Kirill Petrenko, drei Werke von jüdischen Komponisten ausgewählt, die in der NS-Zeit antisemitischer Verfolgung ausgesetzt waren. Während die Musik von Alexander Zemlinsky und Erwin Schulhoff heute immerhin wieder hier und da zu hören ist, ist der italienische Komponist Leone Sinigaglia vollkommen in Vergessenheit geraten.

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Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Philharmonie Berlin - Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker pflegen auch zu ihren ehemaligen Chefdirigenten ein sehr gutes Verhältnis. So war es bei Claudio Abbado, und nicht anders ist es bei Simon Rattle, der immer wieder gerne an das Pult seines ehemaligen Orchesters tritt. So auch jetzt, und das mit zwei seiner geschätzten Komponisten: Joseph Haydn und Igor Strawinsky.

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Deutsche Oper Berlin: Der Schatzgräber © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Deutsche Oper Berlin - "Der Schatzgräber" von Franz Schreker

Franz Schrekers fast erfolgreichste Oper "Der Schatzgräber" ist ein haarsträubendes Mittelaltermärchen über die Gier nach Schmuck – als Bild metaphyischer Triebe, die uns alle in den Abgrund zerren. Das Werk verfügt auch über eine der schwärzesten Frauenfiguren der Operngeschichte; auch wenn Els, so ihr Name, in dieser Inszenierung eher als Frolleinwunder mit Kellnerschürzchen daherkommt. Die Betriebstemperatur des musikalischen Boilers ist immer knapp vor der Explosion. Typisch 20er Jahre, könnte man sagen. Doch darum geht man ja.

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Igor Levit, Pianist © Felix Broede / Sony Music
Felix Broede / Sony Music

Staatsoper Unter den Linden - Igor Levit spielt Mozart und Liszt

Anne-Sophie Mutter hat abgesagt, und so kam der Pianist Igor Levit zu seinem Staatsopern-Debüt. Bei seinem Solo-Recital spielte er zweimal Mozart im Original und zweimal Mozart in der Bearbeitung von Franz Liszt. Alles passend zu den diesjährigen Festtagen, die alle drei Da-Ponte-Opern von Mozart zeigen.

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Deutsche Oper Berlin: "Sizilianische Vesper" von Giuseppe Verdi © Marcus Lieberenz/bildbuehne.de
Marcus Lieberenz/bildbuehne.de

Deutsche Oper Berlin - Giuseppe Verdi: "Les vêpres siciliennes"

Ein Geläut des Vespergottesdienstes zu Ostermontag des Jahres 1282 gab das vereinbarte Zeichen für ein Beifreiungsmassaker in Palermo – als Mord an den französischen Besatzern. Der blutige Aufstand steht in Verdis Grand opéra von 1855 ganz am Schluss einer konventionellen Liebeshandlung. In Berlin war das Werk seit den 90er Jahren nicht - erst recht nicht in der französischen Originalfassung, obwohl es in Verdis bester Phase – zwischen "Rigoletto" und "Trovatore" – entstand.

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