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Cuarteto Quiroga und Javier Perianes (2. v.r.); © Promo
Cuarteto Quiroga

Konzerthaus Berlin - Cuarteto Quiroga & Javier Perianes

Der spanische Geiger Manuel Quiroga erlitt 1937, im Alter von 46 Jahren, einen so schweren Unfall, dass er danach nicht mehr spielen konnte. Dennoch gilt er heute vielen spanischen Violinisten als Vorbild. So sehr, dass sich ein Streichquartett aus Madrid nach ihm benannt hat: das Cuarteto Quiroga.  

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Staatsoper: Il primo omicidio; hier: Olivia Vermeulen (Abel), Kristina Hammarström (Cain) und Arttu Kataja (Stimme von Luzifer); © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Staatsoper Unter den Linden Berlin - "Il Primo Omicidio"

Alessandro Scarlatti gilt mit seinem vielfältigen Werk als wegweisender Reformer der Barockmusik. Im Rahmen der Barocktage ist nun sein Oratorium "Il Primo Omicidio" über den ersten, biblisch verbürgten Brudermord von Kain an Abel zu erleben.

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Staatstheater Cottbus: "Effi Briest" mit Liudmila Lokaichuk (Effi); (im Hintergrund v.l.n.r.) Gesine Forberger (Luise), Zela Corina Calita (Hulda), Debra Stanley (Bertha) und Rahel Brede (Hertha); © Marlies Kross
Marlies Kross

Staatstheater Cottbus - "Effi Briest"

Im Fontane-Jubiläumsjahr soll auch eine Fontane-Oper nicht fehlen: "Effi Briest". Am Samstag wurde sie in Cottbus uraufgeführt, komponiert von keinem Geringeren als Siegfried Matthus. Das Libretto hat sein Sohn Frank nach dem berühmten Roman von Theoder Fontane geschrieben.

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The Bassarids, hier: Günter Papendell (Pentheus), Chorsolisten der Komischen Oper Berlin; © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin - "The Bassarids"

Schon bei Wiederausgrabungen in München und Salzburg wurden "Die Bassariden", Hans Werner Henzes Version der "Bakchen" des Euripides, als Hauptwerk aufgefasst. Harter Tobak. Dagegen ist "Elektra" ein Ammenmärchen, schließlich geht es darum, dass eine rasende Mutter ihren Sohn in Stücke reißt. Die Rolle der Agaue war in den 70er Jahren an der Schaubühne einer der epochalen Triumphe von Edith Clever. Auch diesmal verfehlt der Stoff seinen Katharsis-Effekt nicht (gemäß jener griechischen Erschütterungstheorie, nach dem wir uns von Mitleidsgefühlen reinigen, die wir verspüren). Das Ende der Aufführung kreiert eine Schrecksekunde des Schweigens, wie ich das an der Komischen Oper, wo man sonst gern drauflos applaudiert, kaum je erlebte. Hut ab.

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Rio Reiser – Mein Name ist Mensch © Franziska Strauss
© Franziska Strauss

Schauspielmusical von Frank Leo Schröder und Gerd C. Möbius - "Rio Reiser – Mein Name ist Mensch"

Nach musikalischen 'Biographicals' über Udo Jürgens, Udo Lindenberg, Doris Day und Hilde Knef ist man mittlerweile bei den Underground-Größen angelangt. Rio Reiser, trotz kommerziellen Groß-Erfolgen wie "König von Deutschland" und "Junimond", war ja doch eine Gegen-Ikone, ein Held des Anti-Establishment. Nächstes Jahr wäre er 70 Jahre alt geworden. Zu erleben, wie der Hymnen-Schreiber der Hausbesetzer-Bewegung, zugleich schwules PDS-Mitglied, ausgerechnet in der Komödie am Kurfürstendamm ankommt, ist leicht skurril. Hier standen zur Premiere Eberhard Diepgen, Dagmar Frederic und Otfried Laur auf der Gästeliste; keine geborenen Freunde. Die Standing ovations müssen also als Zeichen gewertet werden, dass die Komödie eine Off-Kehrtwende siegreich vollzogen hat. Ein guter Abend!

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Staatsoper Berlin - Die lustigen Weiber von Windsor, hier: Mandy Fredrich (Frau Fluth) und Michaela Schuster (Frau Reich); © Monika Rittershaus
Monika Rittershaus

Staatsoper Berlin - "Die lustigen Weiber von Windsor"

An der Staatsoper liegt die letzte Neuinszenierung der "Lustigen Weiber von Windsor" 35 Jahre zurück. An der Deutschen Oper (in der Inszenierung von Winfried Bauernfeind) ähnlich lange. Das liegt nicht an Otto Nicolai, dem eine meisterhafte Shakespeare-Vertonung gelang – wie man bei dieser Premiere durchaus feststellen kann.

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Robin Ticciati; Foto: Alexander Gnaedinger
Alexander Gnaedinger

Deutsche Symphonie-Orchester Berlin - Robin Ticciati

Es ist schon spannend, vermutliche eine Weltpremiere, wenn ein Orchester zu Anfang ohne Dirigenten improvisiert. Aufeinander hören muss man, oder sollte man ja sowieso. Natürlich ist es auch spannend, wer denn da so die Initiative für einzelne Melodien übernimmt und wie die Anderen das aufgreifen. Das Resultat war zwar erwartbar und man muss das nicht so oft hören, aber das Orchester könnte das ja als Teambuilding bei sich einführen!

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DSO Berlin: Rusalka | Bass Alexander Roslavets als Wassermann und Sopranistin Sally Matthews als Rusalka © DSO/Kai Bienert
DSO/Kai Bienert

Musikfest Berlin - "Rusalka"

Mit Dvořáks Nixenoper "Rusalka" geht das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in die Saison und gleichzeitig das Musikfest Berlin zu Ende. – Das lyrische Märchen als konzertante Aufführung. Dirigiert von Robin Ticciati.

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Deutsche Oper Berlin: Wolfsschlucht © Marcus Lieberenz/bildbuehne.de
Marcus Lieberenz/bildbuehne.de

Deutsche Oper Berlin - "Wolfsschlucht"

Zwei Jahrhunderte ist Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz" bald alt, und wie aktuell nach wie vor und mehr denn je Klassik ist, bewies der junge Komponist Malte Giesen mit seiner Überschreibung an der Deutschen Oper Berlin.

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Deutsche Oper Berlin: "La forza del destino"; © Thomas Aurin
Thomas Aurin

Deutsche Oper Berlin - "La forza del destino"

Verglichen mit dem Vorgänger-Skandal anno 1982, damals in der Regie von Hans Neuenfels mit rollenden Panzern, kann sich der Castorf-Radau der neuen "Forza" sehen lassen.

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