Frau hört Radio, ca. 1930 © imageBROKER/Rosseforp
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Jubiläum - 100 Jahre Radio in Deutschland

"Achtung, Achtung! Hier ist die Sendestelle Berlin im Vox Haus. Auf Welle 400 Meter" - so begann am 29. Oktober 1923 das erste offizielle Rundfunkprogramm in Deutschland. Im Herbst 2023 schauen wir in der ganzen ARD zurück auf 100 Jahre Radio und beleuchten dessen wechselhafte Geschichte als schnelles demokratisches Medium einerseits und Propaganda-Instrument im Nationalsozialismus andererseits. Hier finden Sie einen historischen Überblick, Überlegungen zur Radio-Zukunft und Beiträge über Radio-Sender in aller Welt.

Reihen

Radio macht Geschichte @ mdr
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100 Jahre Radio – Eine Reihe von MDR, rbb und SWR - Radio macht Geschichte

In den 100 Jahren seiner Geschichte hat das Radio selbst Geschichte geschrieben. So hat es mitgeholfen, die Musik zu revolutionieren. Jazz, Swing und Pop wären ohne das Massenmedium wohl kaum so erfolgreich geworden. Und noch eine grandiose Erfindung ist in die Kulturgeschichte eingegangen: das Hörspiel als eigenes Genre. Alle großen Dramatiker des 20. Jahrhunderts haben sich daran ausprobiert. 100 Jahre Radio-Geschichte mit vielen historischen Aufnahmen erzählt der 15-teilige Podcast "Radio Macht Geschichte".

Radiostimmen

Petra Castell; © Privat
Privat

Mitten ins Ohr (10/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Petra Castell

100 Jahre Radio - dieses Jubiläum begehen wir mit Ihnen in diesem Herbst. Unsere Kollegin Michaela Gericke wirft dabei einen ganz persönlichen Blick auf Radiostimmen, die die letzten Jahrzehnte geprägt haben. In der letzten Folge der rbbKultur Reihe "Mitten ins Ohr" stellt sie Petra Castell vor, die seit dem sogenannten Radiofrühling 1979 on Air war, als das Radio mit neuen und frischen Stimmen lebendiger werden sollte.

Karlheinz Drechsel, Radiomoderator © Andreas Gebhard/dpa
Andreas Gebhard/dpa

Mitten ins Ohr (9/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Karlheinz Drechsel

100 Jahre Radio, wir erinnern aus diesem Anlass an prägende Radio-Stimmen: heute an Karlheinz Drechsel. Er hat im DDR-Radio und später im ORB und rbb Jazz präsentiert, auch auf vielen Konzertbühnen. 1930 wurde er in Dresden geboren, gelebt hat er später in Berlin-Adlershof. Michaela Gericke erinnert an seine Stimme.

Gesine Strempel; © Anna-Katharina Schulz
Anna-Katharina Schulz

Mitten ins Ohr (8/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Gesine Strempel

"Mitten ins Ohr" - so heißt unsere Reihe anlässlich des 100. Radiogeburtstags am 29. Oktober. Es geht um Stimmen, die in den letzten Jahrzehnten präsent waren im Rundfunk. Stimmen, an die sich Michaela Gericke erinnert, weil sie auch zu ihrem Leben und ihrer Radiogeschichte gehören. Heute: Gesine Strempel. Vielen Hörer:innen ist sie bekannt aus der Sendung "Zeitpunkte", die mit dem Radiofrühling 1979 an den Start ging und 41 Jahre auf dem Programm des SFB, später rbb stand. Keine samtweiche Stimme, gerade deswegen so interessant, findet Michaela Gericke.

Jens Brüning; © Helga Gericke
Helga Gericke

Mitten ins Ohr (7/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Jens Brüning

100 Jahre Radio – das feiern wir in diesem Monat und natürlich geht es bei diesem Medium nicht nur um die Inhalte, die es vermittelt, sondern auch um die Akustik, um Stimmen: mitten ins Ohr gelangten sie. Michaela Gericke stellt in unserer Reihe die Stimmen vor, von denen sie selbst als Radiofrau begleitet worden ist. Heute: Jens Brüning, der 1946 in Oldenburg geboren wurde, in Wilhelmshaven aufwuchs und 1968 zu den bewegten Zeiten nach Berlin kam, um hier zu studieren. Seine Stimme ist sicher auch noch den älteren Zuhörenden im Ohr.

Juliane Bartel; © imago-images.de
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Mitten ins Ohr (5/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Juliane Bartel

Wenn sie im Radio zu hören waren, blieb nichts als hinzuhören. Eindringlich waren sie: ob samten, rauh, mit rollendem R, melancholisch warm oder heiser – diese Stimmen prägten das Radio. Sie kamen aus dem Feature und aus dem Feuilleton, aus dem Jazz, dem Jugend- und dem Frauenfunk und sie kommentierten das Zeitgeschehen. Michaela Gericke erinnert heute an Juliane Bartel.

Holly-Jane Rahlens; © Heike Barndt
Heike Barndt

Mitten ins Ohr (4/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Holly-Jane Rahlens

Wenn sie im Radio zu hören waren, blieb nichts als hinzuhören. Eindringlich waren sie: ob samten, rauh, mit rollendem R, melancholisch warm oder heiser – diese Stimmen prägten das Radio. Sie kamen aus dem Feature und aus dem Feuilleton, aus dem Jazz, dem Jugend- und dem Frauenfunk und sie kommentierten das Zeitgeschehen. Michaela Gericke erinnert heute an Holly-Jane Rahlens.

Feuilletonist und Theaterkritiker Friedrich Luft, 1970 © picture alliance/ United Archives/ kpa/ Grimm
picture alliance/ United Archives/ kpa/ Grimm

Mitten ins Ohr (3/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Friedrich Luft

Wenn sie im Radio zu hören waren, blieb nichts als hinzuhören. Eindringlich waren sie: ob samten, rauh, mit rollendem R, melancholisch warm oder heiser – diese Stimmen prägten das Radio. Sie kamen aus dem Feature und aus dem Feuilleton, aus dem Jazz, dem Jugend- und dem Frauenfunk und sie kommentierten das Zeitgeschehen. Michaela Gericke erinnert heute an Friedrich Luft.

Josef Pelz von Felinau, österr. Schriftsteller, Satiriker, Hörspiel-, Film- und Fernsehautor, um 1955; © dpa/akg-images
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Mitten ins Ohr (2/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Josef Pelz von Felinau

Wenn sie im Radio zu hören waren, blieb nichts als hinzuhören. Eindringlich waren sie: ob samten, rauh, mit rollendem R, melancholisch warm oder heiser – diese Stimmen prägten das Radio. Sie kamen aus dem Feature und aus dem Feuilleton, aus dem Jazz, dem Jugend- und dem Frauenfunk und sie kommentierten das Zeitgeschehen. Heute erinnert Michaela Gericke an Josef Pelz von Felinau. Er war Verfasser des Romans "Titanic – Die Tragödie eines Ozeanriesen". Und er war vor allem: Sprecher eigener Sendungen im Hörfunk.

Axel Eggebrecht, Journalist u. Schriftsteller © Hermann Wöstmann/dpa
Hermann Wöstmann/dpa

Mitten ins Ohr (1/10) - Stimmen der Radiogeschichte: Axel Eggebrecht

Wenn sie im Radio zu hören waren, blieb nichts als hinzuhören. Eindringlich waren sie: ob samten, rauh, mit rollendem R, melancholisch warm oder heiser - diese Stimmen prägten das Radio. Sie kamen aus dem Feature und aus dem Feuilleton, aus dem Jazz, dem Jugend- und dem Frauenfunk und sie kommentierten das Zeitgeschehen. Michaela Gericke erinnert heute an Axel Eggebrecht.

Radio-Essays

Schreibtisch des Schriftstellers Arno Schmidt (© picture alliance/ dpa Christoph Schmidt) | Arno Schmidt (© picture alliance/ dpa)
picture alliance/ dpa Christoph Schmidt | picture alliance/ dpa

100 Jahre Radio / Radio-Essay aus dem Jahr 1957 - Arno Schmidt: "Klopstock oder Verkenne dich selbst"

Der Radio-Essay prägte über viele Jahrzehnte die Debattenkultur in der alten Bundesrepublik. Insbesondere in der Nachkriegszeit dürstete das Publikum nach intellektueller Auseinandersetzung, und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten lieferten. Autoren wie Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Walter Jens, Ralf Dahrendorf und Arno Schmidt diskutierten regelmäßig in ihren Vorträgen Fragen der Zeit.

Aktuell

Kunst im Bau: Christian Collet – Sediment of sound © Thomas Ernst
Thomas Ernst

Der Zweite Gedanke - Die Präsenz der Stimme – 100 Jahre Radio

Stimmen bilden "die Textur des Lebens", sagt der Literaturwissenschaftler und Romanist Hans Ulrich Gumbrecht. Sie sind so selbstverständlich, dass wir kaum über sie nachdenken. Radio oder andere Medien, die Stimmen aufzeichnen und übertragen, bilden existentielle Räume zweiter Ordnung, meint er. Sie können ein ganzes Leben prägen. Welche Zukunft hat die Stimme, wenn sie von Künstlicher Intelligenz generiert werden kann?

Max Goldt

Aufnahme aus dem Großen Sendesal vom 29.10.2023 - Max Goldt liest

"Nur wenig geht über die Texte von Max Goldt, höchstens die Lesung der Texte von Max Goldt durch Max Goldt. Besser geht's nicht." schrieb einst die Westfalenpost. Nun gibt es wieder eine der seltenen Gelegenheiten – wenn der Meister der Poesie seine Werke vorträgt.

Max Goldt
Axel Martens

"100 Jahre Radio" | 29. Oktober 2023, 18 Uhr - Max Goldt: "Ich versuche, so wenig wie möglich zu polarisieren, weil ich tief in mir drin ein gemütlicher Mensch bin"

Wir feiern gerade 100 Jahre Radio - passend dazu haben wir ins Haus des Rundfunks einen Sprachkünstler eingeladen, der wie kein anderer seine eigenen Texte vortragen kann und die Kunst des fiktiven Radiointerviews bzw. des Hörspiels beherrscht: der Schriftsteller Max Goldt. Im Vorfeld seiner Lesung zum Geburtstag des Rundfunks am 29. Oktober im Großen Sendesaal ist Max Goldt zu Gast auf rbbKultur bei Frank Meyer.

100 Jahre Radio

  • 1923

  • 1924

  • 1929

  • 1930er

  • 1940er

  • 1950er

  • 1960er

  • 1970er

  • 1980er

  • 1990er

  • 2000er

Podcast

Das Haus des Rundfunks © Soeren Stache/dpa
Soeren Stache/dpa

rbbKultur Das Haus des Rundfunks

Als im Mai 1929 in der Berliner Masurenallee der Grundstein für ein neues Funkhaus gelegt wurde, hofften viele Bürger der Stadt, dass durch den Rundfunk ein weltweites Kommunikationsnetz geschaffen wird, das endlich Frieden bringt. Doch mit den Nazis kam die Gleichschaltung des neuen Mediums und die Vertreibung der "Weimarer Demokraten". Nach dem Krieg hat die russische Besatzungsmacht das Sagen, später übernimmt der SFB, bis mit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung ein neues Kapitel Rundfunkgeschichte beginnt. Mit faszinierendem Archivmaterial und Interviews mit vielen Zeitzeug*innen.

Podcast | Die 20er Jahre © rbbKultur
rbbKultur

rbbKultur Die 20er Jahre

Die 20er Jahre – ein Mythos, der längst entzaubert ist, und der doch immer erneut beschworen werden kann. Man denkt vielleicht an die "Dreigroschenoper", an Claire Waldoff und Marlene Dietrich (deren "Blauer Engel" 1930 herauskam). Die wilden, brüllenden, elenden und erledigten Zwanziger waren das erste Jahrzehnt, dem ein eigener Charakter zugebilligt wurde. Nur: Worin besteht er?

Radiosender aus aller Welt