E.T.A. Hoffmann © rbbKultur
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200. Todestag - E.T.A. Hoffmann - Jurist, Komponist, Zeichner und Autor

Mit Märchen und fantastischen Erzählungen wie "Der Sandmann", "Kater Murr" und "Die Elixiere des Teufels" ist E.T.A. Hoffmann als Schriftsteller der deutschen Romantik bekannt geworden. Außerdem war er Beamter, Komponist und Zeichner, liebte Schaumwein und Glücksspiel. Am 25. Juni 1822 - vor 200 Jahren - starb er in Berlin. Wir beleuchten seine verschiedenen Facetten.

E.T.A. Hoffmann und Schauspieler Ludwig Devrient im Weinkeller Lutter und Wegner © akg-images
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200. Todestag - E.T.A. Hoffmann - erster Dichter der wachsenden Großstadt Berlin

Von seiner Wohnung in der Taubenstraße schaute er auf das emsige Treiben auf dem Gendarmenmarkt und verbrachte viele Nächte im Weinlokal Lutter & Wegner. In seinen Märchen steigt E.T.A. Hoffmann mit seiner Himmelsleiter in immer fantastischere Welten und zugleich tief hinab in schwarze Abgründe der menschlichen Psyche. Tomas Fitzel über den Schriftsteller der deutschen Romantik.

E.T.A. Hoffmanns Werk "Der Sandmann" © dpa/Soeren Stache
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Wiedergelesen - "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann

E.T.A. Hoffmann, dessen Todestag sich am 25. Juni zum 200. Mal jährt, war als Künstler enorm vielseitig: Er war Komponist, Zeichner und höchst produktiver Autor, der innerhalb von nur wenigen Jahren ein sehr umfangreiches Werk hinterlassen hat. Daraus hat sich Tomas Fitzel exemplarisch eine Erzählung herausgesucht und sie wiedergelesen: "Der Sandmann".

Die Wochentage bin ich Jurist und höchstens etwas Musiker, sonntags am Tage wird gezeichnet, und abends bin ich ein sehr witziger Autor bis in die späte Nacht.

E.T.A. Hoffmann
E.T.A. Hoffmann, Selbstkarikatur, 1809 © akg-images/dpa
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"Hoffmann und Devrient im Weinkeller Lutter und Wegner" - Gemälde um 1832 von Karl Themann nach Skizze von Hoffmann um 1818 © akg-images/dpa
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Schaumwein mit Geschichte - E.T.A. Hoffmann und der Sekt

E.T.A. Hoffmann war vor allem ein geselliger Mensch. Er saß gerne in Weinstuben und ließ sich bei anregenden Gesprächen durch Schaumwein in Stimmung bringen. Gerade während eines dieser fröhlichen Treffen in seinem Stammlokal "Lutter & Wegner" am Berliner Gendarmenmarkt kam Sekt zu seinem heutigen Namen. Elisabetta Gaddoni begibt sich auf die Spuren seines Lieblingsgetränks.

Jörg Petzel, Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft mit Norbert Kron im Gespräch. (Quelle: RBB Kultur - Das Magazin)
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rbbKultur - Das Magazin - Die Faszination von E.T.A. Hoffmann

Autor E.T.A. Hoffmann starb 1822 mit nur 46 Jahren auf dem Höhepunkt seines Erfolges. Unser Kollege Norbert Kron hat einen sehr persönlichen Zugang zu Hoffmann, weil auch sein Vater Hoffmann-Forscher war, und er hat einen Roman über seinen romantischen Helden geschrieben.

Norbert Kron: Der Mann, der E.T.A. Hoffmann erfand © AphorismA
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Roman "Der Mann, der E.T.A. Hoffmann erfand" - "E.T.A. Hoffmann hat sich verbrannt mit all seinen künstlerischen Bestrebungen"

Wir sind mitten im E.T.A. Hoffmann-Jahr 2022. Doch was genau wissen wir über diesen Schriftsteller der deutschen Romantik? Der Schriftsteller Norbert Kron hat in einem Roman ein eher unbekanntes Kapitel im Leben E.T.A. Hoffmans beleuchtet, die Freundschaft zwischen E.T.A. Hoffmann und seinem Mentor und Biografen Julius Eduard Hitzig. Dessen Kinder etwa sind in Hoffmanns Märchen "Nussknacker und Mausekönig" verewigt.

E.T.A. Hoffmann - ein bewegtes Leben

  • Mozart im Namen

  • Verliebt, verlobt, verheiratet

  • Hoffmann, der Jurist und Beamte

  • Hoffmann, der Musiker und Komponist

  • Hoffmann, der Autor und Zeichner

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E.T.A. Hoffmann Porträt, Kupferstich © akg-images
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Inforadio | Geschichte - Die Lebensgeschichte von E.T.A. Hoffmann

Er komponierte Opern, malte Fresken in Kirchen und war ein progressiver preußischer Richter. Bekannt wurde E.T.A. Hoffmann aber als Autor gruseliger Geschichten, phantastischer Erzählungen und romantischer Märchen. "Gespenster-Hoffmann" - dies Urteil greift zu kurz, sagen die Kenner. Eine Lebensgeschichte des Mannes, den Goethe nicht mochte, dem Beethoven dankbar war und den Edgar Allan Poe bewunderte, von Matthias Schirmer.