1. Mai, Kundgebung am Reichstag, zwei Jugendlich mit DDR - Fahne (dem deutschen Volke),
imago images / Rolf Zöllner
Bild: imago images / Rolf Zöllner

- Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1991

Der Bundestag beschließt seinen Umzug nach Berlin. Hunderttausende demonstrieren gegen den Irak-Krieg, der erste Mauerschützenprozess findet statt und die "Treuhand" wird für viele Ost-Berliner zum Synonym für Abwicklung.

1991- das Jahr, in dem der Bundestag in einer historischen Debatte beschließt, dass Berlin Parlaments- und Regierungssitz des vereinten Deutschland wird. Die Berliner feiern ausgelassen die "Hauptstadtwerdung", Wolfgang Thierse erinnert sich an einen dramatischen Tag in Bonn.

Währenddessen bestimmen der "Aufbau Ost" und die Treuhand den Alltag vieler Ost-Berliner. Ute Weber erinnert sich an ihren erfolgreichen Kampf um ihr Gasthaus "Zum Nußbaum" im Nikolai-Viertel.

Die Techno-Szene erobert leerstehende Gebäude und Keller im Osten der Stadt: Eine junge Generation Ost und West feiert gemeinsam im Untergrund. Dimitri Hegemann erzählt von der Entdeckung des Tresorraums des ehemaligen Kaufhaus Wertheim, in dem er mit Freunden den legendären Techno-Clubs Tresor eröffnete. Der Vorsitzende Richter des ersten Mauerschützen-Prozesses, Theodor Seidel, erinnert sich an die schwierige Urteilsfindung.

Erstausstrahlung am 23.11.2019/rbb