Fahndungsplakat - RAF, Westdeutschland 1970, Bild: imago/ALIMDI.NET / Arterra / Philippe
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14. Mai 1970 - Die Geburtsstunde der RAF

Seit April 1970 sitzt der Linksradikale Andreas Baader in Tegel eine Gefängnissstrafe ab. Er gilt als der Kopf des "bewaffneten Widerstands". Er plant seine Flucht mithilfe der Journalistin Ulrike Meinhof. Sein Anwalt Horst Mahler ist indirekt beteiligt.

Mahler beantragt ein Arbeitstreffen zwischen Meinhof und Baader außerhalb der Haftanstalt, im "Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen". Dort sollen Quellen eingesehen und ein gemeinsames Buchprojekt besprochen werden. Im Wirklichkeit bietet dieses angebliche Arbeitstreffen die perfekte Fluchtmöglichkeit. Zusammen mit Meinhof und weiteren Helfern gelingt es Baader in einem gestohlenen Fahrzeug zu fliehen und in den Untergrund abzutauchen. Diese Befreiuung gilt als Geburtsstunde der Roten Armee Fraktion, kurz RAF. 

Eine Reihe von Sprengstoffanschlägen und Banküberfällen erschüttert von nun an West-Berlin. Im Visier der Polizei: die untergetauchten RAF-Terroristen und deren Helfershelfer, die Geld brauchen, um ihren "Kampf" zu finanzieren.

Schicksalsjahre einer Stadt - Das Jahr 1970
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Das Jahr 1970

Der Kaufhaus-Brandstifter Andreas Baader wird in West-Berlin mit Hilfe der Journalistin Ulrike Meinhof befreit. Diese Aktion gilt als Geburtsstunde der Roten Armee Fraktion (RAF). Neue Symbole entstehen im Osten der geteilten Stadt: das monumentale Lenin-Denkmal und das Vorzeigehaus "Interhotel Stadt Berlin".