Schauspielerin Meltem Kaptan mit dem Silbernen Bären für die beste Hauptdarstellerin und Drehbuchautorin Laila Stieler © dpa/Jens Kalaene
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Berlinale 2022 - Silberne Bären für rbb-Koproduktion

Der Berlinale Dokumentarfilmpreis geht an "Myanmar Diaries". Das Preisgeld stiftete der rbb, der sich sich zudem über zwei Silberne Bären für die Koproduktion "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" freut.

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush © Andreas Hoefer / Pandora Film

Bei der diesjährigen Berlinale hat die rbb-Koproduktion "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" (NDR/rbb/BR/Radio Bremen/ARTE) zwei Silberne Bären bekommen. Schauspielerin und Comedienne Meltem Kaptan wird für die "Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle" gewürdigt. Drehbuchautorin Laila Stieler erhält den Preis für das "Beste Drehbuch".

In dem Drama von Regisseur Andreas Dresen verkörpert Meltem Kaptan die türkische Hausfrau Rabiye Kurnaz. Ihr Kampf um die Freilassung ihres Sohnes Murat aus dem Gefangenenlager Guantanamo katapultiert sie aus ihrem Bremer Reihenhaus direkt in die Weltpolitik und schließlich vor den Supreme Court in Washington.
 
"Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" ist die siebte gemeinsame Arbeit von Andreas Dresen und Laila Stieler. Der Film feierte bei der Berlinale seine Weltpremiere. In weiteren Rollen sind Alexander Scheer, Charly Hübner, Nazmi Kirik und Sevda Polat zu sehen.

rbb stiftetet Dokumentarfilmpreis: Auszeichnung für "Myanmar Diaries"

Der Berlinale Dokumentarfilmpreis 2022 geht an den Film "Myanmar Diaries" von The Myanmar Film Collective mit der Produzentin Corinne van Egeraat. Beide teilen sich das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro, das der Rundfunk Berlin-Brandenburg stiftete. Die Auszeichnung wurde am 16. Februar im Rahmen der offiziellen Preisverleihung vergeben.

Die Auszeichnung wird im Rahmen der offiziellen Preisverleihung am 16. Februar im Berlinale Palast verliehen. (Bild: rbb/Gundula Krause)

Zehn junge burmesische Filmschaffende, die anonym bleiben müssen, weil sie ihr Leben riskieren, wagten mit "Myanmar Diaries" einen erschütternden Hilferuf für die Kinoleinwand. Der hybride Dokumentarfilm zeigt ihr Heimatland Myanmar nach dem Militärputsch am 1. Februar 2021, die landesweiten Proteste, den zivilen Ungehorsam. Handyaufnahmen von BürgerjournalistInnen dokumentieren, wie brutal und willkürlich das Militär gegen Demonstrierende vorgeht.