Blick über die Spree in Treptow mit der Oberbaumbrücke, im Hintergrund sieht man den Fernsehturm am Alexanderplatz. Bild: imago images / A. Friedrichs
imago images / A. Friedrichs
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Von Köpenick nach Spandau - Ein Sommer an der Spree (5/5)

Es ist die letzte Etappe der Reise von der Quelle bis zur Mündung zur Spree. Anja Jeschonneck hat mit dem Roburbus und ihrem Team eine Reise von Köpenick quer durch Berlin vor sich. Die Begegnungen dabei sind so vielfältig wie die Hauptstadt selbst. Teil 5 führt von Köpenick bis nach Spandau.

Berlin - am Spreeufer (Quelle: rbb/Thomas Lütz)
Bild: rbb/Thomas Lütz

Die Spree fließt 46 Kilometer durch Berlin, das an den Ufern des Flusses aus den Kaufmannssiedlungen Berlin und Cölln wuchs. Lange bevor Berlin gegründet wurden, haben in Köpenick bereits Slawen gesiedelt - die Spreewanen, so benannt nach der Spree. Mit einem jüngeren Kapitel Berliner Geschichte beschäftigen sich die Historikerinnen Isabel Panek und Uta Fröhlich in Schöneweide: Bei der Firma Pertrix mussten Zwangsarbeiter Batterien für die Wehrmacht herstellen, aber ihre Geschichte aufzuklären, ist für die Historikerinnen ein schwieriger Wettlauf gegen die Zeit. Heute noch Zeugen zu finden, wird immer aussichtsloser. Mittlerweile ist die Industrie am Spreeufer auf dem Rückzug - gut für die Wasserqualität. Besonders sauber ist die Spree trotzdem nicht.

Ralf Steeg (Quelle: rbb/ Thomas Lütz)
Bild: rbb/Thomas Lütz

Im Osthafen lernen Anja Jeschonneck und ihr Team Ralf Steeg und seine Vision für einen sauberen Fluss kennen: Ein Besuch unter der Wasseroberfläche, der nicht ganz ohne Blessuren bleibt. Am Spreestrand in Mitte landet das Team in einer Art Wild-West-Wohngemeinschaft, dem Teepeeland. Direkt an den früheren Grenzanlagen haben Fernand und seine Mitstreiter das Ufer besetzt und ihren Traum vom freien Leben verwirklicht. Die Spree fließt danach mitten durchs Zentrum der Macht. Vor dem Bundestag versucht das Team gemeinsam mit der Vorsitzenden des Umweltausschusses, Bärbel Höhn ein Mittagessen aus der Spree zu angeln. Dass das keine leichte Mission würde, war allerdings vorher klar.

Johannes Wrusch, Horst Kowalsky und Wolfgang Ulbrich - ehemalige Wasserwerker (Quelle: Thomas Lütz)
Bild: rbb/Thomas Lütz

Kurz vor der Mündung der Spree steht das ehemals wichtigste Wasserwerk Westberlins, Jungfernheide. Einige der Männer, die sich damals dem sauberen Wasser widmeten, leben auch heute noch am Fluss, direkt neben dem Wasserwerk. Johannes Wrusch und seine Kollegen begeben sich auf eine Zeitreise in die Ruinen des alten Wasserwerks und machen dabei überraschende Entdeckungen. Aber alles hat ein Ende: Nach rund vierhundert Kilometern Flusslauf ist das Ziel der Reise erreicht. In Spandau mündet die Spree in die Havel.

Film von Anja Jeschonneck

Erstausstrahlung am 19.05.2016/rbb

Unterwegs zur Quelle der Spree, an den Kottmar (Quelle: Thomas Lütz (Kameramann))
Thomas Lütz (Kameramann)

Von der Quelle bis nach Bautzen - Ein Sommer an der Spree (1/5)

Ein Fluss mit drei Geburtsorten, Lebensader für Berlin und lange Zeit Grenze zwischen Ost und West. Grund genug, Geschichten zu erzählen. In Brandenburg ist Johannes Unger mit dem  Roburbus und Reinhard Rogge am Steuer viel herumgekommen - sein neues Ziel ist eine Reise entlang der Spree. Teil 1 führt von der Quelle bis nach Bautzen.

Fussballverein Traktor Malschwitz (Quelle: Thomas Lütz (Kameramann))
Thomas Lütz (Kameramann)

Von Bautzen bis nach Cottbus - Ein Sommer an der Spree (2/5)

Sie gehört nicht zu den mächtigsten Strömen, ist mit ihren 382 Kilometern aber einer der längsten Flüsse des Landes. Aus der Oberlausitz kommend fließt die Spree durch die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin. Mit Reinhard Rogge am Steuer seines Roburbusses entdecken Johannes Unger und sein Team spannende Geschichten entlang der Spree. Teil 2 führt von Bautzen bis nach Cottbus.

Am Spremberger Stausee (Quelle: Thomas Lütz (Kameramann))
Thomas Lütz (Kameramann)

Von Cottbus bis in den Spreewald - Ein Sommer an der Spree (3/5)

Ein sanfter, langsamer Fluss ist sie, die Spree - ohne große Gefälle - weitverzweigt. Im Spreewald sind Wasserparadiese und Biotope mit ihr entstanden. Den Fürsten Pückler hat das inspiriert, andere nie weggehen lassen. Mit dem blauen Roburbus und Reinhard Rogge am Steuer lassen sich Johannes Unger und sein Team auf Geschichten am Fluss ein. Teil 3 führt von Cottbus bis in den Spreewald.

Weltmeisterin im Segeln (U16), Julia Büsselberg (Quelle: Thomas Lütz (Kameramann))
Thomas Lütz (Kameramann)

Vom Spreewald bis zum Müggelsee - Ein Sommer an der Spree (4/5)

Lagunen, malerische Fließe und weite Wiesen: Auf ihrem Weg durch den Spreewald durchzieht die Spree eine einzigartige Landschaft. Busfahrer Reinhard Rogge reist gemeinsam mit Reporterin Anja Jeschonneck in seinem blauen Roburbus flussabwärts. Die Spree zeigt ihnen auf dem Weg in die Hauptstadt verschiedene Gesichter.