Lange Auto-Schlange vor dem Übergang nach Ost-Berlin an der Invalidenstraße, Quelle: imago/ZUMA/Keystone
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Lange Auto-Schlange vor dem Übergang nach Ost-Berlin an der Invalidenstraße | Bild: imago/ZUMA/Keystone

- Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1965

In dem Jahr donnern sowjetische Kampfflugzeuge über West-Berlin, die DDR verschärft die Zensur und es gibt ausgesprochen hohen Besuch in West aber auch in Ost:  Louis Armstrong, die Stones und die Queen besuchen Berlin.

1965 ist ein Jahr mit äußerst prominenten Gästen: Louis Armstrong ist im Osten der Stadt. Sein Begleiter, der Musik-Journalist und großer Jazz-Experte der DDR, Karlheinz Drechsel, erinnert sich an das legendäre Konzert im Friedrichstadtpalast.

Die Queen besucht West-Berlin und im Ost-Teil wünscht sich die Schülerin Gisela Tatsch-Daust vor dem Bildschirm in eine andere Welt. Musiker Olaf Leitner spielt mit seiner Band als Vorgruppe der Rolling Stones und erlebt, wie Stones-Fans die Berliner Waldbühne in Trümmer legen.

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Doch auch die Politik steht nicht still: Sowjetische Kampfflugzeuge donnern über West-Berlin und auf dem "Kahlschlag"-Plenum des ZK der SED werden zahlreiche Bücher, Theaterstücke und Filme verboten, die dem Einfluss des westlichen Zeitgeistes zugeschrieben werden.

Film von Karoline Kleinert

Erstausstrahlung am 01.12.2018/rbb

Blick vom Ostsektor auf die Straßensperren vor dem Brandenburger Tor, Oktober 1961, Quelle: akg-images
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1961

Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges geschieht 1961 das Unvollstellbare: es wird die Mauer gebaut. Und die Berliner erleben kosmische Sensationen. Im Westen tanzt man Twist und der Osten kreiert einen eigenen Modetanz, den Lipsi.

Grenzsoldat an der Mauer - 1962, Quelle: rbb
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1962

Das Jahr 1962 - das erste Jahr nach dem Mauerbau, zahlreiche DDR-Bürger versuchen zu fliehen, in Ost-Berlin eröffnet ein neuer Flughafen und erstmals schauen die Berliner im West-Teil der Stadt Live-Fernsehen dank Satellit.

US-Präsident John F. Kennedy (1917-1963), USA (Demokratische Partei), Präsident der USA (1961-1963), bei seinem Berlin-Besuch, hält eine Rede auf dem Balkon des Schöneberger Rathauses, Quelle: imago/Sven Simon
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1963

Das Jahr 1963 – US-Präsident Kennedy besucht West-Berlin, Kreml-Chef Chruschtschow und die "Himmelsgeschwister", Juri Gagarin und Valentina Tereschkowa, sind im Osten der Stadt. Zu Weihnachten wird die Mauer dank des Passierscheinabkommens für wenige Tage durchlässiger.

Willy Brandt (l), der regierende Bürgermeister von Berlin, trifft am 15.05.1964 in New York den Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King (re), Quelle: dpa
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1964

Das Jahr 1964 – eine halbe Million Jugendliche versammeln sich beim Deutschlandtreffen in Ost-Berlin, Martin Luther King besucht beide Teile der Stadt und Beat bestimmt den Rhythmus in Ost und West.

Stadtansicht, Todesstreifen zwischen Mitte und Kreuzberg, im Hintergrund das Verlagshaus Axel Springer, Quelle: imago
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1966

Die Studenten protestieren, langhaarige Jugendliche erhitzen die Gemüter, ein sowjetisches Militärflugzeug stürzt in den Stößensee und die SED feiert Geburtstag.

Tumulte vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin am 2.6.1967 wegen des Besuch des persischen Herrscherpaares Kaiser Schah Reza Mohammed Pahlavi und Kaiserin Farah Diba, Quelle: dpa
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1967

In West-Berlin gehen die Studenten auf die Barrikaden, die Kommune 1 gründet sich und während des umstrittenen Schah–Besuchs stirbt der Student Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel. In Ost-Berlin wird der einflussreichste Singeklub von "Hootenanny-Klub" in "Oktoberklub" umbenannt.

Vietnam-Studenten-Demo in Berlin, 1968, Quelle: imago/ZUMA Press
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1968

1968 ist das Jahr der Studenten-Proteste gegen den Vietnam-Krieg und die Springer-Presse in West-Berlin. Das Attentat auf Rudi Dutschke löst die größte Straßenschlacht aus, die die Bundesrepublik bisher erlebt hat. Ost-Berlin wird erschüttert durch das gewaltsame Ende des Prager Frühlings.

Blick vom Westberlin auf den Fernsehturm am Alexanderplatz, Rotes Rathaus, 1969 Quelle: imago/serienlicht
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Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 1969

1969 – das Jahr, in dem der erste Mensch auf dem Mond landet und die DDR ihren 20. Jahrestag mit der Eröffnung des Fernsehturms am Alexanderplatz in Ost-Berlin feiert. Und US-Präsident Nixon kommt nach West-Berlin.