Der Haupteingang der Charité. © rbb/ARD
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- Die Charité - Medizin unterm Hakenkreuz

Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen begrüßen die meisten Ärzte der Charité - wie der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch - das neue Regime. Der Film begibt sich auf Spurensuche an die Schauplätze der dramatischen Ereignisse. Mit seltenen Archivaufnahmen, historischen Fotos, Experteninterviews und Zitaten aus bisher kaum bekannten Tagebüchern rekonstruiert der Film Verstrickung, aber auch Verweigerung von Ärzten der Charité im Nationalsozialismus.

Ferdinand Sauerbruch (Bild: imago/ZUMA)
Prof. Dr. Ferdinand Sauerbruch

Die Charité ist Anfang 1933 ein Leitbild für Ärzte aus ganz Europa, ein Mekka für Patienten aus aller Welt. Als die Nazis die Macht übernehmen ruft der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch die jungen Mediziner auf "…das notwendig Neue zu vollbringen". Die national-konservative Gesinnung war Grundkonsens in der Ärzteschaft. Wie die meisten Ärzte der Charité begrüßt er das neue Regime. Nur zwölf Jahre später operiert er Tag und Nacht Kriegsverletzte im engen Bunker unter seiner Klinik, während über ihm, in den Trümmern der Charité, der Häuserkampf tobt.

"…das notwendig Neue zu vollbringen" Prof. Dr. Sauerbruch

Doch in diesen zwölf Jahren ist Ungeheuerliches geschehen: Ärzte, die aus Beruf und Berufung angetreten waren, Leben zu retten, wurden Vordenker und Ausführende der NS Rassengesetze; Mittäter und Wegebereiter einer verbrecherischen Medizin. Keiner der international hoch geachteten Professoren wie Ferdinand Sauerbruch, Walter Stoeckel oder Georg Bessau wurden Mitglied der NSDAP. Doch sie werden Aushängeschilder des Nationalsozialismus. 

Psychartrische und Nervenklinik der Charité, erbaut 1905. Bild: rbb/ARD
Psychartrische und Nervenklinik der Charité, erbaut 1905.

Zu allen Gelegenheiten schmücken sich die Nazibonzen mit ihren Ärzten. Und die lassen sich gern in Dienst nehmen: Ein Kollaborationsverhältnis, das beiden Vorteile bringt. Von den 20 Ärzten, die im Nürnberger Ärzteprozess nach dem Krieg angeklagt wurden, waren sieben Berliner Hochschulmediziner, darunter auch Ärzte der Charité. Wie verstrickt sind die Forscher oder Gutachter - die Mediziner, die auf ihren alten Positionen neue Funktionen in der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik erfüllen?

Film von Dagmar Wittmers

Erstausstrahlung am 19.02.2019/ ARD

Flussauf, Flussab, Folge 2: Ulricke Finck begegnet in ihrem Kajak der Rettungswacht auf dem Müggelsee, Foto: rbb
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Ulrike Finck paddelt vom Müggelsee zum Kriensee - Flussauf, flussab (S02/E02)

"Flussauf, flussab" paddelt Ulrike Finck mit dem Kajak vom größten Berliner See bis zum kleinen Kriensee im Brandenburgischen. Unterwegs begegnet sie sportlichen Paddlern, entspannten Sonnenbadern, PS-verrückten Speedbootfans und einem Team der Wasserschutzpolizei.

Ulrike Finck im Kajak (Quelle: rbb)
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Ulrike Finck paddelt von Fürstenberg zum Tegeler See - Flussauf, flussab (S02/E01)

Ein kleiner Garten direkt am Wasser, ein einsamer Steg am See oder eine abwechslungsreiche Kanutour durch die Wildnis: So sieht ein perfekter Sommer vor der Haustür aus! Ulrike Finck trifft Freizeitkapitäne mit schicken Booten, Camper mit verrückten Gefährten, findige Schiffsbastler und natürlich viele Wasserfreunde und Sonnenanbeter.

Kleines Schloss im Schlossberg Babelsberg, Imago/Goeffrey

Die Havelschlösser von oben

Preußens Könige und Prinzen schätzten schöne Aussichten. Am Ufer der Havel bauten sie ihre Sommerschlösser und Parks. Vom Pfingstberg bis zur Pfaueninsel - der Film erkundet sechs Havelschlösser aus der Vogelperspektive und stellt ihre besondere Geschichte vor.

Die Havel von oben

Der Film zeichnet den Verlauf des über 300 Kilometer langen Fließgewässers nach, von der Quelle im Müritz-Nationalpark über die zahlreichen Seen der Hauptstadtregion, den Havelschlössern der preußischen Könige und Prinzen, bis hin zur Elbmündung bei Havelberg.

Das Kranzler Eck bei Nacht. © rbb/Stephan Düfel
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Bilderbuch - Berlin-Charlottenburg

Auf den ersten Blick scheint sich in Charlottenburg kaum etwas zu verändern. Die Sehenswürdigkeiten sind immer noch die alten: das Schloss Charlottenburg, das Olympiastadion und natürlich der Kurfürstendamm, der berühmteste Boulevard der Stadt.