Bild zum Film: Gräfliches Roulette, Quelle: rbb/ARD Degeto/Barbara Bauriedl
rbb/ARD Degeto/Barbara Bauriedl
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- Gräfliches Roulette

Ein verarmter Baron adoptiert einen Millionär - und damit prallen zwei Welten aufeinander.

Adel verpflichtet. So lautet eine alte Maxime und genau nach eben dieser lebt auch der vornehme Emanuel, Graf Bernau von Roth zu Trips. Zwar ist er komplett pleite, aber auf sein ehrwürdiges Schloss, seinen Rolls-Royce und seinen Butler will er definitiv nicht verzichten. Bleibt die Frage, wie er diesen Lebensstil künftig zu finanzieren gedenkt.

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Seine gute Freundin Gräfin Beatrice von Arnau hat eine rettende, wenngleich auch etwas ungewöhnliche Idee: Emanuel soll den Unternehmer Otto Meier samt Ehefrau Edith und Tochter Viktoria adoptieren. Die Meiers sind dank eines florierenden Reinigungsunternehmens zwar zu jeder Menge Geld gekommen, doch blieb den neureichen Millionären die gesellschaftliche Anerkennung der örtlichen High Society bisher verwehrt. Von einer Adoption, so Beatrice' Gedanke, würden alle profitieren: Die Meiers erhalten einen Titel und würden vielleicht doch noch in den exklusiven Golfclub des arroganten Raphael Neureuter aufgenommen.

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Der Graf wiederum könnte von den entsprechenden Tantiemen glänzend leben. Allerdings besteht Emanuel darauf, dass die Meiers einen Benimmkurs bei seinem Butler Simon absolvieren. Auch um seine künftigen Familienmitglieder besser kennenzulernen, sollen Otto, Edith und Viktoria samt ihrer vorlauten Köchin Anna zu ihm aufs gräfliche Schloss ziehen. Schon prallen mit dem distinguierten, menschenscheuen Emanuel und dem schräg-schrillen Meier-Clan Welten aufeinander.

Nach anfänglichen Turbulenzen entwickelt Emanuel tatsächlich so etwas wie familiäre Gefühle für den leicht linkischen Otto und seine Mädels. Bald aber droht der Idylle ein jähes Ende: Otto verliert bei einem „todsicheren“ Auslandsinvestment sein gesamtes Vermögen und der Graf fürchtet, sein Anwesen nun doch verkaufen zu müssen. Dann aber finden die beiden heraus, dass Ottos Firmenpleite und die finanzielle Misere des Grafen kein reiner Zufall sind.

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Der intrigante Neureuter, der schon lange davon träumt, das prestigeträchtige Schloss in ein Luxusgolfhotel zu verwandeln, konnte mit Hilfe des Bankdirektors Peters erst Emanuel und nun Otto in den Ruin treiben. Die Zweckallianz scheint gescheitert, doch so leicht gibt das ungleiche Duo sich nicht geschlagen. Mit Kampfgeist und Chuzpe hecken Otto und der Graf einen Plan aus. Ziel ist, das Schloss zu retten und Neureuter und Peters eine kostspielige Lektion zu erteilen. Im Rahmen einer mondänen Gala-Veranstaltung laden Emanuel und Otto zum „gräflichen Roulette“, einem Spiel, an das sich die blasierte Golfclub-Schickeria noch lange erinnern wird. So lautet doch eine alte Roulette-Regel: Das Haus gewinnt immer!

Gräfliches Roulette
Fernsehfilm Deutschland 2010

Graf Emanuel (Fritz Wepper)
Otto Meier (Leonard Lansink)
Edith Meier (Karin Thaler)
Butler Simon (Michael Vogtmann)
Viktoria Meier (Daniela D. König)
Adrian Neureuter (Markus Brandl)
Bankdirektor (Wolfgang Hepp) u. a.

Musik: Andreas Weidinger
Kamera: Ludwig Franz
Buch und Regie: Ulrich König