Brandenburger Tor mit Hakenkreuzfahnen (Bild: rbb)
rbb Presse & Information
Brandenburger Tor mit Hakenkreuzfahnen | Bild: rbb Presse & Information

1933-1939 - Berlin und Brandenburg unterm Hakenkreuz (1/2)

Die zweiteilige Dokumentation zeigt seltene Farbaufnahmen aus Berlin und Brandenburg während der Zeit des Nationalsozialismus. Gedreht nicht von professionellen Wochenschaukameramännern, sondern von Hobbyfilmern jenseits der offiziellen NS-Propaganda. Private Bilder vom Alltag in Berlin und Brandenburg während der NS-Zeit, aufschlussreich und beklemmend.

Verleihung der goldenen Fahne an nationalsozialistische Musterbetriebe. (Bild: rbb)
Verleihung der goldenen Fahne an nationalsozialistische Musterbetriebe.

Die Hobbyfilmer besuchten den Berliner Zoo und durchstreiften das Havelland, sie filmten im legendären „Wintergarten“-Varieté und zur Kirchweihe in der Prignitz. Sie hielten die ersten Schwimmversuche der Tochter im städtischen Flussbad in Perleberg fest und hatten die Kamera bei der Hochzeitsreise im Paddelboot auf der Oder dabei.

Hanns Jr. Burscher und Mutter Martha Burscher (Bild: rbb)
Hanns Jr. Burscher und Mutter Martha Burscher

Doch bei aller Privatheit: die Politik ist allgegenwärtig in den Aufnahmen der Amateurfilmer: Beiläufig blitzt das NSDAP-Parteiabzeichen am Revers, auf jedem öffentlichen Gebäude, an jedem Ausflugsdampfer auf Havel oder Spree weht die Hakenkreuzfahne - und an beinahe jedem Wochenende gibt es irgendwo einen Nazi-Aufmarsch mit Marschmusik und Militärparade.

Hermann Göring, Jagdausstellung Berlin (Bild: rbb)
Hermann Göring, Jagdausstellung Berlin

Der erste Teil der Dokumentation von Jan Lorenzen „Berlin Brandenburg unterm Hakenkreuz“ erzählt die Jahre von 1933 bis zum Kriegsbeginn 1939. Er erzählt von einem Land, das glaubte, glücklich zu sein, von Menschen, die sich ihrer Nähe zum NS-Regime noch nicht schämten, von Familien, die Ausflüge machten und Feste feierten und von einer nahenden Katastrophe nichts zu ahnen scheinen – und das, obwohl der Nationalsozialismus in fast allen Aufnahmen präsent ist und auch der Krieg sich in vielen Bildern ankündigt: In den paramilitärischen Spielen der HJ und der Pimpfe, in den  Übungen, um die Zivilbevölkerung im Umgang mit Brandbomben zu schulen, oder in Volksfesten, wie dem 800-Stadtjubiläum von Perleberg, das unweigerlich in einer militärischen Parade endet.

Osterspaziergang, Blick in Richtung Westen vom Reiherberg in Golm (Bild: rbb)
Osterspaziergang, Blick in Richtung Westen vom Reiherberg in Golm

Bei aller scheinbaren Leichtigkeit entsteht das bedrückende Bild einer Gesellschaft auf dem Weg in einen Krieg, der alles verändern wird, durchdrungen vom Geist des Nationalsozialismus.

Teil 2 über die Jahre 1939 bis 1945 folgt am 26.11.2019

Film von Jan N. Lorenzen

Erstausstrahlung 19.11.2019/rbb

Gemüsekiste, Foto: imago/Ini1110/Photocase
imago/Ini1110/Photocase

Unterwegs mit Lebensmittelrettern - Teller oder Tonne

In Deutschland werden jede Sekunde 570 Kilogramm Lebensmittel entsorgt. Die Reportage schaut hinter die Kulissen der Lebensmittelrettung in Berlin und begleitet Menschen, die sich dafür engagieren.

HVA-Chef Markus Wolf und sein Vorgesetzter Erich Mielke (Bild: rbb)
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Ein deutscher Dienst im Kalten Krieg - Inside HVA (2/2)

Die HVA, die Hauptverwaltung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit war der weltweit agierende Auslandsgeheimdienst der DDR. Eine der effektivsten Spionageorganisationen des 20. Jahrhunderts, berühmt-berüchtigt und geheimnisumwittert.

Die HVA – eine Elitetruppe mit Korpsgeist und Konspiration. (Bild: rbb/ARD/BStU)
rbb/ARD/BStU

Ein deutscher Dienst im Kalten Krieg - Inside HVA (1/2)

Die HVA, die Hauptverwaltung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit war der weltweit agierende Auslandsgeheimdienst der DDR. Eine der effektivsten Spionageorganisationen des 20. Jahrhunderts, berühmt-berüchtigt und geheimnisumwittert. Ein Mythos, ein "Tarnkappenbomber" Moskaus, der oft unter dem Radar der westlichen Geheimdienste flog. Ein Schattenreich, eine Black Box.  

Schulklasse von Dora und Theo Labe (Bild: rbb)
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Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust - Vernichtet

Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erzählt dieser Film die Geschichte einer Familie - sie wurde auseinandergerissen, deportiert und an verschiedenen Orten ermordet.

Leon Schwarzbaum zeigt in "seiner" alten Baracke in Auschwitz-Birkenau, wo er lag, Foto: rbb/Viet-Film
rbb/Viet-Film

Der letzte Jolly Boy

Der Berliner Leon Schwarzbaum überlebte als Einziger seiner Familie Auschwitz, Sachsenhausen, die Lager. Der Film begleitet ihn an Orte des Holocausts.