Strandbad Weißensee mit Fontäne.
imago-images/ Joko
Bild: imago-images/ Joko

- Bilderbuch - Berlin-Weißensee

Weißensee: grün, wenig los und nur per Tram erreichbar … Ein wenig stimmt das noch – aber JWD war früher. Denn Berlins Nordosten ist in Bewegung: Künstler haben alte Gewerbehöfe zu Ateliers umgebaut, Cafés mit russischer Fusion-Küche eröffnet. Weißensee wird als Wohn- und Erholungsort immer attraktiver. Ein Berliner Stadtteil im Aufbruch zwischen Tradition und Kreativ-Szene.

Die Farbe gelb ist allgegenwärtig. Denn U- und S-Bahn haben es nie bis nach Weißensee geschafft. Ab der Prenzlauer Promenade fährt nur noch die Straßenbahn. Das einstige Dorf lag bis in die 1920er Jahren vor den Toren Berlins. Damals machte die entlegene Lage Weißensee zum idealen Studio-Standort und für ein Jahrzehnt zur Hochburg des deutschen Stummfilms. Doch gefühlt blieb die Ostseestraße eine Grenze, die der Berliner selten überquerte.

Künstler Jonas Burgert in seinem Atelier in Berlin-Weißensee.

Als einer der ersten kam Anfang der 90er Jahre der heute international gefragte Künstler Jonas Burgert. Vertrieben aus dem Prenzlauer Berg, machte er aus einem alten Industriehof einen der schönsten Kreativ-Orte Berlins.
Um diesen herum prägen viele kleine Gewerbehöfe mit traditionellen Gewerken bis heute das Straßenbild: Ob Steinmetze, Schreiner oder die herzlichen Motorrad-Schrauber von den „Motormännern“.

In den freien Lücken dazwischen wird mittlerweile jeder freie Quadratmeter bebaut. Denn auch die Investoren haben Weißensee entdeckt, obwohl Kneipen und Restaurants fehlen und hippe Cafés, wie das "Babuschka" (noch) die Ausnahme sind.

Wenn die Sonne am Strandbad Weißensee untergeht, herrscht echtes Strandfeeling.

Aber immer mehr junge Familien locken die Ruhe, der Park am Weißen See mit dem alten Strandbad und die schönen Gründerzeitbauten des Komponistenviertels am Jüdischen Friedhof. Viele von ihnen mögen gerade den bodenständigen Charme Weißensees, den Läden wie das "Eiscafé Surprise" seit DDR-Zeiten hochhalten – mit Erdbeersahnetorte und Toast Hawaii.

Echte Weißensee-Entdecker treibt es am Wochenende bis in die Buschallee: Zu den Trödel-Schätzen und der Gulaschkanone des Hansa-Flohmarkts oder dem Rugby-Turnier der Frauen-Mannschaft des RK 03 Weißensee, wo 50 Jahre Vereins-Geschichte auf junge, internationale Sportfans treffen.

"Bilderbuch Berlin-Weißensee" über einen Stadtteil im Aufbruch, der es sich zwischen Tradition und Kreativ-Szene gemütlich macht.

Film von Anne Kathrin Thüringer

Erstausstrahlung 18.6.2019/rbb

Weitere Film aus der Serie Bilderbuch Berlin Brandenburg

Strandbad Weißensee mit Fontäne.
imago-images/ Joko

- Bilderbuch - Berlin-Weißensee

Weißensee: grün, wenig los und nur per Tram erreichbar … Ein wenig stimmt das noch – aber JWD war früher. Denn Berlins Nordosten ist in Bewegung: Künstler haben alte Gewerbehöfe zu Ateliers umgebaut, Cafés mit russischer Fusion-Küche eröffnet. Weißensee wird als Wohn- und Erholungsort immer attraktiver. Ein Berliner Stadtteil im Aufbruch zwischen Tradition und Kreativ-Szene.

Bilderbuch - Berlin-Neukölln: Klunkerkranich, Foto: rbb/Axel Friedrich
rbb Presse & Information

- Bilderbuch - Berlin-Neukölln

Berlin-Neukölln ist der gegensätzlichste Stadtteil von Berlin: Hip, trendy, kreativ und arm, verwahrlost und kriminell. Von der Sonnenallee - der "arabischen Straße Berlin" bis hin zum dörflich-grünen Böhmisch Rixdorf. Alles in einem - nebeneinanderher und miteinander verwoben.

Spreewald Kähne, Quelle: rbb

Bilderbuch - Spreewald

Hundert Kilometer südöstlich von Berlin erstreckt sich auf etwa 480 Quadratkilometern eine in Mitteleuropa einmalige Kulturlandschaft, der Spreewald.

Liepnitzsee, Quelle: imago images / Michael Handelmann
imago images / Michael Handelmann

Bilderbuch - Der Barnim

Der Barnim im Nordosten Brandenburgs gilt als der große Balkon Berlins: eine Landschaft mit stattlichen Hügeln, mächtigen Tälern und unzähligen Seen, umsäumt von Buchenwäldern, die zum Weltnaturerbe gehören. Ein Kleinod, das überrascht.

Brandenburg an der Havel vom Wasser aus gesehen © rbb/Kathrin Schwiering

Bilderbuch - Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel ist eine Stadt im Wandel: Es gibt rasante Veränderungen im Stadtbild und immer mehr Besucher. "Klein Venedig" wird die wasserreichste Stadt in Brandenburg oft genannt. Havel und Beetzsee locken mit ihren vielen Brücken, Kanälen, Strandbars und Restaurants am Wasser.

Feld in der Uckermark bei Boitzenburg, Quelle: imago/blickwinkel

Bilderbuch - Die Uckermark

Die Uckermark - unzählige Seen, sanfte Hügel und endlose Rapsfelder, die "Toskana des Nordens", eine Sehnsuchtslandschaft zum Träumen und Nichtstun.