Pflanzenporträts

Quelle: Colourbox/LiliGraphie
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Zierpflanzen, aber auch Nutzpflanzen jeglicher Art finden sich überall. Sie sind oft eine Pracht fürs Auge oder bieten ein unerwartetes Geschmackserlebnis.

Glossar

  • Akelei - zarte Frühlingsboten

    Sie lieben den wandernden Schatten unter Gehölzen und frischen nähstoffreichen Boden. Sie brauchen keinen zusätzlichen Dünger aber Hummeln, denn die sind die Hauptbestäuber der zierlichen Vagabunden, die sich im Laufe der Zeit gerne überall im Garten herumtreiben.

    Amaryllis - auch als Schnittblume ein wahrer Hingucker

    Majestätisch in elegantem Rot - die Amaryllis! Der Weihnachtsklassiker schlechthin. Stolz trägt sie ihre schweren Blüten auf kräftigen Stängeln und ist dabei äußerst genügsam. Im Topf gepflanzt, mag sie es in der Hauptblütezeit vor allem warm, aber nicht zu sonnig. Als Schnittblume hält sie bei guter Pflege bis zu 2 Wochen in der Vase.

    Blühwunder Astern

    Wenn sich die Gartensaison so langsam dem Ende neigt, erst dann erstrahlen sie, die Herbstastern - in Weiß oder Rosa, in vielen Violett-Tönen oder in Karminrot. ‚Asteraceae‘ lautet der Botanische Name abgeleitet aus dem Griechischen, denn Aster bedeutet Stern. Mit ihren unzähligen kleinen Blüten gehört die Aster zu den Korbblütlern. Der Blütenstern besteht aus zahlreichen ganz kleinen Einzelblüten, die wie in einem Korb angeordnet sind.

    Buschwindröschen – Lichtpunkte im Wald

    Wie kleine Lichtpunkte erscheinen sie im Frühling in den Wäldern – manche rein weiß und andere strahlend gelb. Stehen Pflanzen mit unterschiedlich farbigen Blüten dicht nebeneinander, so bilden sich bezaubernde Mischformen.

    Scharfe Früchtchen - Chili

    "Apocalypse", "Pineapple" oder "Habanero Pastel" – große Namen für kleine Früchte – Chilis. Pflanzen, die Sebastian Jäger hütet und denen er sich respektvoll nähert. Die „Carolina Reaper“ ist aktuell Weltrekordhalter als schärfste Chili der Welt und daher mit Vorsicht zu genießen. Wenn man den Saft zum Beispiel an die Hände kriegt, können die Finger mehrere Tage brennen. Vor allem in die Augen möchte man das nicht bekommen; deswegen muss man bei der Verarbeitung sehr vorsichtig sein.

    Gespräch: Was Sie beim Einpflanzen von Clematis beachten müssen

    Clematis pflanzt man am besten im Spätsommer. Sie lieben einen sonnigen Standort und humusreichen Boden, vertragen aber keine Staunässe. Ihr Wurzelbereich sollte schattig gehalten werden. Auf einem humosen, gut durchlässigen Boden fühlen sie sich am wohlsten. Marianne Lüdke aus Eiskeller gibt wichtige Tipps.

    Gespräch: Die besten Clematissorten - Juuli und Fujimusume

    Marianne Lüdke stellt ihre ersten beiden Lieblinge Clematis "Juuli" und Clematis "Fujimusume" vor. Clematis "Juuli" ist eine Clematis integrifolia, d.h. sie ist keine kletternde Sorte, sondern muss hochgebunden werden. Sie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz und einen humosen, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden. Durch ihre geringe Wuchshöhe eignet sie sich auch für die Bepflanzung von Kübeln. Clematis "Fujimusume" hat wunderbar leuchtende, blaue Blüten. Zudem ist sie pflegeleicht und zeichnet sich durch mehrmalige Blühphasen aus. Sie kann eine Höhe von ein bis drei Metern erreichen. Man pflanzt sie daher am besten an Pergolen, Zäune oder Rankgerüste.

    Gespräch: Die besten Clematissorten - Madame Julia Correvon und Rosamunde

    Zwei weitere Lieblingssorten von Marianne Lüdke sind: Clematis "Madame Julia Correvon" und Clematis "Rosamunde" vor. Die prachtvolle "Madame Julia Correvon" ist eine Clematis, die den ganzen Sommer üppig blüht und sehr robust ist. Clematis 'Rosamunde' wächst breitbuschig, kompakt und gut verzweigt. Sie ist allerdings anfällig für die Clematiswelke, treibt aber bei einem radikalen Rückschnitt im nächsten Jahr wieder üppig aus. Sie ist pflegeleicht, winterhart und ist u.a. wegen ihrer langen Blütezeit und dem Blütenreichtum so beliebt.

    Gespräch: Die besten Clematissorten - Margaret Hunt

    Der absolute Favorit von Marianne Lüdke ist die Clematis "Margaret Hunt". Sie blüht den gesamten Sommer durch und gehört zu den großblütigen Waldreben. Sie ist sehr robust, gesund und wüchsig. Ein Rückschnitt auf einen Meter im späten Winter fördert ein gesundes und kräftiges Wachstum und die Blütenbildung.

  • Disteln - besser als ihr Ruf

    Von wegen nutzloses Unkraut. Kugeldisteln ernähren ein ganzes Heer an Insekten. Großzügig teilen sie Nektar und Pollen und sollten daher in keinem Garten fehlen.

    Insektenmagnete Doldenblütler

    Doldenblütler sind Insektenmagnete. Ihre großen Blüten senden Signale - über alle Zäune hinweg. Wer mehr Tiere in seinen Garten locken will, der muss Doldenblütler pflanzen. Fenchel, Anis, Pastinake oder wilde Möhre: Von weit her fliegen Tiere herbei, um an ihrem Nektar zu lecken.

  • Gräser - immer ein Hingucker

    Gräser lassen den Garten groß wirken. Sie dienen als natürlicher Sichtschutz, schaffen Abwechslung im Garten und sind auch im Winter noch hübsch anzusehen.

  • Kaiserkronen - Majestätisch im Beet

    Sie machen ihrem Namen alle Ehre - sind sie doch von stattlicher Größe und mit leuchtenden Blüten, die kronenförmig angeordnet sind. Kaiserkronen gehören zur großen Familie der Liliengewächse, sind jedoch eine eigene Gattung.

    Kalanchoe - Dickblattgewächse mit feuerroten Blüten

    Mit feuerroten Mini-Blüten eroberten die ersten "Flammenden Käthchen" die deutschen Stuben. Neue Züchtungen bilden üppig gefüllte Röschen. Die Dickblattgewächse stammen ursprünglich aus Madagaskar. Der Potsdamer Pflanzenjäger und Sukkulentenzüchter Robert Blossfeld brachte sie nach Europa. Das war um 1930.

    Kresse – zu Besuch bei Deutschlands Kressekönig!!

    350 000 Schalen Kresse in Bioqualität verlassen Woche für Woche die Gärtnerei. Klassische Kresse - aber auch anderes frisch gekeimtes Super-Food ist dabei. Beeindruckend ist ein Besuch in der Produktionsstätte von Elmar Gimperlein.

    Kürbisse – beeindruckend vielfältig

    Mächtig gewaltig und dazu auch noch vielfältig - in Form, Farbe und Verwendung. Der Kürbis ist das Gemüse mit den größten Früchten. Aus botanischer Sicht sind es Beeren, genaugenommen Panzerbeeren, da ihre Haut im Laufe der Zeit richtig hart wird.

    Lenzrosen - pflegeleichten Stauden

    Sie gehören zu den ersten Frühlingsboten im Jahr: die Lenzrosen, botanisch: Helleborus orientalis. Die pflegeleichten Stauden zählen mit ihren hohen Stielen und kräftigen Blüten zu den „Großen“ unter den Frühjahrsblühern. Wenn sie sich wohlfühlen, nehmen sie mit jedem Jahr an Schönheit und Umfang zu. Und sie sind immer für Überraschungen gut.

    Leberblümchen: klein- aber oho!

    Laien halten Leberblümchen oft für schlichte Pflanzen. Nur wenige Gärtner haben sich auf die langsam wachsenden Waldblumen spezialisiert. Kenner zahlen für ein einzelnes Hahnenfußgewächs gerne auch mal Tausende Euro. Andreas Händel, selbst ernannter „Mister Hepatica“ aus Ketzin, widmet sein Leben seit vier Jahrzehnten den Gewächsen.

  • Märzenbecher - Läuten den Frühling ein

    Märzenbecher – auch Frühlingsknotenblumen genannt - gehören zu den unkomplizierten Frühblühern. Ihre Hauptblütezeit liegt, wie es ihr Name schon sagt, im März. Haben sie sich im Garten etabliert, werden sie von Jahr zu Jahr schöner und üppiger.

    Königinnen der Fensterbank - Orchideen

    Im antiken Griechenland war die Orchidee ein Symbol für Männlichkeit. Ein Blick in jede Blüte verrät, warum sie auch heute noch für Leidenschaft und Fruchtbarkeit steht. Sie ist die unangefochtene Königin der Fensterbank. Und wie es sich für eine Hoheit gehört, ist sie auch ein bisschen eigen. Besonders beim Gießen.

  • Pfingstrosen teilen

    Immer wieder entlocken sie ihren Betrachtern ein WOW - Pfingstrosen. Anfang Mai, wenn die Tulpen fast weg und die Rosen noch nicht da sind, erscheinen ihre kugeligen Knospen! Diese öffnen sich dann zu einer imposanten Blütenpracht, die bis Mitte Juni unsere Gärten verzaubert.

    Gespräch: Radieschen - Tipps für Aussaat und Verwendung

    Ulrike Finck ist zu Gast in dem Küchengarten von Ben Perry in Stahnsdorf. Ben Perry ist leidenschaftlicher Hobbygärtner, Buchautor und Profikoch und gibt Ulrike Finck zahlreiche Tipps für den Aufbau eines Küchengartens. Im ersten Tipp geht es um die Aussaat verschiedener Radieschensorten. Das Schöne an Radieschen ist ihr schnelles Wachstum. Nach nur fünf Wochen sind Radieschen erntereif. Ben Perry sät daher alle 14 Tage aus, damit er über einen langen Zeitraum Radieschen im Beet hat.

    Prachtvolle Rhododendren

    Der Name Rhododendron stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Rosenbaum“. In Parks und Gärten pflanzt man Rhododendren oft als große Gruppe – genauso wachsen sie auch in ihrer Heimat! Bis so ein Highlight zur verkaufsfertigen Pflanze herangewachsen ist, vergehen vier bis fünf Jahre.

  • Das blaue Wunder – Scilla & Co.

    Blausternchen gehören zu den pflegeleichtesten und zahlreichsten Frühblühern. Im Laufe der Jahre werden ihre Teppiche immer dichter und breiter, wenn man sie einfach in Ruhe lässt. Unter Bäumen und Sträuchern, wo es nicht zu trocken wird, fühlen sie sich am wohlsten. Auch wenn sie sich alle sehr ähneln, gibt es mehrere Arten dieser Gattung. Sie alle präsentieren sich von Anfang März bis weit in den April hinein.

    Storchschnabel - pflegeleicht und elegant

    Es kommt schnell zu Verwechslungen, wenn man seinen Namen hört: Geranium. Viele denken dabei gleich an Geranien. Sie gehören beide zwar der gleichen Pflanzenfamilie an, haben aber sonst nichts gemein. Die Fruchtstände des Geraniums sehen aus wie Storchschnäbel - daher auch sein Name: Geranium-Storchschnabel!

  • Wildtulpen – brauchen im Garten ihre Ruhe!

    Die klassische Wildtulpe ist sicherlich die Weinbergtulpe. Eine zarte, gelbe Schönheit von zurückhaltender Eleganz. Durch intensive Landwirtschaft ist das bei uns einst üppig wuchernde Zwiebelgewächs massiv bedroht. Es gibt aber vereinzelte Rückzugsorte in Brandenburg, wo sie noch am fast natürlichen Standort bewundert werden kann. Wer sich die Weinbergtulpe gerne in den Garten pflegen möchte, sollte sie am besten ganz in Ruhe lassen.

Tipps & Tricks

Gärtnerarbeit (Bild: dpa)

Tipps und Tricks

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Balkonien (Quelle: dpa/Arno Rude)
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