Behandschuhte Hand mit Spritze impft in Oberarm (Bild: imago images/Jochen Eckel)
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- Impfen - Piks fürs Gesundbleiben

Gerade wird überall in der Welt gegen "Corona" geimpft. Aber was passiert überhaupt bei einer Impfung?

Man verwendet für eine Impfung den Virus, den man bekämpfen - gegen den man impfen - möchte und verändert ihn so, dass er nicht mehr krank macht. Dazu kann man ganze Viren verwenden oder es können auch Virusteile sein. Über den Impfstoff kann man auch nur "Informationen" zum Virus in den Körper geben, zum Beispiel über bestimmte Merkmale.
 
Bei allen Varianten ist der Effekt ähnlich: Dein Immunsystem wird durch die Impfung dazu angeregt, ganz genau passende Abwehrstoffe gegen das Virus zu bilden. Aber du bekommst durch die Impfung keine Erkrankung.

Wenn dein Körper lernt

Es ist aber normal, dass du nach einer Impfung leichtes Fieber haben kannst oder schlapp bist. Denn dein Immunsystem beginnt nun zu arbeiten und produziert "Virus-Abwehrstoffe". Und das ist anstrengend für den Körper. Deshalb soll man sich auch nicht impfen lassen, wenn man nicht ganz gesund ist. Denn dann ist dein Körper etwas überfordert.

Impfreaktionen oder Angst vor der Spritze

Oft spürt man am nächsten Tag leichte Schmerzen direkt an der Einstichstelle, wie bei einem Muskelkater. Direkt bei der Impfung wird manchen auch etwas schwummrig. Das hat meist nichts mit dem Impfstoff zu tun, sondern mit der Spritze, mit der ja geimpft wird.
 
Ahnst du das vorher, bitte darum, dass du dich bei der Impfung hinlegen kannst. Und bleib am besten auch nach dem Piks noch ein paar Minuten liegen. Es kann sogar vorkommen, dass du im Zusammenhang mit der Impfung ganz kurz ohnmächtig wirst. Das liegt daran, dass der Blutdruck in den Keller geht und bedeutet nicht, dass du die Impfung nicht vertragen hast.

Und Nebenwirkungen?

Sehr selten kann eine Impfung eine allergische Reaktion auslösen. Wenn du allerdings schon einmal auf etwas sehr heftig allergisch reagiert hast, wie zum Beispiel auf einen Wespenstich, dann musst du das unbedingt vor der Impfung mitteilen.
 
Sehr heftig heißt z.B., dass Du ins Krankenhaus musstest oder dir jemand eine Adrenalinspritze geben musste. Wenn Du Zweifel hast, frage vor dem Imfptermin einfach nochmal bei deiner Allergologin/deinem Allergologen oder Hausarzt bzw. Hausärztin - das lässt sich schnell klären und du hast Sicherheit.

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Nach der Impfung

Die Impfung macht dich jetzt stark gegen das "echte" Virus: Falls du dich im Laufe der nächsten Monate oder Jahre mit dem Virus anstecken solltest, ist dein Immunsystem vorbereitet. Es hat nun schon mal die gezielten Abwehrstoffe gebildet und hat eine Art Vorlage für den Bau der Abwehrzellen abgespeichert. Kommt es nun also zur Infektion bildet dein Körper sehr schnell viele Abwehrzellen, die den Virus gezielt bekämpfen.

Wer entscheidet über eine Impfung?

Bist du unter 16 Jahre alt entscheiden deine Eltern für dich, ob du geimpft wirst und gegen welche Krankheiten. Aber: Du kannst mitentscheiden! Hast du Fragen oder Bedenken, sprich mit deinen Eltern/Sorgeberechtigten oder Kinderärzt*in.
 
Sich gegen Corona, also die Krankheit COVID-19, impfen zu lassen ist freiwillig. Es wird jedoch empfohlen.
 
Aber: Gegen COVID-19 impft man momentan erstmal nur Erwachsene, denn der Impfstoff wurde bislang auch nur bei Erwachsenen getestet. Es wird aber gerade gecheckt, ob man damit auch Kinder und Jugendliche gegen Corona impfen kann.

Text von Susanne Faß

Logo safespace (Quelle: rbb)

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