Schön angerichteter Smoothie mit Pfefferminze und Zitronenscheibe (Quelle: unsplash/Christina Rumpf)
Bild: unsplash/Christina Rumpf

- Saftkuren und Supplements: Yay or Ney?

Brausetabletten, extra Vitamine oder Detox-Saftkuren werden dir immer wieder auf Social Media empfohlen? Hier erfährst du, was deinem Körper wirklich guttut und welche Nahrungsergänzungsmittel überflüssig sind.

Auf Instagram oder YouTube erzählen immer mal wieder Leute davon, was sie jeden Tag zu sich nehmen: Vitamin C, B12 oder D – dazu noch Zink, Magnesium und Selen. Aber brauchst du das wirklich alles? Spoiler: Nein!

Viel hilft viel? Nicht bei Vitaminen!

Klar braucht der Körper Vitamine und Spurenelemente, um gesund und fit zu bleiben. Aber acht verschiedene Nahrungsergänzungsmittel müssen wir deshalb trotzdem nicht nehmen. Die sind nämlich oft sehr hoch konzentriert und statt des gewünschten Effektes, könntest du bei einer Überdosierung unangenehme und sogar gesundheitsschädliche Nebenwirkungen bekommen. Ein paar Beispiele: Zu viel Magnesium macht Durchfall und zu viel Vitamin C kann die Niere schädigen.

Natürliche Vitamine? Iss viel frisches Obst und Gemüse!

Auch ohne Vitaminpräparate können wir unserem Körper alles geben, was er braucht: In roter Paprika oder frischen Orangen steckt zum Beispiel viel Vitamin C. Außerdem sind in frischem Obst und Gemüse noch andere wichtige Vitamine, Mineralien und auch Ballaststoffe, die man in Tabletten nicht findet. Dabei ist es fast unmöglich, dass du zu viele Vitamine zu dir nimmst – bei Präparaten geht das hingegen sehr schnell.

Mehr Infos dazu? Klick Dich hier auch noch durch!

RSS-Feed

Vitaminmangel bei veganer oder vegetarischer Ernährung?

Trotzdem kann es sein, dass du einen Vitaminmangel hast: Wenn du dich vegan oder vegetarisch ernährst, ist es möglich, dass dir Vitamin B12 fehlt. Gerade im Winter, wenn die Sonne nicht so oft scheint, könntest du auch einen Vitamin D-Mangel haben. Wenn Du unsicher bist, frag am besten Deine Hausärzt*in.

Geh zu Ärzt*innen, wenn du dich nicht gut fühlst

Außerdem haben viele menstruierende Menschen zu geringe Eisenwerte und fühlen sich schlapp und energielos. In diesem Fall solltest du dich von Ärzt*innen durchchecken lassen und abklären, ob es sinnvoll ist, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.

Detox-Säfte als Immunsystem-Boost?

Auch ganz schön im Trend sind Detox-Saftkuren: Eine Woche Rote Beete-, Kartoffel- oder Möhrensaft trinken und schon bist du ein gesünderer Mensch, mit mehr Energie und strahlender Haut? Naja, so einfach ist es dann leider doch nicht.

Wirkung von Saftkuren ist nicht wissenschaftlich bewiesen

Es gibt keine wissenschaftlichen Nachweise oder aussagekräftige Studien zur Wirkung von Saftkuren. Obwohl Firmen immer wieder ihre Säfte im Internet anpreisen und dazu aufrufen, eine Detox-Kur zu machen, sprechen viel mehr Gründe dagegen.

Dein Körper reinigt sich selbst

Dein Körper kann sich auch ohne Säfte selbst reinigen, zum Beispiel indem er unerwünschte Stoffe über Leber, Nieren, Darm, Haut und die Atmung ausscheidet. 

Saftkuren können deinem Körper schaden

Wenn du zum Beispiel nur Gemüsesäfte trinkst, wirst du kaum satt und dein Körper bekommt zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Protein und Fett. Fruchtsäfte enthalten hingegen viel Zucker, der auch nicht gut für dich ist.

Iss täglich Gemüse und Obst

Also lass besser die Saftkur sein und iss täglich Gemüse und Obst. Das ist nicht nur viel günstiger, sondern auch gesünder. Ein Glas Saft kannst du natürlich trotzdem auch trinken – nur mach keine Detox-Saftkur.
 
Text von Kim Neubauer

Logo safespace (Quelle: rbb)

Noch mehr Fragen rund um Vitamine? Abonniere uns auf TikTok @safespace.offiziell oder schreibe uns eine Mail an safespace@rbb-online.de.

mehr von safespace

safespace: Lea, Saphira, Rosa, Säli (Quelle: rbb)
rbb

safespace

Unser neues Young-Health Format "safespace" ist auf auf TikTok gestartet. Von Stress in der Schule, über Endometriose bis Körperbehaarung sprechen wir bei safespace über alle Themen aus dem Bereich Body & (Mental-) Health. Ganz wichtig: Es gibt nichts worüber wir nicht sprechen können. Wir haben ein offenes Ohr, liefern verlässliche Infos und wollen zeigen, dass jede Person und jeder Körper ganz individuell und schön sind.

Junge Frau in Unterwäsche nund Hemd (Quelle: unsplash/Arren Mills)
unsplash/Arren Mills

Endometriose - Wie erkennst du, ob du selbst betroffen bist?

Endo….was? Endometriose ist eine der häufigsten Erkrankungen des weiblichen Körpers. Trotzdem kennen sie die wenigsten. Das Problem dabei: Endometriose-Beschwerden treten in erster Linie zusammen mit der Regelblutung auf. Es ist wichtig die Symptome abklären zu lassen, denn Endometriose kann zu Unfruchtbarkeit führen.